Kategorie: Europa

75. Sitz, Biene, sitz

Sitz, Biene, sitz: Jetzt kommt der Lorscher Bienensegen! Mit freundlicher Genehmigung des Verfassers aus: Ralph Dutli, DAS LIED VOM HONIG. Eine Kulturgeschichte der Biene. Wallstein Verlag, Göttingen 2012 (Unten Dutlis Übersetzung) Nicht weit von meinem Wohnort Heidelberg befindet sich die im Jahr 764 gegründete Benediktinerabtei Lorsch.… Continue Reading „75. Sitz, Biene, sitz“

73. Vatikan digitalisiert

Eine der bedeutendsten Handschriftensammlungen der Welt lagert in der Bibliotheca Apostolica Vaticana. In den kommenden Jahren wird dafür gesorgt, dass diese Kulturschätze möglichst für immer erhalten bleiben. Alle insgesamt 80.000 Handschriften sollen in den kommenden Jahren digitalisiert werden, dank Nasa-Technologie in einer Qualität, die… Continue Reading „73. Vatikan digitalisiert“

72. Neuer Houellebecq, alter Houellebecq

15 Jahre nach seinem letzten Gedichtband kehrt der vielfach preisgekrönte, aber auch umstrittene französische Autor Michel Houellebecq zur Poesie zurück. Der Band „Configuration du dernier rivage“ (zu deutsch etwa: Gestalt des letzten Ufers) soll laut Verlag am 17. April bei Flammarion erscheinen. Er umfasst… Continue Reading „72. Neuer Houellebecq, alter Houellebecq“

71. Hungertuch für Literatur

Swantje Lichtenstein aus Köln erhält in Anerkennung ihres lyrischen Werks das Hungertuch für Literatur 2013 Diese Lyrikerin ist eine große Wortverdreherin, eine Sprachspielerin am Abgrund des Unaussprechlichen, die das Gesagte und das Ungesagte, das Sagbare wie das Unsagbare jederzeit zu einem Wortwitz machen kann.… Continue Reading „71. Hungertuch für Literatur“

69. Kosmopolitisch

Ernest Farrés Junyent, 1967 in Igualada geboren und in Barcelona und der Welt, insbesondere der Neuen Welt, zu Hause, sieht seine künstlerische Identität wie viele Katalanen heute viel mehr im Kosmopolitismus als im Regionalismus. Und so liegt es nahe, dass er seine Inspiration nicht… Continue Reading „69. Kosmopolitisch“

67. Prüfen und Aufbrechen

Das Gedicht natürlich. Einzelgedicht, Zyklus, Buch, Reihe. Aber manchmal sind es kleinere Einheiten. Das Konzept Haltbare Zeilen verdanke ich einem Gedicht von Rainer Kirsch. „O flaumenleichte Zeit der dunklen Frühe“. „Wer Ohren hat zu sehen der wird schmecken.“ Die Zeile (oder ein Teil davon)… Continue Reading „67. Prüfen und Aufbrechen“

66. Prüfen

Antiquarisch sind ihre kleinen Bändchen heute kaum noch aufzutreiben und die Literaturwissenschaft hat sie ausgeblendet. Einige negative zeitgenössische Urteile, die dann bis heute von der Literaturgeschichtsschreibung immer wieder ungeprüft abgeschrieben wurden, haben sie in Vergessenheit geraten lassen. Dies ist schade – man findet darunter… Continue Reading „66. Prüfen“

65. Poetopie

im schaukelnden Bus hält sich eine Lesende mit beiden Händen an ihrem Buch fest Hansjürgen Bulkowski

64. Und auch Kärnten

Leipzig kann es nicht, Kärnten kann es. Das Land Kärnten und die Stadt Klagenfurt vergeben alle zwei Jahre einen nach dem Schriftsteller Gert Jonke benannten Literaturpreis in Höhe von 15.000 Euro. Dieser wird jeweils abwechselnd in unterschiedlichen Gattungen vergeben. In diesem Jahr ist Dramatik… Continue Reading „64. Und auch Kärnten“

63. Buchmesse 1

60. Ge“türkt“

Einer anonymen Postkarte verdankte die Florentiner Gazzetta della Domenica 1880 eine Meldung, die Aufsehen erregte: Der bekannte junge Dichter Gabriele D’Annunzio, stand darauf, sei vom Pferd gestürzt und im Alter von nur 16 Jahren gestorben. Die Zeitungen berichteten betroffen. Der zu diesem Zeitpunkt mitnichten bekannte Jungspund… Continue Reading „60. Ge“türkt““

58. Buchpreis für Lyrikband???

Für den Preis der Leipziger Buchmesse ist Lyrik an sich nicht vorgesehen. Zu abseitig, nicht vermittel-, nicht zumutbar*. Die Vorjury hat doch einen Weg gefunden und einen Gedichtband in der Kategorie Übersetzung eingeschmuggelt. Und die Jury hat diesem Gedichtband – schlechtes Gewissen? – nun… Continue Reading „58. Buchpreis für Lyrikband???“

57. Überlebensmittel

Manche der aus sechs Nationen stammenden Verfasser haben nur ein Gedicht hinterlassen, andere schrieben drei, vier oder fünf. André Verdet und Yves Boulongne hatten die Texte versteckt und nach Befreiung des Lagers mit nach Frankreich genommen. Schon der Besitz von Schreibmaterial war im KZ Buchenwald strengstens verboten. Gleich nach… Continue Reading „57. Überlebensmittel“

55. Von der lit.cologne

Gedichte aus dem LED-Zeitalter also. Das klingt, nun ja, modern? Hell? Erleuchtend? Ein Beispiel. „Was nicht passt, ist die Zukunft von früher.“ Punkt. Schnell wird klar, vor allem sind die Gedichte von Judith Nika Pfeifer eins: kurz. Und: anders. Wieso die künstlerische Epoche Pfeifers… Continue Reading „55. Von der lit.cologne“

54. Zum Welttag der Poesie

Widerstandsnester gegen den Sprachmüll – zum Welttag der Poesie Poesie ist Sprachkunst in konzentrierter Form. Sie schafft neue Ausdrucksmöglichkeiten und gibt uns Worte, wo die Worte fehlen. Sie dekonstruiert Sprache dort, wo sie missbraucht, banalisiert oder abgenutzt ist, und reinigt sie vom Sprachmüll. Mit… Continue Reading „54. Zum Welttag der Poesie“