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Neue FIXative bei fixpoetry.com: + FIXativ „Ein Lied wie ein Gedicht“ eine Interpretation des Gedichtes „Dirindina la malcontenta“ – ein altes Schlaflied aus der Toskana von Frank Milautzcki ++ FIXativ Gedicht: RATINGER HOF, ZETTBEH (3) von Thomas Kling mit einer Interpretation von Frieder von… Continue Reading „116. FIXative“
Erfrischend an diesem seltsamen Abend waren allein die Musiker: Der Lyriker Raphael Urweider improvisierte am Flügel, und der junge Slam-Poet Kilian Ziegler brachte in seiner Elegie über die Not des eigenen Gewerbes die Worte zum Tanzen – und das Publikum einschliesslich Peter Bichsels ins… Continue Reading „107. Bericht aus Solothurn“
Der italienische Schriftsteller Edoardo Sanguineti ist am Dienstag (18.5.) in seiner Heimatstadt Genua gestorben. Der Dichter, Kritiker und Übersetzer war Mitbegründer der „Gruppo 63“, einer 1963 in Palermo entstandenen Bewegung junger italienischer Schriftsteller, die in Anlehnung an die deutsche „Gruppe 47“ gegen die damalige… Continue Reading „87. Der letzte Marxist“
Mit der Verleihung an Friederike Mayröcker im vergangenen Jahr ist der Hermann-Lenz-Preis aufgegeben worden. Er hatte zehn Jahre bestanden. Der Stifter des Preises, Hubert Burda, und die Jury (Peter Hamm, Peter Handke, Alfred Kolleritsch und Michael Krüger) vergeben nun wieder den vor fünfzehn Jahren… Continue Reading „75. Petrarcapreis wieder da“
Alle zwei Jahre werden in Meran die neuen Standards für zeitgenössische Lyrik festgelegt. meint Anton Thuswaldner in der heutigen NZZ und schreibt: Andre Rudolph? Es gehört zu den Überraschungen in Meran, dass Autoren entdeckt werden, die den Sprung in die grössere Öffentlichkeit bisher nicht geschafft… Continue Reading „53. Überraschungssieger“
Beim Lyrikpreis Meran werden Autoren nicht abgeschlachtet. In einfühlsamem und konziliantem Ton werden Texte beurteilt. Der Preis und seine Jury sehen sich der Tradition verpflichtet. Das entspricht dem Charakter der Gattung. Nur: Eine kritischere Gangart könnte der Gattung ohne große Bühne zu mehr Rampenlicht… Continue Reading „45. Keine Kontroversen“
Der Lyrikpreis Meran (Juroren: Ilma Rakusa, Zürich; Christoph Buchwald, Amsterdam; Ulla Hahn, Hamburg; Hans Jürgen Balmes, Frankfurt/Main, Wolfgang Wiesmüller, Innsbruck) geht an Andre Rudolph (8.000 Euro). Der Alfred-Gruber-Preis der Stiftung Südtiroler Sparkasse (3.500 Euro) geht an Sünje Lewejohann. Carsten Zimmermann erhält den Medienpreis des RAI-Senders Bozen (2.500… Continue Reading „41. Lyrikpreis Meran für Andre Rudolph“
Der kürzere Bogen Laß mich, oh Herr, daß ich nicht höre, versunkene Jahre schweigend mich entblößen, daß alle Pein in freien Fluß sich wandelt: der kürzere Bogen des Lebens verbleibt mir. Mach mich zu Wind, der selig weht, zu Gerstensamen oder Aussatz, der sich… Continue Reading „148. Meine Anthologie 40: Salvatore Quasimodo, Curva minore/ Der kürzere Bogen“
Der äußere Anlass für Goethes späte Dante-Lektüre war das Erscheinen einer neuen Gesamtübersetzung von Zelters Freund Carl Streckfuß seit 1824. Sie bildet die originale italienische Terzine nach, und ist dabei eine der respektabelsten Leistungen unter den über siebzig deutschen Übertragungen der „Divina Comedia“ geblieben.… Continue Reading „97. Goethe liest Dante“
Sie trägt ihre Gedichte auswendig vor, im Stehen, und mit jeder Hebung wiegt sie sich ein bisschen mehr in den Rhythmus der Sprache hinein. Assonanzen und Reime steigen wie Luftbläschen auf und zerplatzen, jede Schlusswendung ist der Auftakt zu einem neuen Text, und zwischen… Continue Reading „79. Patrizia Cavalli deutsch“
Die in Berlin lebende Sängerin Etta Scollo stammt aus Sizilien. Sie singt gegenwärtig arabische Dichter aus Sizilien. Mit der Künstlerin sprach Antje Rößler, ND 9.4.: ND: Wie sind Sie auf die arabischen Sizilianer gestoßen? Scollo: In der Bibliothek von Bologna fand ich zufällig eine… Continue Reading „44. Arabische Sizilianer“
Das poesiefestival berlin bringt am 12.6.2010 den Gedichtband „Dunckler Enthusiasmo“ von Pier Paolo Pasolini auf die Bühne. Ursprünglichkeit und Unschuld: das war die lebenslange, ungestillte Sehnsucht des Dichters Pier Paolo Pasolini. Die Sprache des verlorenen Paradieses und der Auflehnung gegen die Gesellschaft war für… Continue Reading „41. Sprache des verlorenen Paradieses – Pasolinis „Dunckler Enthusiasmo“ auf der Bühne“
Hartmut Köhler übersetzt Dantes Göttliche Komödie, die größte Fantasy-Geschichte des Mittelalters, in Prosa und kommentiert gelehrt Mit Dante sollte man es sich nicht zu schwer machen. Natürlich ist die „Göttliche Komödie“ ein gelehrtes Weltgedicht aus Kosmologie, Theologie und dem historischen Wissen von Antike und… Continue Reading „25. Dantes Fantasy“
Es sind wenige Grundwörter, „Schatten“, „Wind“, „Licht“ oder „Sonne“, die Chiellino wieder und wieder verwendet. Genitivmetaphern wie die „Wellen der Fremde“ oder die „Wechselstuben der Begierde“ stehen neben Sentenzen und bedeutungsheischenden Strophen, die wahllos Konkretes und Abstraktes vermischen: „Bereinigt von Erwartungen und Geboten, /… Continue Reading „148. „Wechselstuben der Begierde““
Wer hat schon beobachtet, wie Frauenkörper Gedichte vortanzen oder Hände ein klassisches Ballett imitieren? … Dass es sich bei diesem überreizten Spektakel nicht um einen Majorettenmarsch handelt, sondern die Truppe in Wahrheit im Flaggenalphabet das «Manifesto della donna futurista» aus dem Jahr 1912 verbreitet,… Continue Reading „114. Subversive Körper“
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