Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
dein Lächeln, liebe Schülerin – dort auf dem Gruppenfoto kurz vor dem Abflug – es bleibt uns erhalten Hansjürgen Bulkowski
Der Dichter Emanuel Geibel schrieb mit „Der Mai ist gekommen“ 1841 eines der berühmtesten deutschen Frühlingslieder, das ein Jahr später von Justus Wilhelm Lyra vertont wurde. (…) Doch nicht nur Geibels „Mai-Lied“ aus dem Jahr 1841 hat überlebt. Die letzten Zeilen seines Gedichts „Deutschlands Beruf“… Continue Reading „Emanuel Geibel (1815-1884)“
Wenn ein Lyriker ganz gegen die Üblichkeiten mit einem großen, publikumswirksamen Buchpreis ausgezeichnet wird und dadurch die Gattung für einen Augenblick in den Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit rückt, erwacht auch die Literaturkritik aus ihrem Tiefschlaf. Als bei der Leipziger Buchmesse Jan Wagner zum kleinen Götterliebling… Continue Reading „Jan Wagner“
Jeder Überragende schickt ein Dutzend Große in die Kälte der Vergessenheit. Ein Celan verdunkelt die Eich, Lehmann, von der Vring, Bobrowski und Lavant. Die wir sonst stets die liberale Vielfalt preisen, anerkennen unbeirrt den Monarchen, den Ersten und Einen, die führende Größe, die die… Continue Reading „Gegen den Kanon“
Vom 9. bis 26. Mai 2015 wird zum 5. Mal das Literaturfestival in Prenzlauer Berg veranstaltet, überwiegend in der Schankwirtschaft Rumbalotte continua, ausnahmsweise in kulturell-gastronomischen Lokalen der Nachbarschaft (BAIZ, Lokal, Luxus, Staatsgalerie Prenzlauer Berg). Die Vorgängerfestivals gingen seit Juni 2013 zweimal jährlich unter wechselnden Namen über die Bühne: Weißensee 2, Friedrichshain 2, Rummelsburg 2 und Heinersdorf 2. Die aktuelle… Continue Reading „Protokollstrecke 1“
Berlin, C[entrum] 2., den 10. Mai [18]99 Sehr geehrter Herr [Johann Sassenbach]! Wir teilen Ihnen ergebenst mit, dass die oben angeführten Bücher, von deren Besprechung die Redaktion absieht, heut an Ihren Verlag zurückgesandt werden. Hochachtungsvoll Expedition der Vossischen Zeitung 1) Holz, Phantasus 2) Martens,… Continue Reading „Zurück zur Moderne“
Verleihung des Karl-Dedecius-Preises 2015 für deutsche und polnische Übersetzer an Katarzyna Leszczyńska und Sven Sellmer Darmstadt/Stuttgart, 27. April 2015 – Die Robert Bosch Stiftung zeichnet 2015 zum siebten Mal herausragende polnische und deutsche Übersetzer aus. Dieses Jahr geht der Karl-Dedecius-Preis an Katarzyna Leszczyńska und Sven Sellmer.… Continue Reading „Karl-Dedecius-Preis“
Aus Anlass seines zweijährigen Bestehens im Juni lobt das Signaturen-Magazin einen kleinen Lyrikpreis in Höhe von 300,- Euro aus und lädt herzlich dazu ein, Beiträge einzureichen: Gesucht werden Gemeinschaftswerke zweier Autor*innen, die sich der Beschreibung eines Gemäldes oder Kunstwerkes widmen. Die Länge und Art… Continue Reading „Wettbewerb: „Maler und Dichter haben seit jeher das Vermögen zu wagen, was immer sie wollen.*“
Der Frankfurter Künstler und Kunstdozent Klaus Schneider zeigt im Jubiläumsjahr der Dreieicher Kunsttage seine Ausstellung „Haiku – wort bild klang“. Schon seit den 1990er Jahren und seit 2010 setzt sich der Künstler sehr intensiv mit der japanischen Lyrik auseinander. (…) In den 1990er Jahren verarbeitete… Continue Reading „Haiku in Blindenschrift“
Das 15. internationale literaturfestival berlin präsentiert vom 09. bis zum 19. September 2015 im Haus der Berliner Festspiele und an weiteren Veranstaltungsorten internationale Literatur der Gegenwart. Die diesjährige Eröffnungsrede hält Javier Marías (Spanien), vielfach ausgezeichneter Autor, Kolumnist und Übersetzer. Ihre Teilnahme kündigten u. a. David Foenkinos (Frankreich), Ha Jin (China), Kazuo… Continue Reading „internationales literaturfestival berlin“
Die Berliner Autorin Monika Rinck wird mit dem Kleist-Preis 2015 ausgezeichnet. Die rbb-Mitarbeiterin sei eine „Meisterin aller Tonlagen“, teilte der Präsident der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft, Günter Blamberger, am Donnerstag in Köln mit. „Rincks Registerreichtum ist so stupend wie ihr Witz. Ihre Texte können alles zugleich sein:… Continue Reading „Kleistpreis für Monika Rinck“
Ein Ort der Stille. Ein Wille, der von diesem Punkt der Erde aufbricht, Weg wird, um sich immer nie zu vollenden. Felix Philipp Ingold
Niemand führt heute mehr bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit einen Vers im Munde, wie es noch meine Großmutter tat. (Marie Luise Knott, siehe hier) Äh, Niemand? Sei gegrüßt, Niemand! ruf ich mir zu.
Ein unfertiges Gedicht von Ernst Jandl: Auch wenn es aus formalen oder thematischen Gründen in keinen seiner Gedichtbände Eingang fand, gibt es doch mehrere Fassungen. Marie Luise Knott schreibt darüber in ihrer Lyrikkolumne Tagtigall.
Wenn man Gedichte maschinell erzeugen kann, dann stellt sich die Frage, ob und wie man auch das andere große Feld des Literaturbetriebs, die Rezension literarischer Texte, automatisieren kann. Die Rezension ist eine der ältesten und immer noch effektivsten Waffen im Arsenal der schriftlich geführten… Continue Reading „Rezensionsautomat“
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