92. Benders vierzeilige Romane

In den späten Jahren ›erfand‹ sich Bender eine neue lyrische Form: den Vierzeiler. »Vierzeilige Romane« nennt Michael Krüger sie in der Laudatio zum Kölner Kulturpreis 2000 (HB: Ich erzähle, ich erinnere mich ∙ 2001)Dazu befragt, zitiert Bender gerne Czesław Miłosz: »Im Alter sollen Gedichte sich vereinfachen.« Eine erste schmale Samm­lung erschien 2000 unter dem Titel Nachmittag. Ende September. Danach folgten die umfangreicheren Sammlun­gen Ver­weilen, gehen (2003), Wie es kommen wird (2009) und 2012 Auf meine Art. (…)

Volker Neuhaus (aus dem Brief an Hans Bender vom 17.2.2012): »eine Trouvaille neben der anderen, von dem geistreichen mot trouvé des Duns Scotus überBennBöllDer eine WunschInter­viewTau­benbrunnenTaubenSpatzenHa­senbrot bis zu im Grunde allem […] Sie ›können‹ es wirklich, auf Ihre Art«. »Ja, auf seine Art«, so Dieter Hoffmann, »eine leise, men­schenfreundliche, in der Form so locker wie stimmig. Von wunderba­rer Gelassenheit, keine Spur von Larmoy­anz des Alters, das er aber beim Namen zu nennen nicht scheut.« (Gazzetta di Nittardi ∙ 2012). / Hans Georg Schwark, Matrix 29, digital bei KuNo.

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