Schlagwort: Franz Schubert

Fremd bin ich / eingezogen fremd

Wilhelm Müller (* 7. Oktober 1794 in Dessau; † 1. Oktober 1827 ebenda) Gute Nacht Fremd bin ich eingezogen, Fremd zieh‘ ich wieder aus. Der Mai war mir gewogen Mit manchem Blumenstrauß. Das Mädchen sprach von Liebe, Die Mutter gar von Eh‘ – Nun… Continue Reading „Fremd bin ich / eingezogen fremd“

Tomášeks Goethelieder

Václav Jan Tomášek wird zum führenden Komponisten in Prag. In Kontakt steht er unter anderem mit Haydn und Beethoven, aber auch mit dem Dichterfürsten Goethe. 1815 beginnt Tomášek damit, Goethes Gedichte zu vertonen. Dass zeitgleich Schubert dasselbe tut, scheinen beide nicht zu wissen. 41… Continue Reading „Tomášeks Goethelieder“

30. Abendröthe

„Abendröthe“ nannte Friedrich Schlegel, der Exponent der sogenannten „Romantischen Schule“ (Heinrich Heine), einen Zyklus von 22 Gedichten. Er schrieb sie in Wien, wo er seit 1809 als Privat-Gelehrter und Dichter lebte. Im Freundeskreis Schuberts las man sich diese Gedichte wechselseitig vor, und der junge… Continue Reading „30. Abendröthe“

58. Winterreise

Der Zyklus dieser „schauerlichen Gedichte“ hat Schubert mehr angegriffen, als dies je bei seinen anderen der Fall war. Aus der bloßgelegten Emotionalität der Gedichte und ihrer durch Schubert sensibel differenzierten wie genialen Vertonung schimmert jene dialektische Lebensauffassung der Romantik durch, die eine Verstärkung des… Continue Reading „58. Winterreise“

31. Was macht Musik mit einem Gedicht?

Herr Eckels, was macht Musik mit einem Gedicht? Prof. Heiner Eckels: Ich versuche es mal mit einem Vergleich: Nehmen Sie ein Lied der Suleika nach dem Gedicht aus Goethes „West-östlichem Divan“. Das Gedicht wurde sowohl von Mendelssohn-Bartholdy als auch von Franz Schubert vertont. Beide… Continue Reading „31. Was macht Musik mit einem Gedicht?“

81. Gedicht mit Musik

Der dänische Sänger Bo Skovhus spricht über Oper und über deutsche Lieder. Die singt er lieber als dänische. Über das Lied sagt er: „Die Leute haben die Gabe des schlichten Zuhörens verloren. Dabei gibt es so viele wunderbare Gedichte, die vertont sind. Ich bin ein… Continue Reading „81. Gedicht mit Musik“

105. Der unterschätzte Müller

Und wieder einmal war es Wilhelm Müller, der ewig Unterschätzte, der eine genuin moderne Problematik auf den Punkt gebracht und deutlich gemacht hat: noch zu Lebzeiten Goethes: der stach im Divan, mit füchsisch ziselierten Gedichten wie Phänomen, durch schiere Spracharbeit schon Quellen an, die in das… Continue Reading „105. Der unterschätzte Müller“

95. Für übermorgen

Einen Matthisson für Musikliebhaber, dessen Lieder von Beethoven und Schubert vertont worden sind. Und einen Dichter für die Freunde einer artistisch-artifiziellen Lyrik: den poetischen Kältekünstler, den Schöpfer phantastisch-halluzinierender Szenerien, die erstmals Traum, Rausch und Artistik ineinander verschränken. Ein Dichter, der das eigene Kunstwollen als… Continue Reading „95. Für übermorgen“

60. Chiffren der Wehmut und Sehnsucht

Über Franz Schuberts Vertonung von Gedichten und Liedern des pommerschen Pfarrers und Dichters Ludwig Gotthard Kosegarten (1758-1818) spricht der Musikwissenschaftler Dr. Peter Tenhaef am Donnerstag, dem 19.2.04, um 20.00 Uhr im Greifswalder Falladahaus, Steinstraße 58/59. Kosegarten, der auch Professor an der Universität Greifswald war,… Continue Reading „60. Chiffren der Wehmut und Sehnsucht“