Schlagwort: Günther Debon

109. Meine Anthologie 78: Li Bai, Selbstvergessen

  (Originaleintrag von 2001. Nachträge 2011 vielleicht später) Selbstvergessenheit Der Strom – floss,  Der Mond vergoss,  Der Mond vergaß sein Licht – und ich vergaß Mich selbst, als ich so saß  Beim Weine.  Die Vögel waren weit,  das Leid war weit,  und Menschen gab…

88. Chinesische Klassik

Zu den Höhepunkten der alten chinesischen Schriftkultur zählt vor allem die Lyrik, die erst in der Moderne nach dem Untergang des Kaiserreichs (1911) ihren hohen Rang an die Erzählkunst abtreten musste und in jüngster Zeit ein Randdasein führt. Sie wurde jedoch seit dem Mittelalter…

15. Li Bai

In China ist er längst ein Klassiker: Sein spontaner Individualismus, seine Gefühlsbetontheit, seine Begeisterung für Frauen und Wein werden ebenso gerühmt wie getadelt, sein Genie, das sich vor allem in Vierzeilern mit wenigen Zeichen äußerte, ist aber unbestritten. Und da erwartet man doch, dass…

4. Chinesisches Taglied, Erfindung des Reims

«Das Mädchen sagt: ‹Schon kräht der Hahn› / Der Junker sagt: ‹Noch dämmerts nicht.› / ‹Erheb dich, sieh, wie weit die Nacht!› / ‹Da funkeln noch die Sterne licht.›» Eine Liebesnacht geht zur Neige. Das Mädchen will sich Tageslicht und Sitte fügen, während der…