Afrika (1)

In den frühen postkolonialen Jahren Afrikas stellte der amerikanische Dichter Langston Hughes die Anthologie „An African Treasury“ zusammen, Artikel, Essays, Geschichten und Gedichte schwarzer Afrikaner vornehmlich englischer und französischer Sprache. Sie erschien 1960. Hughes widmete sie „den jungen Autoren Afrikas“. In der Einleitung wünscht er, der Leser möge die Freude des Herausgebers am oft verblüffenden Umgang afrikanischer Autoren mit des Königs Englisch teilen. Besonders entzückte ihn der nigerianische Schriftsteller Amos Tutuola (sein Roman „Der Palmweintrinker“ erschien zuerst 1955 auf Deutsch), über den die biographischen Notizen mitteilen, er habe die Schule nur wenige Jahre besucht, dann als Schmied und Metallarbeiter gearbeitet und sei jetzt Regierungsangestellter. Vor etwa fünf Jahren habe er ihn gebeten, ihm einige seiner Geschichten für die Anthologie zu schicken. Es kam eine einzige Geschichte, handschriftlich mit abenteuerlicher Grammatik. Anbei ein Satz in absolut korrektem Englisch: „Was das Einschicken mehrerer Geschichten betrifft, schicken Sie mir Geld und ich schicke mehr.“

Afrika (1..n) ist kein Reisebericht, sondern eine lose Folge von Lese- und Augeneindrücken.

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