Lyrikzeitung & Poetry News

24. September 2010

104. Jeghische Tscharenz

Einsortiert unter: Armenien, Armenisch, Rußland — Schlagworte: , — lyrikzeitung @ 11:36

Jeghische Tscharenz (1897-1937) gilt den Armeniern in aller Welt als einer der bedeutendsten Dichter ihres Volkes. Seine Gedichte erscheinen jetzt im Arco Verlag in einer zweisprachigen Ausgabe: in der Originalsprache Ostarmenisch sowie in deutscher Übersetzung.

Konrad Kuhn hat die Werke nachgedichtet und herausgegeben. Erstmals gibt es damit eine deutschsprachige Buchausgabe der Gedichte von Tscharenz. Am 7. November stellen Verleger Haacker und Herausgeber Kuhn den neuen Lyrik-Band bei einer Lesung im Literaturhaus Wuppertal vor. / Meike Nordmeyer, Westdeutsche Zeitung

Jeghische Tscharenz:
Mein Armenien. Gedichte.
Ostarmenisch/deutsch.
Nachgedichtet und hrsg. von Konrad Kuhn.
Deutsche Erstausgabe.
Paperback, 220 Seiten.
ISBN 978-3-938375-31-0
€ 22 / SFr  33

(Hier eine Leseprobe)

Rezension: Berliner Zeitung 9.9.

NB Beim Todesjahr 1937 ist immer Obacht angezeigt, und auch hier berechtigt. Jeghische Tscharenz wurde im Jahr 1937 unter ungeklärten Umständen, wie es manchmal heißt, Opfer des stalinistischen Terrors. Die deutschsprachige Wikipedia weiß: er “war ein armenischer Dichter, der im Zuge des Großen Terrors ums Leben kam. … Am 13. März 1937 wurde Tscharenz hingerichtet. 1954, ein Jahr nach Stalins Tod, wurde er rehabilitiert.” In einer anderen Quelle lese ich: “†29.11.1937″, in noch einer anderen: “starb 1937, verhaftet als Konterrevolutionär, möglicherweise vom Geheimdienst erschossen”.

11. Juni 2010

60. Inseln

Heute im Programm des poesiefestivals berlin:

Gefilde der Unseligen – die Insel als poetische Möglichkeit
Mit Nora Nadjarian und Adrian Grima; Moderation: Ron Winkler

Nora Nadjarian und Adrian Grima, zeitgenössische Lyriker aus Malta und Zypern, loten im Gespräch mit Ron Winkler die poetischen Räume aus, die eine Insel bieten kann als Sehnsuchtsziel vieler Reisender – als Ort der Jungfräulichkeit, aber auch als Insel begrabener Hoffnungen.
17:00 Uhr, Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, Clubraum; Eintritt € 5/3

illa – կղզի- gżira – νησί – ada: Wort-Inseln
Mit George Christodoulides, Zypern; Adrian Grima, Malta; Nora Nadjarian, Zypern; Carles Rebassa, Mallorca; Neşe Yaşin in Zypern; Moderation: Brigitte Oleschinski, Berlin

Fünf Dichter entfalten ein lyrisches Panorama zwischen Katalanisch, der semitischen Sprache Maltesisch, Türkisch, Griechisch, Armenisch und Englisch. Sie verorten ihre Heimat zwischen Massentourismus und Isolationsängsten, zwischen der Insel als Kreuzungspunkt der Kulturen und Religionen und der Insel als Reibungspunkt der Geschichte. Der Abend wird durch das Werk „En plo/Auf See“ des zyprischen Komponisten Marios Ioannou Elia eröffnet.

20:00 Uhr,  Akademie der Künste, Hanseatenweg, Kleines Parkett; Eintritt € 6/4

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