Schlagwort: Maximilian Zander

Maximilian Zander †

Beitrag von Gerd Sonntag Der Lyriker, Essayist und Aphoristiker Maximilian Zander ist am 21.11.2016 im Alter von 87 Jahren in Castrop-Rauxel gestorben. Seit den neunziger Jahren veröffentlichte der promovierte und mehrfach mit internationalen Preisen ausgezeichnete Chemiker Gedichte in Zeitschriften, ehe er 2003 in der…

37. Greguerías

Das Pfeifen des Zuges dient nur dazu auf den Feldern Melancholie zu verbreiten. – Wie reagieren wir? Wir lächeln zustimmend, sind ›amüsiert‹, verstehen, was der Autor humorvoll (nicht humoristisch) ausdrücken wollte. Und das, weil wir Erinnerung besitzen an Pfeifen des Zuges, Felder und Melancholie. Der Aufbau des Satzes…

30. Für Sprachmenschen

Splendeurs et miséres des courtísans Autor: Ferdinand Hardekopf Aus der steilen, transparenten Nudel – Quillt ein Quantum Quitten-Quark empor, Ballt sich, physisch, zum gewürzten Strudel, Kreist: ein Duftballon aus einem Rohr. Wann (und wo?) war Schweben delikater? In der Spannung wird man blass, wie…

33. Falbs Hybridstil

Es ist wohl einfach so, dass sich die wahren und entscheidenden Gründe für die Wirkung dieses Gedichts (und manch anderer) nicht ordentlich analytisch erfassen, beschreiben, benennen lassen, ein Sachverhalt, den Gerhard Falkner (im Nachwort zu Falbs Band „die räumung dieser parks“, 2003) sehr klar…

55. Im Jahrbuch – und nicht im Jahrbuch

Im Poetenladen zeichnet Theo Breuer die Geschichte der neueren deutschen Lyrik u.a. anhand des ersten und des bislang letzten Gedichts in den nun 28 Folgen des Jahrbuchs der Lyrik: Die rasante Entwicklung der Lyrik im deutschen Sprachraum, die gegen Ende der 1980er Jahre gleichsam…

37. Von chemischen zu lyrischen Reaktionen

Es ist ein weites Feld: Über mehrkernige aromatische Kohlenwasserstoffe und Heterocyclen zu lyrischen Stoffen kommen, die in keinem Periodensystem vorkommen. Maximilian Zander, als Chemie-Professor über viele Reaktionen Bescheid wissend, hat in seiner „späten Jugend“, jetzt mit 81 Jahren, einen neuen Gedichtband veröffentlicht. „Brief von…

147. Versnetze zwei

Die Anthologien von Axel Kutsch sind seit je Entdeckungsreisen. Sie zieren sich nicht. Da sind keine ausgesuchten Szenerien auf Stellwänden, keine Kulissen, auf denen lyrische Bodybuilder mit einem Zahnpastalächeln vorbeigezogen werden, mit dem Anspruch hier wäre man im richtigen, im garantiert neuen, im sensationell…