Schlagwort: Michael Krüger

19. Münchner Lyriknächte I bis IV

Gedichte stehen am Anfang der Literatur, als Klage, als Bitte, als Götterbesänftigung. Ihrer Form nach haben sie sich wenig geändert, ihre Inhalte sind variabler geworden. Raoul Schrott, Christoph Meckel, Peter Hamm und Durs Grünbein versuchen gemeinsam herauszufinden, warum das so ist, und eröffnen die… Continue Reading „19. Münchner Lyriknächte I bis IV“

68. Nachlassendes Interesse

Zur Frage, mit welchen Büchern oder Zitaten aus Büchern ein Mann eine Frau beeindruckt, meinte Michael Krüger: „Als ich jung war, habe ich unvergessliche surrealistische Gedichte geschrieben. Ich habe sie generös an die schönsten Frauen verteilt, in der Hoffnung, dass sie sich davon beeindrucken… Continue Reading „68. Nachlassendes Interesse“

4. Die hören nicht auf

Gerade kam, zusammengestellt von Sascha Feuchert und Jürgen Krätzer, Heft 250 heraus. Das Sujet diesmal: Literaturzeitschriften. Man könnte Selbstbespiegelung mutmassen, tatsächlich aber führt der über dreihundert Seiten starke Band auf ein Gelände, das mit passioniertem Engagement sehr viel, mit Narzissmus aber recht wenig zu… Continue Reading „4. Die hören nicht auf“

89. Braucht die Lyrik ein Zentrum?

Florian Kessler in einem streitbaren Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 17.6. (S.12): Gleich am ersten Abend des größten Lyrikfestivals, das es in Europa gibt, hatte der eigentlich eher spröde Dichter Oswald Egger einen Auftritt, wie ihn das Berliner Poesiefestival liebt: Hinter Oswald Egger… Continue Reading „89. Braucht die Lyrik ein Zentrum?“

95. Petrarcapreis für Adonis und Robertson

Der 1930 in Syrien geborene, in Paris lebende Dichter und Essayist Adonis (Pseuonym für Ali Ahmad Said) und der 1955 in Schottland geborene, in London lebende Dichter Robin Robertson erhalten im Juni den Petrarca-Preis. Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert und wird auf die beiden Gewinner aufgeteilt. Adonis,… Continue Reading „95. Petrarcapreis für Adonis und Robertson“

19. Dilemma

Im Zuge der heftigen Debatten um Oskar Pastiors IM-Akte stand von Anfang an die Frage im Raum, ob auch sein literarisches Werk neu bewertet werden müsse. Als Stefan Sienerth vor zweieinhalb Jahren mit seiner Entdeckung an die Öffentlichkeit trat, dass Oskar Pastior von Juni… Continue Reading „19. Dilemma“

12. Gedichte wie Huchel

Er steht in der großen schönen Tradition der metaphernreichen deutschen Naturlyrik von Mörike bis zu ihm. Gehen solche Metaphern in der Lyrik heute auch noch? Es gibt ja zwei Richtungen in der Lyrik, ganz grob gesprochen: Die einen, die mehr das erzählende Gedicht bevorzugen,… Continue Reading „12. Gedichte wie Huchel“

52. Liste

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung und die Stiftung Lyrik Kabinett präsentieren ihre Lyrik-Empfehlungen des Jahres 2012 Eine Jury aus 11 Lyrikerinnen und Lyrikern, Kritikerinnen und Kritikern hat aus den Neuerscheinungen des Jahres 2012 ihre Empfehlungen deutschsprachiger oder ins Deutsche übersetzter Dichtung ausgewählt. Der… Continue Reading „52. Liste“

92. Benders vierzeilige Romane

In den späten Jahren ›erfand‹ sich Bender eine neue lyrische Form: den Vierzeiler. »Vierzeilige Romane« nennt Michael Krüger sie in der Laudatio zum Kölner Kulturpreis 2000 (HB: Ich erzähle, ich erinnere mich ∙ 2001). Dazu befragt, zitiert Bender gerne Czesław Miłosz: »Im Alter sollen Gedichte sich vereinfachen.«… Continue Reading „92. Benders vierzeilige Romane“

21. Er hat recht

„Die Welt sähe ganz anders aus, wenn die Menschen, bevor sie ihren Tag beginnen, ein Gedicht läsen.“ / Michael Krüger im DLR Noch ein Zitat: „(…) sein Instinkt für zukünftige Bestseller und auch Nobelpreisträger ist legendär. Kein deutscher Verlag hat so viele aktuelle Literaturnobelpreisträger… Continue Reading „21. Er hat recht“

6. Total bekloppt

In der Süddeutschen Zeitung vom 23.6. schreibt Felix Stephan über gleich zwei grundlegende Missverständnisse …, von denen die Urheberrechtsdebatte in Deutschland immer noch begleitet wird. Erstens gibt es beim Urheberrecht weder ein ‚Sie‘ noch ein ‚Wir‘, sondern lediglich eine Gesellschaft, die vor dem Hintergrund neuer… Continue Reading „6. Total bekloppt“

100. Lyrikerkitsch (Ein Pirat antwortet dem Dichter)

Mein Freund ist der Michael Krüger. … Er hat sich bitter beklagt, dass ihr seine Bücher ins Netz stellt! [Pause für eine Internetrecherche] Nee, ich find ihn nicht. Da ist nichts von ihm im Netz, ganz bestimmt nicht! Der kann also wieder ruhig schlafen, dein… Continue Reading „100. Lyrikerkitsch (Ein Pirat antwortet dem Dichter)“

99. Uninformiert

In dem gleichen FAZ-Artikel versuchte Krüger seinem griechischen Freund „unsere Debatte um Urheberrechte zu erklären, die ich selbst kaum verstehe“. So seine Erklärung: Hier wird, sagte ich schüchtern, gerade über das Verschwinden des Autors im Netz diskutiert. Eine kleine politische Gruppe, die sich Piraten… Continue Reading „99. Uninformiert“

98. Uninteressiert

Nun haben sich die vereinten Europäer nie sonderlich für die griechische Kultur der Moderne interessiert. Die bedeutenden Dichter – Kavafis, Seferis, Elytis und Ritsos – gibt es in Übersetzungen, aber sie sind bereits Klassiker. Ihre Werke sind in der Diaspora oder im Exil entstanden,… Continue Reading „98. Uninteressiert“

76. Krügers Musik

Ich bin nie in meinem Leben in ein Rock-Konzert gegangen, und auch meine Plattensammlung war und ist geradezu lächerlich. Bob Dylan, Van Morrison, Pete Seeger und einigen anderen Sängern bleibe ich auf eine altmodische Weise treu, sie sind die Fortsetzer des German Lieds. «Blowin‘… Continue Reading „76. Krügers Musik“