Kategorie: Griechisch

76. Siebengestirn aus Gedichten

„Der Mond und die Siebensterne / sind untergegangen. Mitter- / nacht ist und die Zeit vorüber. / Ich aber, ich liege einsam.“ So übersetzt Emil Staiger den Sappho-Vierzeiler, an dem sich jetzt Roman Graf mit gleich sieben Nachdichtungen versucht. Sappho – Labor ist der… Continue Reading „76. Siebengestirn aus Gedichten“

58. Zungenrednerei

Eine eher mitlächelnde Sorte von Humor, „fünf gerade sein zu lassen“, zeigt sich mir im 1.Korintherbrief des Paulus, den ich um anderthalb Kapitel erweitert habe: Im 14. Kapitel geht es um die Zungenrednerei, den Poetry-Slam der Griechisch-Rapper in der Korinther Gemeinde. Der anscheinend doch immer streng… Continue Reading „58. Zungenrednerei“

93. Sappho getanzt

Weil die Lyrikerin und Kritikerin Anne Carson und der Tänzer-Choreograf Rashaun Mitchell jeder für sich Ausnahmekünstler sind, wäre ihre gelegentliche Zusammenarbeit, die im Jahr 2004 begann, auch dann bemerkenswert, wenn sie weniger reich wäre. Doch “Bracko” und “Nox”,  die beiden Hauptwerke ihrer Zusammenarbeit, sind… Continue Reading „93. Sappho getanzt“

77. 11. poesiefestival berlin erfolgreich beendet

Am 12. Juni 2010 ging das 11. poesiefestival berlin erfolgreich zu Ende. Mit der szenischen Uraufführung von Pasolinis Gedichtzyklus „Dunckler Enthusiasmo“in der Regie von Leopold von Verschuer ging das 11. poesiefestival berlin am Samstag, 12. Juni 2010, erfolgreich zu Ende. Die Übersetzung des Gedichtzyklus… Continue Reading „77. 11. poesiefestival berlin erfolgreich beendet“

60. Inseln

Heute im Programm des poesiefestivals berlin: Gefilde der Unseligen – die Insel als poetische Möglichkeit Mit Nora Nadjarian und Adrian Grima; Moderation: Ron Winkler Nora Nadjarian und Adrian Grima, zeitgenössische Lyriker aus Malta und Zypern, loten im Gespräch mit Ron Winkler die poetischen Räume… Continue Reading „60. Inseln“

Die hundert besten Gedichte

der Weltliteratur des 20. Jahrhunderts – ein brasilianisches Ranking Hier die zehn ersten Autornamen: Eliot, Pessoa, Valéry, Yeats, Pound, Lorca, Rilke, Kavafis, Apollinaire, Pessoa Auf Platz 43 und 44 Miklos Radnoti und Attila József / 21.1.04

Pindar

Pindars „Siegeslieder“ in einer neuen Auswahl (Deutsch von Uvo Hölscher) bespricht die NZZ am 16.11.02: „Siegeslieder. Griechisch-Deutsch C. H. Beck Verlag, München 2002, ISBN 3406496385 Gebunden, 150 Seiten, 26,90 EUR

Geheime Gedichte

In der Übersetzung des St. Galler Seferis-Spezialisten Evtichios Vamvas sind «Drei Geheime Gedichte» von Seferis erschienen – ein zyklischer Gesang mit grossem Atem. Urquelle und Schöpfungsgrund dieser Lyrik ist das Meer, das Seferis in immer neuer Gestalt besingt – als Ort der Stille, der… Continue Reading „Geheime Gedichte“

Ritsos´ Umkehrbilder

Der 78jährige Dichter hatte von seiner Krebserkrankung erfahren; und er hatte beschlossen, mit der neuen Begrenzung der verbleibenden Zeit, noch einmal und gesteigert im Bewusstsein des Abschieds, als Dichter umzugehen, indem er Tag für Tag und beginnend mit dem 29. Juni 1987 in seinem… Continue Reading „Ritsos´ Umkehrbilder“

Zweierlei griechische Literaturgeschichten

Die moderne griechische Literatur sei eine eigene Welt, die sich zwischen Nord- und Südpol erstrecke. Den einen Pol symbolisiere Dionysios Solomos, den anderen Konstantinos Kavafis . Solomos habe sich in seiner Dichtung der griechischen Sprache am kühnsten und konsequentesten genähert. Kavafis auf der anderen… Continue Reading „Zweierlei griechische Literaturgeschichten“

„two nightingales dueling“

I wish I’d been on the street in Madrid on that night in 1934 when Pablo Neruda, who was then Chile’s consul to Spain, told Miguel Hernández that he had never heard a nightingale. It is too cold for nightingales to survive in Chile. Hernández grew… Continue Reading „„two nightingales dueling““

Zum lyrischen Werk von Konstantinos Kavafis

Konstantinos Petrou Kavafis , am 29. April 1863 als Kind wohlhabender griechischer Eltern im ägyptischen Alexandria geboren, wo er lange Zeit im Ministerium für Wasserwirtschaft in einfacher Anstellung, später als Bürochef arbeitete, folgte schon sehr früh seinem Wunsch zu schreiben, verteilte auch einzelne Blätter… Continue Reading „Zum lyrischen Werk von Konstantinos Kavafis“

Die Umkehrbilder des Schweigens

In der Frankfurter Anthologie stellt Robert Gernhardt ein Gedicht von Peter Maiwald vor – „Kindergeburtstag“; und im Feuilleton schreibt Felicitas von Lovenberg über Robert Gernhardt als Stimmenimitator. – Harald Hartung schreibt über Jannis Ritsos als Meister des Vexierbilds (der tiefrote Flecken) : Die Umkehrbilder… Continue Reading „Die Umkehrbilder des Schweigens“

Der Lyriker Charis Vlavianos

Die Gedichte von Charis Vlavianos , einem 44 Jahre alten, in Athen Geschichte und Ideengeschichte lehrenden Griechen, sind offene Gebilde. Die Trennung von Poesie, Philosophie und Alltagsleben kennen sie nicht. Nach „griechischen“ Themen sucht man in ihnen vergeblich. Das hängt zum einen gewiss damit… Continue Reading „Der Lyriker Charis Vlavianos“

Verschieden übersetzt

In der FR schreibt Hugo Dittberner über eine neue Kavafisausgabe (bei Suhrkamp): Die Übersetzungen nähern sich diesem paradoxalen Kern der Dichtung des an seinem siebzigsten Geburtstag, am 29. April 1933, gestorbenen Konstantin Kavafis zwar auf verschiedene Weise: pathetisch Helmut von den Steinen, sachlich Robert… Continue Reading „Verschieden übersetzt“