Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Vergangene Woche hat das Prager Literaturhaus zwei neue Bände mit Werken des berühmten Lyrikers Rainer Maria Rilke vorgestellt. In der tschechischen Ausgabe des Prager Labyrint-Verlags finden sich Gedichte und Prosatexte. Viera Glosiková ist Herausgeberin der zwei neuen Rilke-Bände: „Rilke ist einer der zwei großen… Continue Reading „95. Rilke in Prag“
Die Reihe „Lyrik im ausland“ feiert ihr 25. Jubiläum – aus diesem Anlass haben wir Berliner Autorinnen und Autoren, die bisher bereits bei uns gelesen hatten, eingeladen, heute Abend jeweils einige Gedichte zu lesen, die im Ausland entstanden sind oder auf eine Reise zurückgehen.… Continue Reading „94. Lyrik aus dem Ausland“
leicht und flüchtig gleiten die Hände übers Keyboard – fest greifen sie zu, wenn sie einen vertrauten Menschen umarmen Hansjürgen Bulkowski
Eine entwickelte Wissenskultur kommt spätzeitlich zu Überfluss und verliert die Illusion, das gesamte Erbe verwalten zu können, Anthologien und Sammlungen werden prägende Medien. China anthologisierte enorme Mengen herausragender Gedichte, Alexandria und die spätrömische Antike pflegten die Cento-Literatur: Texte, die aus Fragmenten anderer, klassischer Texte… Continue Reading „90. Epoche der Anthologien“
Philipp Maintz fasst insgesamt zehn Aphorismen aus Ron Winklers Gedichtsammlung vereinzelt Passanten zu größeren Komplexen zusammen, ohne das Aphoristische, das “Raunen in der Wahrnehmung” der literarischen Vorlage zu verleugnen. Hans-Jürgen von Bose hat sich nach In hora mortis zum zweiten Mal mit der Dichtung des vorwiegend als Dramatiker… Continue Reading „89. Ultraschall Berlin“
Den zeitlichen Anfang setzt dabei der Künstler, Werbegrafiker und Dichter Kurt Schwitters mit der Collage «ohne Titel (Pelikanol)». Das 1930 entstandene Bild beglaubigt den Schwitters-Satz: «Typografie kann Kunst sein», und es ist gleichzeitig ein Bekenntnis zur Aufhebung der Gattungsgrenzen. Wenn der Vers-Dadaist Schwitters das… Continue Reading „88. Typografie und Poesie“
Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs verwandelte die Deutschen in ein Volk von Dichtern. Nach einer Schätzung des Literaturkritikers Julius Bab gingen im August 1914 täglich etwa 50 000 Kriegsgedichte in den Redaktionen von Zeitungen und Zeitschriften ein. An der «poetischen Mobilmachung», so Babs Ausdruck,… Continue Reading „87. Kriegspoesie“
Den Glanzpunkt seiner Exegesen setzt Lentz in seinem Versuch einer kritischen Re-Lektüre von Oskar Pastiors Werk, dessen poetische «Kunstmaschinen» lange eine biografische Tragödie verborgen haben. Pastiors Unterzeichnung seiner Verpflichtungserklärung gegenüber der Securitate vom 8. Juni 1961 entziffert sein Interpret nicht nur als biografische, sondern… Continue Reading „86. Re-Lektüre“
Der Berliner Dichter Ron Winkler war ganz früh dabei, als Anfang des 21. Jahrhunderts die junge Lyrik boomte. Jetzt ist sein fünfter Gedichtband erschienen: Prachtvolle Mitternacht versammelt karnevaleske Liebesgedichte, virtuose Sprachkunstwerke und zaghafte Versuche lyrischer Zeitgenossenschaft. Zitat aus der Besprechung von Insa Wilke im… Continue Reading „85. Ins Fragezeichenfeld“
„Sist zappenduster im gedicht, welche sprache es wohl spricht?“ In dieser kleinen Sentenz ist das Drama der modernen Lyrik benannt. Es ist dunkel im Sprachraum des Gedichts, und wir tasten ein wenig hilflos nach orientierenden Lichtpunkten. „Sist zappenduster im gedicht, welche sprache es wohl… Continue Reading „83. Poetische Vagabondagen“
Wolfson bezeichnet sich selbst als »schizophrenen Sprachschüler«. Tief über sich selbst und seinen Schreibtisch gebeugt lernt er Deutsch, Französisch, Hebräisch und Russisch. Er hört ausländische Sender in einem kleinen Transistorradio; er schaut dicke Wörterbücher durch, jederzeit bereit, sich die Finger in die Ohren zu… Continue Reading „79. Tu nicht tréb über èth Hé Zwirn“
Mal zwei Hörspiele aus einer prallen Schatzkiste: Herta Müller: Zeit ist ein spitzer Kreis – 12.01.2014 39 neue, unveröffentlichte Text-Bild-Collagen von Herta Müller bilden das Ausgangsmaterial des Hörstücks. „Ich muss auch da in Kürzestform immer etwas erzählen“, so die Autorin über ihre Collagen: „Der… Continue Reading „77. Füllhorn“
Im Fundus des Fundsachen-Sammlers Michael Augustin finden sich zahlreiche Gedichte, Kurzprosastückchen und Interviewschnipsel mit einschlägigen Selbstauskünften aller Art, von denen diesmal die schönsten und originellsten im Originalton zu hören sein werden. Dass Maler malen, warum sie malen oder dass Komponisten das Komponieren zum Thema… Continue Reading „75. Augustins Fundsachen“
Lyrik-Neuerscheinungen ausgelesen! Rezensionen von Paul-Henri Campbell Der deutsch-amerikanische Lyriker und Übersetzer Paul-Henri Campbell rezensiert im Gedicht-Blog Lyrik-Neuerscheinungen in einem zweiwöchigen Rhythmus. Alle Rezensionen von Paul-Henri Campbell auf dasgedichtblog finden Sie hier. Walle Sayer: »Strohhalm, Stützbalken« von Paul-Henri Campbell »Ein Kolumbus sein, der den Ort entdeckt, in… Continue Reading „74. »Strohhalm, Stützbalken« von Walle Sayer“
Zuß und Ames suchen Streit und begegnen sich in Berlin; in der Art in der ein Freistoßschütze dem Torwart begegnet; wer wer ist, ist egal, weil es wechselt. Es geht um Kollegialität, um Polemik, Poetik, um zwölf coole Arbeiter im Lyrikstandort Berlin, um Unzufriedenheit und… Continue Reading „72. literaturlabor in der Lettrétage: Zuß und Ames suchen Streit / III. Teil“
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