77. 11. poesiefestival berlin erfolgreich beendet

Am 12. Juni 2010 ging das 11. poesiefestival berlin erfolgreich zu Ende.

Mit der szenischen Uraufführung von Pasolinis Gedichtzyklus „Dunckler Enthusiasmo“in der Regie von Leopold von Verschuer ging das 11. poesiefestival berlin am Samstag, 12. Juni 2010, erfolgreich zu Ende. Die Übersetzung des Gedichtzyklus stammt von Christian Filips (Urs Engeler Editor 2009).

Zu den 50 Veranstaltungen kamen über 8000 Zuschauer. Auf dem Festival traten 170 internationale Dichter und Künstler auf. Mit dabei waren u.a. Nanni Balestrini (Italien), Mohammed Bennis (Marokko), Abbas Beydoun (Libanon), Pierre Guéry (Frankreich), Elke Erb (Deutschland), Michael Ondaatje (Kanada), Ginesa Ortega (Spanien), Titos Patrikios (Griechenland), Anat Pick (Israel) und Raúl Zurita (Chile).

Der Fokus lag dieses Jahr auf dem Mittelmeer. Zum ersten Mal in Deutschland wurde Poesie und Kunst aus allen Anrainerstaaten präsentiert. Die erste Station des Festivals war ein Colloquium zu Migration und zu der literarischen Figur des Flüchtlings, in dem auch eine „Europäische Verfassung in Versen“ gelesen wurde, die von Dichtern aus Europa und darüber hinaus verfasst wurde. Der Nahe Osten, der Maghreb, Spanien, Italien, Griechenland und die Hafenstädte Marseille und Istanbul waren weitere Passagen. Dank des Übersetzungsworkshops VERSschmuggel sind jetzt die Werke von acht deutschen Dichtern in Italienisch verfügbar – und umgekehrt.

Das poesiefestival berlin diskutierte die neuen Medien und Präsentationsformen der Lyrik und erprobte sie in Poesiefilmen, Konzerten und Videoperformances. Komponisten elektronischer Musik vertonten eigens für das Festival die Werke zeitgenössischer Lyrik und brachten sie in vier Uraufführungen auf die Bühne. Sabine Scho und Ulf Stolterfoht vertexteten Chamisso und Schumanns Liederzyklus „Frauenliebe und – leben“ neu. Gemeinsam mit der Neukomposition von Jan Müller-Wieland kam die neue Version auf dem poesiefestival berlin zur Uraufführung.

Zwei Lehrerworkshops und Lesungen in Berliner Schulen brachten Poesie in die Schulen und die Berliner Dichter lasen in den Bezirken, in denen sie wohnen.

Ergänzt wurde das umfangreiche Programm durch Ausstellungen in zahlreichen Berliner Kulturinstitutionen, Botschaften und in der Akademie der Künste. Noch bis 18. Juni sind die Ausstellungen „Jorgos Seferis“ und „All-in-One“ mit Werken von Susanna Kraus und Michalis Papamichael sowie Fotografien aus dem Leben von Jorgos Seferis in der Griechischen Kulturstiftung zu sehen. Bis 25. Juni läuft in der Botschaft des Königreichs Marokko die Ausstellung „Rencontres“ mit Werken von Aziza Alaoui (Marokko) und im Institut français sind noch bis 31. Juli Textilskultpturen von Marianne Cresson (Frankreich) ausgestellt.
Das poesiefestival berlin wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und findet statt in Kooperation mit der Akademie der Künste.

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