Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Mit diesem Bändchen liegt nun wieder eine kleine Auswahl vor, mit der man eintauchen kann in die Lyrik der Frühverstorbenen. Auf jeden Fall eine Freude für alle Liebhaber barocker Lyrik. Vielleicht gibt’s ja noch mehr bis zum 400. Geburtstag.* Ganz vergessen ist sie auf… Continue Reading „Sibylla Schwarz die erste*“
Brigitte Struzyk Entgegnung Ich, beispielsweise, komme zu gar nichts. Nichts und Niemand kommen zu mir und viele Kinder, die eignen und auch die fremden. In Worten: wieder nichts geschafft. Da bleibt das Chaos der Dinge einfach erhalten. Der größte Teil dieser Schöpfung wurde nie… Continue Reading „Brigitte Struzyk zum Geburtstag“
Der Lyrikpreis ‚Orphil‘ geht in diesem Jahr an die 1962 in München geborene Schriftstellerin Ulrike Draesner. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird am 9. Juni im Literaturhaus Villa Clementine übergeben. Eine Fachjury, bestehend aus dem Kritiker und Herausgeber Michael Braun, dem… Continue Reading „Lyrikpreis ‚Orphil‘ für Ulrike Draesner, Debütpreis für Rike Scheffler“
In „wolkenformate“ sind die Worte sorgsam gesetzt. Wir sehen das Ergebnis einer Übereinkunft des Dichters Hansen mit seinem Verleger Michael Wagener, der zugleich bildender Künstler ist und Fotografien seiner Serie landskeips zur grafischen Gestaltung des Buches nutzt. Wir werden an den Doppelsinn des Wörter-Setzens… Continue Reading „wolkenformate“
Man muß nicht das Gras wachsen hören, um zu bemerken, daß die Diskurse sich verschieben. „Lügenpresse“ war jahrelang ein Kampfslogan der Neonazis und sickerte in den letzten beiden Jahren in breite Kreise quer zu politischen Linien ein. „Reichsbürger“ kämpften schon gegen die GEZ, als… Continue Reading „Sprachlehre 1: „Wehrt euch!““
Dombrowskis Gedichte sind unterschiedlich lang, kurze Gedichte sind dabei eher die Ausnahme, was von ihrem narrativen Duktus herrührt, der für die außergewöhnliche Variationsbreite der Verse sorgt, die teils die Zeilenlänge sprengen oder sehr lakonisch teils nur aus ein bis zwei Worten bestehen – ganz… Continue Reading „Dombrowskis Gedichte“
Vorbei das ewige Zetern, vorbei der laue Pragmatismus, vorbei das Halbgare und das Harren im Jetzt, das keine Zukunft hat. Mag sein, dass die Politik die zahllosen Krisen der Welt noch immer im visionslosen Modus der Administration abarbeitet. In der zeitgenössischen Lyrik jedenfalls stehen… Continue Reading „Zeichen gen Aufbruch“
Benn und Binding — aber gleich ihnen viele andere — besaßen keine «völkische» Überzeugung, waren keine Nationalisten, Chauvinisten oder Antisemiten und mußten sich nicht dem Rausch und der Vernebelung der «nationalen» Revolution 1933 hingeben und in den Gleichschritt der hysterisch Marschierenden fallen. Nobelpreisträger und gottbegnadete geistige Menschen flogen… Continue Reading „Rücklicht“
1 Jungfrau für den Dichter (Deutsche Dichter und ihre Mädchen) Stets Dein Werner Aus: Literatur und Dichtung im Dritten Reich. Eine Dokumentation von Joseph Wulf. Reinbek: Rowohlt, 1966, S. 177
„Man klagt, daß unsere Poeten nicht ernst genommen werden, vor allem die lyrischen“, stellte Max Frisch 1947 fest. Er fand das ganz in Ordnung – bei „Poeten, die Poesie machen, die hinter ihrem und unserem Bewusstsein zurückbleibt“. Das will sich heute kein Lyriker und… Continue Reading „Man klagt“
Die neue Debatte zur Lyrikkritik im Überblick (wird laufend ergänzt, Hinweise auf Übersehenes willkommen) Konstantin Ames: Schlafbereich der Superlative und Abflughalle – Lyrik von Jetzt 3 und die Poesie in Zeiten von „Babelsprech“, 8.3. Signaturen Christoph Szalay: zu Konstantin Ames‘ Kritik an Lyrik von Jetzt 3 oder… Continue Reading „Debatte“
Eine Buchhandlung, die Indiebooks hätte, die ich nicht schon besitze, gibt es nicht in Greifswald. Immerhin war ich in einer, die einen halben Meter Titel des Freiraumverlags und einen (1) von Reinecke & Voß dastehn hat. Ich lobe das. Von der Homepage der Aktion… Continue Reading „Indiebookday“
Über Jahrzehnte war das Sprechen über Gott in der Gegenwartsliteratur verpönt. Die moderne Dichtung sei für Gottes-Diskurse nicht mehr zuständig, quasi aus der Kirche ausgetreten. Christian Lehnert widerspricht ausdrücklich der Position Gottfried Benns, der Gott als „schlechtes Stilprinzip“ bezeichnete. Der diskrete Metaphysiker Lehnert zeigt… Continue Reading „Der Gott, den es nicht gibt“
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