Kategorie: Nordamerika

Four Quartets

Schon von Zeitgenossen wurden die Vier Quartette als Rückschritt gegenüber der anarchischen Wucht des Waste Land betrachtet. Auch die Eliot-Übersetzerin Eva Hesse sprach von einem „Zurückfallen hinter die Errungenschaften der Moderne“; sie erkannte in den Quartetten eine Tendenz, alles Störende unter die „Gewalt“ eines… Continue Reading „Four Quartets“

Digest 27.-30.6.

In Hausach „Ich bin beseelt von dem heutigen Nachmittag“, schwärmte dann auch José F. A. Oliver als Macher des Leselenzes. Das Publikum sei Zeuge „von Literatur der Welt und Weltliteratur“ geworden. Mit beeindruckender und junger deutscher Lyrik ging der sehr schöne Poetik-Marathon auf die… Continue Reading „Digest 27.-30.6.“

Digest 22.-26.6.

Ich muß das Netz grobmaschiger machen, sonst komm ich nie nach. Heute 5 auf 1 Streich. Kein Zweifel Er heißt Zweifel, hat aber keinen. Emily Dickinson ist die überschätzteste Dichterin Amerikas. Die berühmteste, kargste, freudloseste sowie deprimierendste. Sie schrieb karge Gedichte, in denen sie eine… Continue Reading „Digest 22.-26.6.“

Chicago

The most famous poem in Chicago’s history — Carl Sandburg’s appropriately named „Chicago“ and published in a book also appropriately named „Chicago Poems“ — celebrates a centennial anniversary this year. / dnainfo.com

Delicate flag

I have been reading Whitman on the American flag. He wrote about it repeatedly, though I think only during the years of the Civil War—years of ferocity and sorrow. Naturally his flags are living things. They sing, gaze, beckon, ripple, and pass by. The… Continue Reading „Delicate flag“

Digest 19./20.6.

Peinlich Nun schickt Lerner eine Programmschrift zum Status der Poesie hinterher… Es ist auch ein autobiographisches Spiel, denn häufig rekurriert der Autor auf eigene Erfahrungen. Lerner gefällt, dass ihm gegenüber jeder Nichtdichter Kenntnisse über Lyrik simuliere, „obwohl die einzigen Gedichte, denen er in den… Continue Reading „Digest 19./20.6.“

Bastardkinder von Bindestrichen und Ergänzungen

Vom 21. bis 26. Mai fand an verschiedenen Orten in der Westbank und in Israel das Palestine Festival of Literature statt. Mit dabei war Jehan Bseiso, eine junge palästinensische Dichterin. Nach zwei Anthologien und Online-Publikationen auf „Electronic Intifada“ und „The Palestine Chronicle“ arbeitet sie… Continue Reading „Bastardkinder von Bindestrichen und Ergänzungen“

Digest: Gestorben 6.-17.6.

Am 6. der britische Dramatiker Peter Shaffer im Alter von 90 Jahren. Mehrere seiner Stücke wurden verfilmt, wie „Amadeus“ (1979). der pakistanische Lyriker und Journalist Ayaz Jani (Sindhi: اياز جاني‎) im Alter von 50 Jahren. Er schrieb in der Sindhisprache. Am 7. der nepalesische Musiker, Komponist… Continue Reading „Digest: Gestorben 6.-17.6.“

Gestorben

Der New Yorker Lyriker Ted Greenwald starb gestern im Alter von 74 Jahren. Charles Bernstein schreibt bei Jacket2 von seinen “sublimen Echos.” In the 1970s Ted and I would meet in the afternoons and talk till night. We even did a recording of a couple of dozen hours of… Continue Reading „Gestorben“

Digest 9./10.6.

Lesereise Rapperin und Schriftstellerin Kate Tempest über ihre Lesereise in Deutschland: Der Verlag hat mir gesagt, hier würden Lesungen normalerweise so aussehen, dass vorne jemand sitzt und dreißig oder vierzig Minuten lang vorliest. Meiner Erfahrung nach funktioniert so etwas nicht besonders gut. Den Leuten… Continue Reading „Digest 9./10.6.“

Digest 7./8.6.

Poetentag In Baku fand zum Tag der Poeten eine Veranstaltung statt, die vom Verband aserbaidschanischen Autoren und der Vereinigung junger Dichter mit Unterstützung des Ministeriums für Kultur und Tourismus, der türkischen Botschaft in Aserbaidschan, dem Berufsverband Wissenschaftlicher und Literarischer Autoren und dem Weltverband Junger Türkischer Schriftsteller… Continue Reading „Digest 7./8.6.“

Wochendigest 5./6.6.

1000 Seiten Depression Ein guter Freund, der Houellebecq verehrt, hat mir berichtet, immer, wenn die Stimmung in seiner Redaktion zu gut würde, klettere er auf einen Stuhl und deklamiere ein Houellebecq-Gedicht. Ein todsicheres Mittel, um eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre herzustellen. Übrigens erwischt man sich irgendwann… Continue Reading „Wochendigest 5./6.6.“

Warum er Englisch dichtet

Der Dichter Charles Simic kam als 16-Jähriger mit seiner Familie aus Jugoslawien in die Vereinigten Staaten. Bereits ein Jahr später begann er, Gedichte auf Englisch zu schreiben. Vor allem um Mädchen zu beeindrucken, wie er sagt. Mit diesem Argument begegnet er auch denen, die ihm vorwerfen, er habe als Dichter seine serbische Muttersprache… Continue Reading „Warum er Englisch dichtet“

Liebe zur Poesie

Lyrikhass ist indes ein westliches Problem. Der Hyperkapitalismus in der arabischen und asiatischen Welt mag die Wirkmacht der Poesie bedrohen. Als Kunst, die dem Volk gehört, genießt sie einen unangefochtenen Rang. Ein Beispiel ist die Casting-Show „Million’s Poet“ aus Abu Dhabi, die nach dem… Continue Reading „Liebe zur Poesie“

Haß auf Poesie

Es muss nicht immer Hass sein. Mit Gleichgültigkeit und Verachtung ist die abendländische Dichtkunst schon genug gestraft. Wenn aber von Hass die Rede ist, wie es der New Yorker Lyriker und Erzähler Ben Lerner in seinem Essay „Warum hassen wir die Lyrik?“ tut (in… Continue Reading „Haß auf Poesie“