Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Eine 17-Jährige hat mit einem Tweet eine Debatte über das Schulsystems [sic] in Deutschland ausgelöst. „Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ’ne Gedichtsanalyse [sic] schreiben. In 4 Sprachen“, schrieb „Naina“ am Samstag auf Twitter.… Continue Reading „50. Shall we have a debate?“
Auch die zweite Ausgabe dieses Literaturmagazins, das ausschließlich auf Text setzt, ist – obwohl bilderlos – optisch äußerst schön geworden. Auch diesmal werden, geschrieben von Studenten des Instituts für Sprachkunst sowie Gästen, mit Prosa, Essay, Drama und Lyrik alle literarischen Genres abgedeckt. Auch Interviews… Continue Reading „41. Jenny“
Auch in Österreich: Künstlerinnen und Künstler arbeiten und leben in sozial und finanziell unsicheren Verhältnissen. Ihr Einkommen liegt weit unter dem Durchschnitt und sie sind stark armutsgefährdet. Sie sind oft gefangen in einem sozialen System, das ihnen nicht die Unterstützung bietet, die sie brauchen,… Continue Reading „13. Prekariat“
Adventsatz 23 Zeichnung von Monika Rinck, http://www.begriffsstudio.de/, zu Sätzen von Hans-Jost Frey und Franz Josef Czernin aus: http://roughbooks.ch/roughbook030/hans-jost_frey_und_franz_josef_czernin/saetze.html
Nicht von dieser Welt scheinen viele Gedanken- und Sprachsprünge in ihrer Prosa, die man vielleicht einmal als «eine neue experimentelle Romanform» bezeichnen wird, wie Mayröcker 1978 in einem Interview sagte. Sie sei im Hinblick auf literarische Traditionen «eingekeilt zwischen den beiden Monstern Dadaismus und… Continue Reading „76. Nicht von Pappe“
Einfach waren ihre Texte ja noch nie. Nach einer sehr kurzen Phase zarter Lyrik schrieb Mayröcker stets, als wolle sie dem Klang, Witz, der Vieldeutigkeit und provokativen Kraft der Worte mit allen Mitteln Raum verschaffen. In ihrem vielleicht bekanntesten Gedicht „Tod durch Musen“ heißt… Continue Reading „70. entfesselte dame“
Das Institut für Sprachkunst und die Universität für angewandte Kunst gratulieren Friederike Mayröcker zum 90. Geburtstag „Proëm auf den Änderungsschneider Aslan Gültekinund hatten einander gesehen ich meinezugeworfen den Blick und die Blicke bodenlosesTerrain, uns angeblickt einen Blick zwei Blicke lang angeblicktim Vorübergehen an seiner Ladentür… Continue Reading „69. Institut für Sprachkunst gratuliert Friederike Mayröcker zum 90. Geburtstag“
Ich bin langsam geworden. Gott sei Dank nicht beim Denken und Schreiben. Ich arbeite jeden Morgen, bis ich spüre, dass ich aufhören muss, weil der Blutdruck auf 200 ist. »Körperruine«, »Monster im Spiegel« – kommt alles in Ihren Texten vor. So nehme ich mich… Continue Reading „66. Kinderseele“
Bei Fixpoetry hat die Mayröckerfeier begonnen, nix wie hin! Ich zitiere 1 Satz aus Theo Breuers Feierbeitrag: Wir frozzeln, wir knabbern, wir schwatzen, und irgendwann geht es um Lieblingsdichter (die Kunst, unbeirrt auf ein bestimmtes Thema zuzusteuern – und zwar ohne Rücksicht auf Verluste –,… Continue Reading „62. Ein Satz“
STANDARD: Ihr Stück „die unverheiratete“ ist zur Gänze in Jamben geschrieben. Das erzeugt eine eigenartige Wirkung beim Lesen. Verraten Sie den Grund? Ewald Palmetshofer: Es gibt zwei. Zum ersten habe ich sehr viel Recherchearbeit aufgewendet. Ich war auf der Suche nach einem Ton, einer… Continue Reading „61. Warum Jamben?“
Schwarze Sneakers, zerschlissene Jeans, ein rotes Baseballcap. Lukas fällt in der Gruppe von Studenten vor dem Unipark Nonntal nicht sonderlich auf. Der 22-Jährige studiert Biologie an der Uni Salzburg, er ist leidenschaftlicher Basketballer. Doch sein wohl größtes Hobby ist Dichten – ja, Dichten. „Mein… Continue Reading „59. Trend Dichten“
Ob Eindrücke aus der Natur, Texte von französischen Autoren wie Ponge oder Derrida, ob Gemälde von Dalí, Miró oder Klimt, die Musik von Bach, Satie oder Dowland – oder die eigenen Träume: Alles inspiriert sie zu ihren Traum-Grenzgängen, die sie in Wortbilder verwandelt. Wie… Continue Reading „48. Zaubersprüche auf der Toilette vergessen“
Aber zurück zu den Dichtern, die der „innersten Alchimie des Wortes“ auf der Spur sind. Eine Portalfigur für die experimentelle Poesie der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist Friederike Mayröcker, die Muse der Avantgarde, die sich selbst gar nicht der experimentellen Poesie zugerechnet wissen… Continue Reading „43. Zeitschriftenschau (2)“
Friederike Mayröcker ist eine wahrhaft große Dichterin. Das Schreiben ist für sie, wie sie in einem Zeitungsgespräch erläutert, ein „total anderer Zustand“: „Es ist fast, wie wenn ich eine Droge nehmen würde. […] Es ist ein magischer Zustand. Ich rede nicht gerne darüber. Ich… Continue Reading „35. Magischer Zustand“
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