Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Plötzlich ist er in aller Munde: Miron Bialoszewski, ein großer Einzelgänger, Chronist des Alltags im Krieg und im Sozialismus, experimentierfreudiger Lyriker und Theatermann, skurrile Existenz. Nicht, dass man ihn völlig vergessen hätte. Doch Bialoszewski wird gerade neu entdeckt. In diesen Wochen überstürzen sich die… Continue Reading „31. Alle reden über Białoszewski. Wer liest ihn?“
Als ich Stefan George entdeckte, verstreute Gedichte, dann ein Reclamband und Antiquarisches, warnten mich alle: Den findest du gut? Sogar eine Studentin aus Kairo, die bei einem DDR-Germanisten Deutsch gelernt hatte und die es nach Greifswald verschlug, sagte es mir. Ja, ich fand ihn… Continue Reading „30. Der George-Ton“
Friede z’ Ischdai Wenn isch Friede wieder z‘ Ischdai? Do druf blangt scho groß un chlei. Wu wieder die alde Zite sin un überall d’r Humor schteckt drin im Musikverein un Fußballclub im Chilchechor un Fiirwehrtrupp in G’sangverein un Buureschaft in Fraueverein un G’nosseschaft… Continue Reading „29. Friede z’ Ischdai“
ZEITjUNG.de: Ivan, was treibt dich um als Künstler? IVAN: Meine Poesie der Straße und mein ‚poetischer Angriff‘ entstehen aus einem mehr sozialkritischen als einem literarischen Ansuchen. Es ist ein Hinabstoßen von Wörtern zwischen die Straßen mit der Überzeugung, die in den dunklen Ecken unseres Lebens… Continue Reading „26. Der Mailänder Street Artist IVAN“
Lemn Sissay ist einer der fünf „Olympischen Dichter“, deren Werke im Londoner Olympiapark verewigt werden. Seine Dichtung ist ähnlich komplex wie seine Identität. / RALF SOTSCHECK, taz „Das muss man sich mal vorstellen“, sagt Lemn Sissay. „Mein Gedicht wird für 25 Jahre und länger… Continue Reading „23. Olympischer Dichter“
Mit diesem Coup hat der Schweizer Lyrik-Editor Urs Engeler alle überrascht. Die Skeptiker glaubten an seinen allmählichen Rückzug, als der poesiebesessene Lyrik-Vermittler kürzlich nach zwanzig Jahren seine exzellente Zeitschrift „Zwischen den Zeilen“ einstellte. Nun zeigt es sich, dass der mittlerweile in Solothurn ansässige Engeler… Continue Reading „20. Mütze“
Über den Dichter Peter Waterhouse – anlässlich der Verleihung des Großen Österreichischen Staatspreises für Literatur: Seit seinen literarischen Anfängen, seit mehr als 30 Jahren, beschäftigt sich der 1956 in Berlin geborene, zweisprachig aufgewachsene Peter Waterhouse mit Sprache. Der Name der Sprache, Konstruktives Verfahren und süße Bestimmung,Gemeinschaft der Sätze, Ins… Continue Reading „19. Himmelswortkunst“
In der Rubrik „Das neue Gedicht“ veröffentlicht Die Welt das Gedicht „Ludovisischer Traum“ von Durs Grünbein (aus dem Band „Koloß im Nebel“, der Mitte August bei Suhrkamp erscheint).
Im Alter von 95 Jahren starb der Schriftsteller Gilbert Prouteau am Donnerstag in seinem Haus in Cholet (Maine-et-Loir). Bei den Olympischen Spielen in London 1948 errang er die Bronzemedaille in Lyrik, die damals nach dem Pierre de Coubertin teuren Ideal der „Einheit von Körper… Continue Reading „17. Schriftsteller und Sportler“
Mit Lyrik und Poesie die Hintergründe des Lebens entdecken – diesem Anspruch stellt sich der Autor Uwe Grüning am Sonntag, den 19. August 2012, 17 Uhr, im Kloster Mildenfurth.* … Wie schon in den vergangenen Jahren dürfen sich die Besucher der Lesung im Kloster… Continue Reading „16. Uwe Grüning“
Vor 60 Jahren wurde im Düsseldorfer Eugen Diederichs Verlag unter dem Titel Ich schreibe mein Herz in den Staub der Straße ein kleiner Lyrikband veröffentlicht, der mit seinen 48 Seiten zu einem der erfolgreichsten deutschen Gedichtbücher der frühen Nachkriegszeit werden sollte. Bis 1955 erreichte er acht… Continue Reading „15. Genialität des Abendlandes“
„Die Heiterkeit der Luftschiffer“ („Hundstage“) und das Wahrnehmen einer „Feuer fangenden Zeit“ liegen gar nicht so weit auseinander. Zwischen ihnen entfacht das Gedicht seine knisternde Atmosphäre. Wer anspielungsreiche Verse mag und den Diskurs mit Dichtern wie John Keats, Emily Dickinson oder Johannes Bobrowski, der… Continue Reading „13. Atmosphäre“
Im klangvollen Dialog miteinander können beide sich für Augenblicke in alles verwandeln, was ihnen begegnet – ein absurdes Rollenspiel. „Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren / Sind Schlüssel aller Kreaturen“ – das Novalis-Zitat des Gedichts „Wer spricht“ könnte über dem ganzen Zyklus stehen. Nur… Continue Reading „12. Korrespondenzen“
Zwei Schriftsteller leuchten an seinem weitverzweigten Dichterhimmel als Fixsterne, und ihre Poesie wäre dem deutschen Leser nicht so hell aufgegangen, wenn nicht Hanns Grössel ihnen Glanz gesichert hätte: Inger Christensen und Tomas Tranströmer. Wie übersetzt man Lyrik? „Möglichst so, wie es da steht“, antwortete… Continue Reading „10. Zum Tod von Hanns Grössel“
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