Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
haben jetzt wieder die Stadt Stavenhagen und deren Fritz-Reuter-Literaturmuseum ausgeschrieben. Wer sich um den mit 1250 Euro dotierten Preis bewerben will, muss dazu bis spätestens 10. September Arbeiten einreichen, die seit Januar 2001 erstmals veröffentlicht wurden. Gefordert sind Lyrik oder Prosa in niederdeutscher Sprache,… Continue Reading „Den Fritz-Reuter-Literaturpreis“
Weitgehend ist Rückert ja vergessen, einige Gebildete unter den Mahler-Hörern kennen die Kindertotenlieder,die sind von Rückert, ein halbes Dutzend Stücke, zu Herzen gehend, wunderbar rührend, sehr gute Gedichte auch, es ist leicht und gerecht, sie zu bewundern. Aber vor einigen Jahren hat Wollschläger (einer… Continue Reading „Ver-rückerter Piranesi“
nennt Sabine Franke in der FR vom 15.8.02 die Dichterin Christine Lavant. Christine Lavant: Aufzeichnungen aus einem Irrenhaus. Hrsg. und mit einem Nachwort versehen von Annette Steinsiek und Ursula A. Schneider. Otto Müller Verlag, Salzburg und Wien 2001, 160 Seiten, 15 .
Von Jesse Thor Oh hört: – ein Mensch, wie ihr – zerfallen und im Mark verwest, denk ich noch immer nicht daran, wer meine karge Zeche zahlt. Wenn heute auch der blanke Unfug mein Gedächtnis überstrahlt und stammelnd mir das Vaterunser durch die Backen… Continue Reading „Das sechzehnte und letzte Irrenhaussonett“
Hier, in den ephemeren Dingen einer marginalisierten Schöpfung, in den Koseworten der Kindheit und magischen Sprachformeln, findet Zanzotto La BeltÀ, die „Pracht“ und „Schönheit“, die er zur Textur seiner Dichtung verwebt. Inmitten all der „Kling-Dinge“ und Kose-Laute tastet der Dichter nach einer „intimen Sprache“… Continue Reading „Zanzottos Pracht“
Der Schriftsteller Günter Kunert hat die Zusage zum Nachdruck seiner Gedichte in einem Band der «DDR-Bibliothek» des Leipziger Verlages Faber & Faber zurückgezogen. Er habe «keine Lust, mit Stasi-Spitzeln in einem Band vereinigt zu sein», sagte Kunert dem Hörfunksender MDR Kultur. Nach Angaben des… Continue Reading „Lyrikstreit“
Über den vergessenen Dichter (Pleonasmus!) Joseph Kopf schreibt das St. Galler Tagblatt am 10.8.02: 1945 hat der 16-Jährige seine erste, nie publizierte Sammlung von 48 Gedichten mit der Widmung versehen: «Ein Künstler kann nicht zusehen, wie sein Werk unter den Händen des Pöbels zerbricht.»… Continue Reading „Ein Dichter“
In der 112. Sure, «al-Ichlâs», ist das Einheitsbekenntnis zu einer Formel von grosser sprachlicher Eleganz verdichtet: Qul huwa allâhu ahad / Allâhu samad / lam yalid wa-lam yûlad / wa-lam yakun lahû kufûwan ahad. «Sprich: Gott ist Einer, / Ein ewig reiner, / Hat… Continue Reading „Poesie des Korans“
In der NZZ vom 10.8.02 schreibt Hannelore Schlaffer über die „sperrigen und widerständigen“ Aspekte in Brechts früher und später Lyrik: Nicht das mittlere Tempo der Empfindsamkeit also, wie es der Vortrag traditioneller lyrischer Formen erfordert, macht Brechts Gedichte schön, sondern die schleppende Deklamation der… Continue Reading „Brecht“
Die FAZ erinnert am 10.8.02 an die 1952 hingerichteten jüdischen Intellektuellen in der Sowjetunion. – In der Washington Post bespricht Rafael Campo am 11.8. neue Übersetzungen von Garcia Lorca, Rafael Alberti, Drummond de Andrade und Ketschua-Lyrik. – Alle schreiben über Nikolaus Lenaus 200. Geburtstag… Continue Reading „Nachrichten“
Das Dafürhalten im Ende Wars das? Ich sprach die Worte wie Butterbrot. Unterlegte dem Fett das Ende, umspähtes Reimen, meine Manie. Ists das? Mich verlegte aufs Brett die Wende, geblähtes Aller Anfang ist Zeremonie! Wirds das? Ich verdorrte, bin wach und war tot. Mich… Continue Reading „orten vernähte alphabetien“
wird momentan wacker gearbeitet. – meint Sibylle Birrer in einer Zeitschriftenkritik, NZZ 5.8.02 Zitat (über „Drehpunkt“): War die letzte Nummer erstübersetzten Miniaturen von Henri Michaux (1899-1984) gewidmet, so erinnert die jüngste Ausgabe an die 1984 verstorbene Schweizer Autorin Gertrud Wilker. Eingeleitet werden die grossteils… Continue Reading „Auf der lyrischen Baustelle“
Seine Heimat ist Hasborn, nah bei Wittlich in der Eifel gelegen, wie das sächsische Klipphausen die des anderen Dorflyrikers Wulf Kirsten ist. Aber während Kirsten das alte Dorf mit seinen vergehenden Wörtern für vergangenes Gerät fast wie in einem Krampf des Gedächtnisses bewahren will,… Continue Reading „Strafstoßschießer“
Über eine Lesung der beiden Lyriker Robert Schaus und Frans Budé berichten die Aachener Nachrichten (5.8.02): Schaus und Budé kommen aus Ostbelgien bzw. den Niederlanden. Der 1939 in Nieder-Emmels geborene und bei Malmedy lebende Robert Schaus schreibt in deutscher und französischer Sprache, der 1945… Continue Reading „Schaus und Budé“
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