Kategorie: Deutsch

2. Elsässischer Autor gestorben

Der elsässische Autor André Weckmann, ein großer Verfechter der Zweisprachigkeit, starb am Sonntag in Straßburg im Alter von 87 Jahren an einer Lungenembolie. Nach einem Sturz in Österreich vergangene Woche lag er in Straßburg im Krankenhaus, aber sein Zustand verschlechterte sich rapide. Er veröffentlichte… Continue Reading „2. Elsässischer Autor gestorben“

1. Reimzeug

Bei aller Liebe zur deutschen Sprache fällt doch unangenehm auf, wie viele unserer Wörter auf der hässlichen Nachsilbe -zeug enden: So sagen wir Werkzeug, Spielzeug, Flugzeug, Schlagzeug, wo etwa das Englische tool, toy, plane und drums verwendet. Allein der Verlust für die Lyrik ist unübersehbar, wenn… Continue Reading „1. Reimzeug“

129. Gefährlich

„Es wird das soziale Klima fördern, wenn Blasphemie wieder gefährlich wird“, stellte er [Mosebach] fest – und bekam wütende Reaktionen. Allerdings erging es dem examinierten Volljuristen wie gelegentlich kirchenkritischen Satirikern, man verstand ihn nicht. Er forderte nicht den Staat auf, Gotteslästerung unbedingt härter zu… Continue Reading „129. Gefährlich“

126. Die Kreativen

Wir, die KREATIVEN, liegen am liebsten mit der EVOLUTION im Bett. Jeden Morgen wachen wir bei IHR auf. Wir lieben SIE und SIE mag uns wohl auch sehr. Wie die Geliebte in Rainer Kirschs „Sonett“ antwortet SIE auf unsere Frage nach IHREM Befinden: „Genug,… Continue Reading „126. Die Kreativen“

124. Palimpsest

Wäre der Mensch das perfekte Instrument zum Dechiffrieren eines Palimpsests, dann würde er vor der Seite sitzen, den Text mit dem Finger abfahren, ihn mit den Lippen Wort für Wort nachbilden und seine Struktur als Hypertext in alle Verkettungen nachvollziehen. So zumindest wurde es… Continue Reading „124. Palimpsest“

122. Mehr Gelassenheit

Selbst wenn ich Technologiekritik gemeinhin hoch schätze, vermag ich weder das Problem noch den Pessimismus Kurt Drawerts nachzuvollziehen. Jedenfalls, solange unsere Kultur noch so etwas wie die Lyrikreihe des Hochroth-Verlags hervorbringt und ich die Option habe, meine Abendlyrik in einem stillen Zimmer vom Papier abzulesen.… Continue Reading „122. Mehr Gelassenheit“

121. Lieder

Kein anderer namhafter Komponist hat sich in den letzten Jahrzehnten so beharrlich auf das Lied eingelassen wie Wolfgang Rihm. Als bürgerliche Kunstform par excellence war gerade das Klavierlied in der Nachkriegsmoderne in eine Krise geraten. Rihm konnte es für sich zurückgewinnen, indem er in… Continue Reading „121. Lieder“

120. Preis für Altmann

Der Literaturpreis 2012 des sächsischen Kunstministeriums geht an den Lyriker Andreas Altmann. Mit seinem Schaffen habe er sich im gesamten deutschsprachigen Raum einen Namen gemacht, begründete das Ministerium am Sonntag in Dresden die Auszeichnung. Die Dichtung des 1963 in Hainichen nordöstlich von Chemnitz geborenen… Continue Reading „120. Preis für Altmann“

119. Gezwitschert, gegeigt und gesungen (2)

aus einem thread : Michael Gratz konkret: in wenigen tagen werd ich ein doppelt großen eReader haben, mit elektronischem stift zum dreinschreiben. dann fängts an ernst zu werden.Freitag um 15:19 · Gefällt mir Michael Gratz es fängt an ernst zu werden / es hört auf… Continue Reading „119. Gezwitschert, gegeigt und gesungen (2)“

118. Vielfalt und Aufklärung

Ohne die Lyrikanthologien von Axel Kutsch wäre das literarische Leben im deutschen Sprachraum deutlich ärmer. Lyrik erreicht seit jeher ihre Leser vorzugsweise über Sammelbände, und immer wieder leisten diese zusätzlich Erweckungsdienste für junge Autorinnen und Autoren, die hier Vorbild und Meister entdecken und hoffentlich… Continue Reading „118. Vielfalt und Aufklärung“

117. Schriftstellerorte

Etliche Dichter und Schriftsteller des 20. Jahrhunderts waren fasziniert von den wald- und wasserreichen Landschaften Brandenburgs und suchten sich dort ihre Refugien – in Dörfern, Kurorten, Villenkolonien. Als Freizeitsitz oder fürs ganze Leben. 16 dieser Autoren stellt Edda Gutsche in ihrem soeben erschienen Buch… Continue Reading „117. Schriftstellerorte“

116. Ordentlich verstehen

Lesen (Nietzsche) Aus: Lyrikwiki  23 [22] Fast bei allen Philosophen ist die Benutzung des Vorgängers und die Bekämpfung desselben nicht streng, und ungerecht. Sie haben nicht gelernt ordentlich zu lesen und zu interpretiren, die Philosophen unterschätzen die Schwierigkeit wirklich zu verstehen, was einer gesagt… Continue Reading „116. Ordentlich verstehen“

114. Nicht polemisch

Die deutschsprachige Lyrik der Gegenwart bietet vor allem in Literaturzeitschriften und im Internet immer wieder einmal Anlaß zu Diskussionen. Dabei geht es großenteils um die Frage, ob sie nicht zu schwierig, verschlüsselt, elitär oder gar unverständlich sei, um eine breitere Leserschaft zu erreichen. Gerade… Continue Reading „114. Nicht polemisch“

113. Gezwitschert, gegeigt und gesungen (1)

aus einem chat (danke pega mund): hm. beim frühmorgendlichen stöbern grade das gesehen: http://prominentenraten.blog.de/2012/07/27/brunopoliks-tweets-website-deutschen-bundestages-14261050/ (ja, weiß nicht, was ich von diesem brunopolik halten soll. er ist mir akut grad ein wenig unangenehm mit dieser deus-ex-machina-wadlbeißer-ich-habe-das-patent-rezept-attitüde.) Brunopoliks Tweets auf der Website des deutschen Bundestages! –… Continue Reading „113. Gezwitschert, gegeigt und gesungen (1)“

111. Lyrikdebut

«Auf Gletscherbetten» friert sich hier jemand «um den Schlaf» und klettert «am Nachtseil» in den Spalt hinunter zur Quelle. Oder die Frühlingssonne scheint auf «wintertrockene Haut» und hinterlässt «ein Flirren von lichtweissen Wänden». Man merkt es gleich, wenn man in dem ersten Gedichtband der… Continue Reading „111. Lyrikdebut“