Kategorie: Deutsch

25. Das Werk

Angelika Janz: Das Werk! Weh, wer sich selber blüht: Das hat wie dein Sinn für das Falten Gestalten geklungen: geh, wenns dich selber flieht. Hoch das Kinn, das Veralten ist nur dem Verwalten entsprungen! Wie hat das geklungen, als Gewinn, der sich zieht, durchdrungen… Continue Reading „25. Das Werk“

42. Darstellung von Einzelheiten

In der Leipziger Volkszeitung vom 12.6. erinnert sich der Lyriker Heinz Czechowski an seine Zeit am Leipziger Literaturinstitut: 1955 wurde ich von der Arbeitsgemeinschaft junger Autoren zum Studium an das Literaturinstitut empfohlen. Obwohl ich mich mit Gedichten beworben hatte, versteifte ich mich während eines… Continue Reading „42. Darstellung von Einzelheiten“

Aller Anfang ist Zeremonie oder Fragmente, labile Gleichgewichte

Angelika Janz  Aller Anfang ist Zeremonie oder Fragmente, labile Gleichgewichte Inhalt Der Text besteht aus 3 römisch numerierten Absätzen. Die „Zwischenüberschriften“ dieser Inhaltsübersicht sind nicht Bestandtteil des Vortragstextes, wie er im „Wiecker Boten“ 19-21/ 1998 abgedruckt ist, sondern sollen der leichteren Übersicht in der… Continue Reading „Aller Anfang ist Zeremonie oder Fragmente, labile Gleichgewichte“

77. Meraner Lyrikpreis

In einem anderen Fall traute die Jury ihrem Lob für Matthias Göritz nicht, der es als einziger Autor gewagt hatte, aus der mitunter ängstlichen Traditionsergebenheit seiner Kollegen herauszutreten und eine Poetik der Offenheit und des fragmentarischen Subjektivität zu realisieren. Göritz´ Mut, sich wie sein… Continue Reading „77. Meraner Lyrikpreis“

76. Paul Jandls Fazit zu Meran

Mit sehr viel Wohlwollen hat die Jury aus Michael Donhausers Lyrik auch «die Härten der Geschichte» herausgelesen. Wer wie Ulla Hahn ein «Laubtreiben über einen Abstellplatz / mit Kabelrollen, mit Brettern und / Paletten von Ziegeln» gleich für eine Chiffre der Deportation halten will,… Continue Reading „76. Paul Jandls Fazit zu Meran“

21. Was sind Sie eigentlich, Herr Zahl?

Auf den ersten Blick ist diese Geschichte reichlich skurril: Ein Schriftsteller führt einen Kampf gegen die Bürokratie, weil er ohne sein Wissen ausgebürgert wurde. Die Geschichte weist auch rührende Züge auf, denn der Schriftsteller hat Freunde, die sich um ihn kümmern. Allerdings sieht sich… Continue Reading „21. Was sind Sie eigentlich, Herr Zahl?“

69. Ruzickas Celan

Im Frühjahr 1970 hatte Peter Ruzicka sein ¸¸Parsifal-Erlebnis“, das für ihn bald existenzielle Dimensionen annahm. Der junge Komponist begegnete da in Paris dem Dichter Paul Celan, einem 49-jährigen, im Innern zerstörten Menschen, der sich wenige Monate später von einer Seine-Brücke in den Tod stürzte.… Continue Reading „69. Ruzickas Celan“

67. Langweilig?

Die taz vom 24.4.04 findet diese beiden Bücher nicht so schlimm, aber langweilig: Albert Ostermaier: „Solarplexus“. 140 Seiten mit CD, 20,80 Euro; Silke Scheuermann: „Der zärtlichste Punkt im All“. 72 Seiten, 16,90 Euro. Beide bei Suhrkamp, Frankfurt/M. 2004

64. Tatsächlich: Generation Lecker

Nachtrag zu –> 18, 04/04 Das war 2004 Prüfungsthema in Baden-Württemberg Die Analyse des Textes „Generation Lecker. Total lecker – keine Doppelhaushälfte ohne Milchschaumdüse“ von Wolfgang Abel (aus: Badische Zeitung, 19. Oktober 2002) Google beschert mir außerdem u.a. ein Interview mit einem gewissen Daniel… Continue Reading „64. Tatsächlich: Generation Lecker“

61. Dresdens Stadtschreiber

Christoph Wilhelm Aigner, Dresdens neuer Stadtschreiber, mag Städte nicht. „Den Umgang mit Menschen in Städten habe ich wahrscheinlich verlernt“, schreibt er in „Engel der Dichtung“ (2000). Sein Aufenthalt beginnt heute mit einer Antrittslesung. Etwas, was ihm gar nicht liegt. „Der Gedanke an Lesungen schreckt… Continue Reading „61. Dresdens Stadtschreiber“

60. Kirsch ist Philosoph

und hat sich das genaue Arbeiten am Gedicht zur Pflicht gemacht. Wie sein Vorbild Goethe. „Ich halte nichts davon, Emotionen rauszuschreien“, bekannte er. Er gehörte daher zum klassischen Flügel der so genannten sächsischen Dichterschule. Dazu zählten Adolf Endler, Karl Mickel und Volker Braun. /… Continue Reading „60. Kirsch ist Philosoph“

58. Urs Usenbenz

In Antiquariatskatalogen trifft man gelegentlich auf diesen Urs Usenbenz. Mehrfach angeboten werden die von ihm aufgefundenen und herausgegeben ¸¸bukolischen Episteln“ des Melachos. Nicht immer ist den Katalogen zu entnehmen, dass wie der Übersetzer dieser erotischen Gedichte, Aloysius X. Weintraub, auch der altgriechische Lyriker Melachos… Continue Reading „58. Urs Usenbenz“

53. Bastard-Sprachen

Die ägyptische Zeitung Al-Ahram weekly (Nr. 686) spricht mit dem südafrikanischen Dichter Breyten Breytenbach, der in Paris lebt: Of all his epithets — poet, writer, painter and activist — he seems most comfortable with poet. In Africa even the Flies are Happy: Selected Poems… Continue Reading „53. Bastard-Sprachen“

52. Sächsische Mundart

Wann NS-Gauleiter Mutschmann die sächsische Mundart verbieten ließ, wie die Leipziger Mundartdichterin Lene Voigt aus Westfalen grüßen läßt und wie ein nach Siegen ausgewanderter Ex-Leipziger die Fachwelt verblüffte: Leipziger Volkszeitung 16.4.04 Text Lene Voigt: Dr ewiche Schlipfer

51. Kramer in Rostock

„Viel Sexuelles, das die reinen Seelen britischer Jungfrauen in vorgerücktem Alter arg irritierte“, schrieb eine Zeitgenossin. Doch auch seine Einsamkeit fasste Kramer in Verse. „Es blassen schon im Wasserglas nach einem Tag die Nelken. Das Laub des Baums, der aus dem Gras getan ist,… Continue Reading „51. Kramer in Rostock“