Kategorie: Europa

105. Übers Wasser

Immerhin, alle schreiben darüber. Überschriften der Rezensionen zu Sylvia Plath, Übers Wasser, übersetzt Judith Zander: Fasanfreundliche Frau von Schafen verschluckt Erich Klein im FALTER, Ausgabe 5/2014 Sarkophag mit Tigerstreifen Meike Fessmann in Süddeutsche Zeitung 20.01. Führt kein Weg aus dem Kopf heraus Dorothea von Törne… Continue Reading „105. Übers Wasser“

104. Lyrik tötet

Es gibt kleine Verschiebungen: Streit über Literatur eskaliert: Betrunkener Russe mordet für die Poesie Ein Streit zweier betrunkener Männer in Russland über die jeweiligen Vorzüge von Poesie und Prosa hat ein tödliches Ende genommen: Die Diskussion der beiden Männer eskalierte so sehr, dass der… Continue Reading „104. Lyrik tötet“

102. Titanic

Noch einmal Satire: Hochbetagter Günter Grass! Im Fernsehgespräch mit Denis Scheck sprachen Sie u.a. über Ihr schriftstellerisches Selbstverständnis: »Ich habe erlebt, wie Gleichaltrige in diesen letzten Wochen des Krieges dahingemäht wurden, zerfetzt wurden, die alle keine Chance hatten, ihr Leben zu leben. Und das… Continue Reading „102. Titanic“

101. Noch ein Taliban

Es ist gut zu wissen, was es in Wahrheit auf sich hat mit der Internationalen, diesem vermeintlich linken musikalischen Bollwerk gegen alles Nicht-Linke, gegen diese Kapitalisten und Imperialisten. Aufgedeckt hat die brisanten Zusammenhänge Horst Schmitt im schon jetzt legendären Antrag „P6“ für den Europaparteitag… Continue Reading „101. Noch ein Taliban“

100. In Eile

Lyrik hat es schwer in unserer schnelllebigen, hektischen Zeit. Ach wirklich, wie schade… Aber ich muß weiter, keine Zeit.

99. Nach Rom

„Der Lyriker von der Raketenstation Hombroich“ – schreibt die Zeitung und meint Oswald Egger,  „wird als Stipendiat der Villa Massimo in Rom arbeiten.“: Einen wesentlichen Teil seiner Rom-Zeit wird Egger in Ovids „Fasti“ investieren. Der römische Dichter (um 43 v. Chr. bis 17 n.… Continue Reading „99. Nach Rom“

97. Reich und schillernd

Wie jeder ernstzunehmende Gaukler versteht sich auch der Himmelsschraubendreher Günther Kaip aufs Understatement, um im Nu aus wenigen, vergleichsweise schäbigen Requisiten kleine Welten aufs Papier zu zaubern – allesamt im Modellformat, in Spielzeuggröße und -form, bei näherer Betrachtung jedoch kaum weniger reich und schillernd… Continue Reading „97. Reich und schillernd“

96. Dichtung in dürftiger Zeit

Was wäre, wenn Politiker ihre Sitzungen mit einem Gedicht eröffnen würden? Das schlug kürzlich Michael Krüger im Schloss Bellevue vor. Marie Luise Knott nimmt den Faden auf und spinnt ihn weiter: Über den Einfluss William Carlos Williams‘ auf Bankdirektoren, Oskar Pastiors auf eine Redaktionssitzung… Continue Reading „96. Dichtung in dürftiger Zeit“

95. Rilke in Prag

Vergangene Woche hat das Prager Literaturhaus zwei neue Bände mit Werken des berühmten Lyrikers Rainer Maria Rilke vorgestellt. In der tschechischen Ausgabe des Prager Labyrint-Verlags finden sich Gedichte und Prosatexte. Viera Glosiková ist Herausgeberin der zwei neuen Rilke-Bände: „Rilke ist einer der zwei großen… Continue Reading „95. Rilke in Prag“

91. Poetopie

leicht und flüchtig gleiten die Hände übers Keyboard – fest greifen sie zu, wenn sie einen vertrauten Menschen umarmen Hansjürgen Bulkowski

88. Typografie und Poesie

Den zeitlichen Anfang setzt dabei der Künstler, Werbegrafiker und Dichter Kurt Schwitters mit der Collage «ohne Titel (Pelikanol)». Das 1930 entstandene Bild beglaubigt den Schwitters-Satz: «Typografie kann Kunst sein», und es ist gleichzeitig ein Bekenntnis zur Aufhebung der Gattungsgrenzen. Wenn der Vers-Dadaist Schwitters das… Continue Reading „88. Typografie und Poesie“

87. Kriegspoesie

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs verwandelte die Deutschen in ein Volk von Dichtern. Nach einer Schätzung des Literaturkritikers Julius Bab gingen im August 1914 täglich etwa 50 000 Kriegsgedichte in den Redaktionen von Zeitungen und Zeitschriften ein. An der «poetischen Mobilmachung», so Babs Ausdruck,… Continue Reading „87. Kriegspoesie“

86. Re-Lektüre

Den Glanzpunkt seiner Exegesen setzt Lentz in seinem Versuch einer kritischen Re-Lektüre von Oskar Pastiors Werk, dessen poetische «Kunstmaschinen» lange eine biografische Tragödie verborgen haben. Pastiors Unterzeichnung seiner Verpflichtungserklärung gegenüber der Securitate vom 8. Juni 1961 entziffert sein Interpret nicht nur als biografische, sondern… Continue Reading „86. Re-Lektüre“

85. Ins Fragezeichenfeld

Der Berliner Dichter Ron Winkler war ganz früh dabei, als Anfang des 21. Jahrhunderts die junge Lyrik boomte. Jetzt ist sein fünfter Gedichtband erschienen: Prachtvolle Mitternacht versammelt karnevaleske Liebesgedichte, virtuose Sprachkunstwerke und zaghafte Versuche lyrischer Zeitgenossenschaft. Zitat aus der Besprechung von Insa Wilke im… Continue Reading „85. Ins Fragezeichenfeld“

84. Selanna

Sappho (in Umschrift): „Déduke mèn a selánna / kaì Pläïades . mésai dé / núktes, parà d’ érchet’ hora, / égo dè móna kateúdo.“ Max Treu: „Nun ist schon der Mond versunken / und auch die Plejaden. Mitte / der Nacht, und die Zeit… Continue Reading „84. Selanna“