Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Apropos 20er Jahrgänge: In Jerusalem lebt die Lyrikerin und Künstlerin Eva Avi-Yonah, die 1921 in Wien geboren wurde. In ihrer Wohnung trifft sich einmal im Monat ein Kreis von zwölf Dichtern, fast alle Emigranten aus Deutschland, der Bukowina und Österreich, die einander ihre… Continue Reading „73. Der israelische Lyris-Kreis“
von Enno Stahl I Die westliche Gegenwartsgesellschaft hält sich für restlos geklärt, aber sie ist es nicht. Statt dessen Fragmente: keine soziale oder politische Idee, die einen Zusammenhang herstellte, kein Ethos, keine Aussicht, kein Ziel. Statt dessen wirtschaftliche Stagnation, sozialer Niedergang, Verelendungstendenzen. II Die… Continue Reading „Thesen zur sozial-realistischen Lyrik“
Ein Brief Lieber Dr. Gratz, Elfriede Jelinek, in ihrer Nobelpreis-Rede, hat ein recht preiswertes, ja billiges Verfahren, Sätze zu produzieren. Sie wirft die Assoziations-Maschine an. Selbst Kalauer und dümmliche gedankliche Querverbindungen werden benutzt und ausgenutzt bis an den Rand. Die Maschinistin der Kunsthonig-Schleuder greift vor,… Continue Reading „46. Zu Jelinek /38“
Robert Gernhardt erhält am Montag in Düsseldorf den Heinrich-Heine-Preis. Vielleicht trösten ihn die 25.000 EU über seinen Hader mit der Rechtschreibreform? / Der Standard 11.12.2004*) Mehr: : Neue Ruhr Zeitung 13.11. / Der Standard 14.12.
Acht Zeilen von Beckett entwickeln den Zyklus „Hotel Macondo“, acht Prosagedichte, in denen Klimkes Themen und Motive explodieren: das Eis, das Meer der verlorenen Zeit, die toten Träume, die apokalyptische Schattenlosigkeit, und dazu der imaginierte Aufstand „eines Tages“, der dem Haus Macondo oder Aracataca… Continue Reading „36. Hotel Macondo“
Perlentaucher Arno Widmann räumt einen Gedichtband von Hans Thill vom Nachttisch und stellt das Gedicht „Hälfte des Lebens“ vor. Hans Thill: „Kühle Religionen“. Gedichte. Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2003, 104 Seiten, 17,90 Euro. ISBN 3-88423-212-6.
Der 1987 aus Rumänien in die Bundesrepublik (die heftig darauf bestand, kein Einwanderungsland zu sein) eingewanderte Schriftsteller Richard Wagner berichtet in der NZZ vom 11.12. über seine Erfahrungen: Wenn ich in Rumänien als Deutscher galt und es als Banater Schwabe in meinen eigenen Augen… Continue Reading „35. Richard Wagner, Einwanderer“
Die Entscheidung für Jelinek bedeutete – das erste Mal in der Geschichte des Literaturnobelpreises – eine Entscheidung für das literarische Prinzip der Avantgarde. schreibt Ina Hartwig in der FR vom 10.12. und führt aus: Man konnte also gespannt sein, was die Grande Dame in… Continue Reading „38. Preis für Avantgarde“
„Das soll wirklich keine SCHIKANE sein, aber der STEUERZAHLER kann schließlich nicht für Ihr PRIVATVERGNÜGEN aufkommen! Suchen Sie sich einen JOB und machen Sie Ihre KUNST dann in der FREIZEIT – und alles ist gut…“ [O-Ton-Zitat: Neue Sozialamtangestellte, Brave New Cologne, Sommer 2004] … Continue Reading „26. Hobby-Dichter nach Hartz IV“
Literaten des Künstlernetzes & Freunde werden laut und deutlich… Jeannette Abée (nur für Hartgesottene…) HEL ToussainT (nur für Übergebildete…) Tom de Toys (exakt 10-jähriges Jubiläum der E.S.-Theorie) Miss Tigra (Preview ihres bilingualen Debut-Gedichtbandes „AUGENBLICK“) 17 Uhr im Café „selig“ (Beginn: 17:30h, pünktlich!) Herrfurthplatz… Continue Reading „22. „LiEBE AM NACHMiTTAG – VERD!CHTET IN NEUKÖLLN““
Seit 30 Jahren gibt es die Literaturzeitschrift „orte“ – die älteste in der deutschsprachigen Schweiz. Das St. Galler Tagblatt sprach mit dem „Wirt und Verleger“ Werner Bucher: Auch so genannt hermetische Gedichte finden Platz in «orte». «Das sind jene Gedichte, die man nicht versteht»,… Continue Reading „15. Gedichte, die man nicht versteht“
Zu DDR-Zeiten hatte die Zeitschrift 12.000 Abonnenten. Nach der Wende gab es 3.000 Abos, zuletzt war die Zahl auf knapp 1.000 geschrumpft. Erst Anfang des Jahres hatten die Schwartzkopff Buchwerke Hamburg & Berlin die „neue deutsche literatur“ vom Aufbau- Verlag übernommen. Im Mai kam… Continue Reading „2. Zeitschrift „neue deutsche literatur“ eingestellt“
Gerhard Falkner, Jahrgang 1951, stammt aus Schwabach und lebt jetzt in Weigendorf (Bayern) und Berlin. Bekannt ist er als Lyriker, hat aber auch Dramatik und Essays geschrieben und übersetzt. Außerdem gehörte er zu den Haupt-Juroren des diesjährigen Dresdner Lyrikpreises. Professor Dietger Pforte, Laudator der… Continue Reading „19. Schillerstiftung preist Falkner und Laschen“
Die von Alex Pehlemann begründete ehemalige Fanzine hat sich zu einer Zeitschrift für „Kulturelle Randstandsblicke und Involvierungsmomente“ gemausert, bei der Musik und Literatur inzwischen nahezu gleichstark vorkommen. Mitredakteur ist nunmehr Bert Papenfuß, der auch eines der literarischen Highlights beisteuerte: seine Berlin-Fassung des althochdeutschen Weltuntergangsgedichts… Continue Reading „35. Zonic 13“
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