Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Auszug aus Benjamin Neukirchs ((* 27. März 1665 in Reisen, heute Rydzyna in Schlesien; † 15. August 1729 in Ansbach) gleichnamigem Gedicht Hast du, Lysander, Witz, so folge meinem Rat: Der ist der klügste Mann, der nichts geschrieben hat. Laß einen Kirchenschwan Bär, Schaf und… Continue Reading „Auf unverständige Poeten“
Alfred Gong (geboren 14. August 1920 in Czernowitz, Rumänien als Alfred Liquornik; gestorben 18. Oktober 1981 in New York City) Ragnarök Für Bodo Scheurig Ach, wäre es Traum nur: Das schlafende Blut an der Mauer und dieses Fenster ohne Gesicht. Am Fadenkreuz auf der… Continue Reading „Ragnarök“
Nikolaus Lenau (* 13. August 1802 in Csatád, Königreich Ungarn; † 22. August 1850 in Oberdöbling) Eitel nichts! ’s ist eitel nichts, wohin mein Aug ich hefte! Das Leben ist ein vielbesagtes Wandern, Ein wüstes Jagen ists von dem zum andern, Und unterwegs verlieren… Continue Reading „Nichts“
Sibylla Schwarz (* 14. Februar alten, 24. Februar neuen Stils 1621 in Greifswald; † 31. Juli alten, 10. August neuen Stils 1638 ebenda) Die Greifswalder Bürgermeistertochter Sibylla Schwarz starb heute vor 381 Jahren, 17 Jahre, 6 Monate und 17 Tage alt. In ihrer Heimat… Continue Reading „Anti-SterbLied“
Der „größte Dichter Bayerns“ (er stammt aus dem Elsass). Ein deutscher Odendichter 100 Jahre vor Klopstock. Der deutsche Horaz. Pech für uns: er dichtete auf Latein. Wäre sein Werk in deutscher Sprache möglich gewesen? Hätte wäre wenn. Er heißt Jakob Balde (Johann Jacob Balde,… Continue Reading „Ode auf das Schachspiel“
Horst Samson GEBET Der du bist im Exil, Verschwiegen werde dein Name, dein Wille Vergehe ungeschehen auf Erden wie im Himmel Das tägliche Brot. Dein Reich Verschimmele, wie Dein Körper, deine Wörter sind schnell und schuldig, sie vergeben Nichts wie auch wir dir nie… Continue Reading „Der du bist im Exil“
Von Joachim Ringelnatz (* 7. August 1883 in Wurzen als Hans Gustav Bötticher; † 17. November 1934 in Berlin) Ein kleines Steinchen rollte munter Von einem hohen Berg herunter. Und als es durch den Schnee so rollte, Ward es viel größer als es wollte.… Continue Reading „Der Stein“
Christa Reinig (* 6. August 1926 in Berlin; † 30. September 2008 in München) Aus: PAPANTSCHA VIELERLEI Ob nun das Christentum den Hinduismus oder der Hinduismus das Christentum beeinflußt haben mag, gleichviel, die Übereinstimmung ist oft frappierend: Im Anfang war der Reim. Da gingen… Continue Reading „Papantscha Vielerlei“
Flanzendörfer (* 30. Dezember 1962 in Dresden-Oberpoyritz; † 4. August 1988 in Marienwerder), Aus: Die Gestalt (1987) Aus: flanzendörfer: unmöglich es leben. Berlin: Janus press, 1992, S. 101 Aus der Biografie (Quelle: Frank Lanzendörfer, Versensporn 16. Jena 2014): Im Juni 1985 wird flanzendörfer von… Continue Reading „offener ansatz“
René Schickele (* 4. August 1883 in Oberehnheim im Elsass; † 31. Januar 1940 in Vence, Alpes-Maritimes) Aus: René Schickele: Weiss und rot. Gedichte. Berlin: Cassirer, 1920
Johann Wolfgang Goethe [Aus Lila] Feiger Gedanken Bängliches Schwanken, Weibliches Zagen, Ängstliches Klagen Wendet kein Elend, Macht dich nicht frei. Allen Gewalten Zum Trotz sich erhalten, Nimmer sich beugen, Kräftig sich zeigen — Rufet die Arme Der Götter herbei. (1777) Ich übergebe an Herrn… Continue Reading „Nur mal so“
Ernst Jandl (* 1. August 1925 in Wien; † 9. Juni 2000 ebenda) kommentar dass niemals er schreiben werde seine autobiographie dass ihm sein leben viel zu sehr als dreck erscheine dass auch nur wenige punkte, blutige er noch erinnere dass aber niemals er… Continue Reading „Kommentar“
Felix Philipp Ingold Schwache Gedanken Kommt daher das Wanken Von Worten getragen? Länger zu fragen Verzögert das Ende Verhindert den Sinn. Feisten Gestalten Zum Gruß an sich halten (Schlimmer: sich beugen). Statt auszusteigen Hebt ihr die Hände Lebt weiter so hin … Aus: Felix… Continue Reading „Aus dem Deutschen“
Friedrich Rückert Des Dichters Freude am Gedicht Erst hattest du deine Freude dran; Nun haben sie andre Leute dran: Das ist nun deine Freude dran. Aus: Neuer poetischer Hausschatz. Halle: Hendel, o.J. (ca. 1896), S. 14
Französische Rechtschreibung ist für Anfänger schwierig aber lernbar. Ein geordnetes System von Regeln. Englische? Schwer aber lernbar. Vielleicht sind es auch Regeln, aber es sind so viele, dass ich sie von Ausnahmen kaum unterscheiden kann. Und Hebräisch? Ich lerne noch. Für den Lernenden entstehen… Continue Reading „Tanz des Intellekts zwischen den hebräischen Konsonanten“
Neueste Kommentare