Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Nachdem sein Sohn ein Opfer des Drogenkriegs wurde, hat sich der Poet Javier Sicilia geschworen, keine Gedichte mehr zu schreiben. „El mundo ya no es digno de la palabra“, heißt es in seinem erklärtermaßen letzten Gedicht: „Die Welt ist des Wortes nicht mehr würdig.“ Diese… Continue Reading „20. Gedichte? Erst recht“
Jack Hirschman, der 1933 als Sohn russischer Juden aus der zweiten Einwanderergeneration in der Bronx geboren wurde, ist ein Linker, ein kompromissloser Dichter, der einen Großteil seines Lebens buchstäblich auf der Straße verbracht und im Verlauf seines Lebens mehr als 100 Gedichtbände (z.B. »Endless… Continue Reading „18. Jack Hirschman auf Lesereise“
In seinen zahllosen Gedichten befasste er sich vor allem mit Themen wie der Liebe, der Erotik und der Vergänglichkeit des Lebens. Er galt als einer der Erben des großen chilenischen Dichters Pablo Neruda (1904-1973). Einige seiner Werke wurden auch ins Deutsche übersetzt. Rojas verehrte… Continue Reading „3. Gonzalo Rojas“
Ihr Repertoire umfasst eine faszinierende Mischung aus selbst geschriebenen Liedern (für die sie unter anderem Lyrik von Gertrude Stein, Augusto de Campos und Jacques Prévert vertonte), Stücke von zeitgenössischen brasilianischen Musikern wie Arnaldo Antunes, Pedro Luís oder Péricles Cavalcanti, Klassikern der Música Popular Brasileira… Continue Reading „132. Adriana Calcanhotto singt“
Dichter, Journalisten und Schriftsteller aus Lateinamerika haben sich mit den Opfern und ihren Familien solidarisiert und zu einem Offenen Brief an den mexikanischen Präsidenten eingeladen. Deshalb rufen Juana und Tobias Burghardt zu einer Unterschriftenaktion auf, mit der deutschsprachige Kolleg/innen ihre solidarische Stimme wahrnehmen lassen sollen. E-Mail an tobiasburghardt@gmail.com mit… Continue Reading „121. Unterschriftenaktion für Mexiko“
In gut drei Dutzend mexikanischen Städten haben Tausende Menschen gegen die fortgesetzte Gewalt im Drogenkrieg protestiert. Zu den Demonstrationen unter dem Motto „Für den Frieden – Gegen die Gewalt“ hatte unter anderen der Dichter Javier Sicilia aufgerufen, dessen 24 Jahre alter Sohn Ende März von… Continue Reading „120. Dichter ruft zu Protest in Mexiko auf“
Der chilenische Dichter Gonzalo Rojas starb im Alter von 93 Jahren in Santiago. Rojas erhielt 2003 den Cervantes-Preis. / Libération 26.4. Bei Wikipedia Von 1973 bis 1975 flüchtete er vor dem Pinochet-Regime in die damalige DDR, wo sein Gedicht “Domizil an der Ostsee” entstand.… Continue Reading „113. Gestorben“
Daß diese Farbigen einfach nicht politisch korrekt sein können. „Neger bin ich, Neger bleib ich“, sagt der französische Dichter Aimé Césaire, geboren 1913 auf der zu Frankreich gehörenden Insel Martinique. Er erfand gar ein eigenes Konzept dazu: Négritude. Schwarzsein. Negersein. Das war in den… Continue Reading „46. „Neger bin ich, Neger bleib ich““
„Seine Gedichte und Prosabände haben Generationen von Lesern ein neues Bild des Glaubens gegeben“, sagt Pfarrer Andreas Mertens. … Ernesto Cardenal betrachtet die Menschen nicht nur kritisch, sondern auch voller Hoffnung. In Costa Rica wurde eine eigentlich gewöhnliche Beobachtung der Straße für ihn zu… Continue Reading „152. Liebe und Kapitalismus“
Am 6. April wird der Präsident der Französischen Republik den Dichter und homme politique Aimé Césaire (1913 – 2008) durch eine Gedenktafel im Pantheon ehren. Aimé Césaire stammt aus Martinique und studierte in Paris, wo er eine erste Zeitschrift L’étudiant noir herausgibt, in der… Continue Reading „110. Ehrung für Aimé Césaire im Pantheon“
Die Übersetzer sind also gefordert, wohl auch überfordert – die berühmte «Unübersetzbarkeit», der unweigerliche Verlust von Bedeutungsschichten. Als Beispiel hier nur der Titel des letzten Buchs. «Mundar» ist im Spanischen ein Neologismus, Gelman hat aus el mundo ein Verb gemacht. Solches tut er hier… Continue Reading „3. Übersetzungsschwierigkeiten“
Yara Linss: Für mich ist es so, dass ich gerne in verschiedenen Sprachen singe. Vielleicht hat das damit zu tun, dass ich mit zwei Kulturen aufgewachsen bin. Und da ich halb Brasilianerin bin, sind eben auch portugiesische Lieder dabei. Was natürlich gemein ist uns… Continue Reading „84. In fremden Sprachen singen“
Die isländische Schriftstellerin Steinunn Sigurdardottir erklärt Deutschland zum „Wunderland für Lyrik“: „das einzige Land, wo Lyrik verkaufbar ist“. Michael Braun schreibt über die „dunkleren Traditionen des Leonce-und-Lena-Wettbewerbs“, dazu gehöre „die Ignoranz der Vorjurys, die mit blamabler Beharrlichkeit die interessanten jungen Dichter dieser Jahre einfach… Continue Reading „40. Rückblende März 2001: Zwischen Wunderland und Widerstand“
In Jamaika hatte er das gefunden, was ihn begeisterte: Geschichten von großen und kleinen Gaunern – und er mittendrin. Seinen humorvollen Blick auf diese Welt hat er bis zum Schluss behalten. „In der Bar da unten war vor einiger Zeit der Superintendent dieses Bezirks… Continue Reading „32. Badder“
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