Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Weniger freundlich über Kuhligk & Co. urteilt Tom de Toys alias Lord Lässig in einem furiosen Essay, aus dem ich hier ein Stück herausgebrochen habe: Was wollen die eigentlich damit bezwecken, wem soll es nützen außer ihnen selbst und hat der Planet nicht schon… Continue Reading „Dichterisches Delirium“
In der Wiener „Presse“ vom 19.7.03 bespricht ein online leider Ungenannter sechs Gedichtbände: Da wären allen voran die gesammelten Gedichte der im Jahre 1985 verstorbenen Surrealistin Meret Oppenheim, die sich in den Wolken Marzipan essende Rosen vorzustellen vermochte und die Enttäuschung der Sonne darüber,… Continue Reading „Marzipanessende Rosen“
Über das bekannteste Gedicht Walter Höllerers (der im Mai fast 80jährig verstarb) schreibt Michael Braun im Freitag 29/2003: Es ist die fast emotionslose Nüchternheit dieses Gedichts, der kalte, fast anatomische Blick auf den Körper des toten Soldaten, die auch heute noch verstören. Kein Dichter… Continue Reading „Der lag besonders mühelos am Rand“
„Jewtuschenko – das ist eine ganze Epoche“, hat der Liedermacher Bulat Okudschawa gesagt, und meinte damit jene „Sechziger“, die in Russland eine Zeit und eine Generation gleichermaßen bezeichnen. Jewtuschenko funktionierte für beide wie ein Medium: Er moderierte zwischen Macht und Ohnmacht, Ost und West.… Continue Reading „Jewtuschenko 70“
Auszüge aus unveröffentlichter autobiographischer Prosa von Rudolf Borchardt druckt die SZ vom 18.7.03: Ich war auf jedem Gebiete meines Thuns grundsätzlich Outsider geblieben, um durch keine Beamtung, keine Collegialität, keinen halbgeschäftlichen Sozialzwang mir die Linie des freien Mannes bedingen lassen zu müssen. Ich lebte… Continue Reading „Rudolf Borchardt“
Neunzehn Gedichte des Bandes beginnen mit dem Wörtchen «ich». Und das persönlichste – «Ein Gedicht für mich» – ist vielleicht auch das schönste: «Hasia Hasienka / hab keine Angst / du hast so schöne Lippen / und solche Augen du weisst – / du… Continue Reading „Über die Liebe und den Tod“
Der Amerikaner George Whitman verwirklicht in seiner Buchhandlung Shakespeare & Company in Paris eine soziale Utopie: Umgeben von tausenden Büchern leben bei ihm Schriftsteller und Künstler. … Allen Ginsberg schlief mehrere Monate auf einer von Georges Matratzen, und der Lyriker Lawrence Ferlinghetti kommt auch… Continue Reading „Utopische Buchhandlung“
Es lesen Yoko Tawada (Deutschland/Japan), Wolfgang Hilbig (Deutschland), Pierre Imhasly (Schweiz), Judith Herzberg (Holland), Paul Muldoon (Irland/USA) und Tomas Venclova (Litauen/USA). Unter dem Motto «Arabische Welt» werden zudem die Lyriker Fuad Rifka (Libanon), Iman Mersal (Ägypten/CAN) und Abdellatif Laâbi (Marokko/Paris) auftreten, musikalisch begleitet von… Continue Reading „Prominenz bei den Frauenfelder Lyriktagen“
Als einer der eindringlichsten und frühesten Warner vor dem Nationalsozialismus wurde der überzeugte Pazifist am 28. Februar 1933 verhaftet, vierzehn Monate lang gefoltert und in der Nacht zum 10. Juli 1934 im Konzentrationslager Oranienburg ermordet. Am Todestag des Dichters zelebriert eine seit Jahren stetig… Continue Reading „Fest für Erich Mühsam“
Jetzt ist das «Museum», über vierzig Jahre nach Ersterscheinen, in seiner wohl klassischsten Weise zu haben. Im Schuber, Dünndruck, mit kardinalrotem Leineneinband und rotem Lesebändchen. Der Anhang ist mittlerweile zu einer kleinen Literaturgeschichte der modernen Lyrik angewachsen. Dass das Buch in der Hand liegt… Continue Reading „Museum, neu“
Doch allzu kurz sind die Momente, in welchen Bonné die Pupillen weit stellt und Holzschachteln skizziert oder „Tuschzeichnungen von Blumen, / die es auf der Welt überhaupt nicht gab“. Am Ende ist er wieder bei seinen Diagnosen über das „nervöse Jahrhundert“ angelangt, die so… Continue Reading „Hibiskus Code“
Die letzte Lyrikpost hatte zwei Beiträge mit dem Namen „Michael Braun“ – hier ein Hinweis von einem der zwei MBs: was übrigens lustig ist: Der Rezensent von GRÜNBEIN in der NZZ ist nicht derselbe Michael Braun, der Mirko Bonné in der FR rezensiert hat.… Continue Reading „„Michael Braun““
fragmente für renate der wind bricht auf diese nacht quirrt weint habe die nacht gesehen kann nicht schlafen der bruder ist fortgegangen ich höre die tür hat geknarrt nun ist sie verschlossen ich habe fusstapfen gesehen in frischer erde CATULLUS CATULLUS keine kraft wenn… Continue Reading „Rainer M. Gerhardt“
Über ein deutsch-amerikanisches Treffen der poetischen Art berichtet Edward Hirsch in der Washington Post *) vom 10.7.03: Rainer Maria Rilke was 31 years old and living in Paris when he wrote his searching, off-balance sonnet „Self-Portrait in the Year 1906.“ My favorite translation, if… Continue Reading „Rilke-Imitation“
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