Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Ursprünglich wollte [Gottfried] Blumenstein kleine Theaterszenen über die Bundesligaspiele schreiben. Die Idee zerschlug sich. In der ersten Saison beglückte Blumenstein deshalb den Aufsteiger mit Haikus. In drei Zeilen à fünf, sieben, fünf Silben kommentierte Blumenstein die Lage der Liga. Aus einer 2:3-Heimniederlage gegen 1860… Continue Reading „Fußball-Haikus“
von dem die gesamte zählebige Sparte der Befindlichkeitslyriker zehrte. Vielleicht ist ja der Dichter nichts weiter als eine Aäolsharfe, durch die der Wind streicht? So beendet Dorothea von Törne ( Die Welt 25.5.02) eine Besprechung von Brigitte Oleschinski : Reizstrom in Aspik. DuMont, Köln.… Continue Reading „Adieu, lyrisches Ich,“
In der Frankfurter Anthologie stellt Hans Christoph Buch das Gedicht „Märkischer Konstantin“ von Günter Kunert vor. / FAZ 25.5.02
Universal zu sein, war das Mass eines Gesamtkünstlers, der die Poesie des Gedruckten für das Bild entdeckte und die grafische Form für die Poesie. Aus den am Rande der Ausstellung präsentierten Texten des Schriftstellers Kurt Schwitters leuchtet die Einbildungskraft zwingender Banalität, ein Adel der… Continue Reading „Universaler Witzpoet“
Über eine Begegnung zwischen Dichtung (Grünbein ) und Philosophie (Honneth) in Essen berichtet die FR vom 24.5.02: Denn Grünbein will kein Unterhalter sein, kein bloßer Experte für verbale Dekorationen. Ihm genügt nicht, dass er – wie sein jüngster Gedichtband Erklärte Nacht abermals belegt –… Continue Reading „Dichtung und Philosophie“
Gernhardt: … Meine deutschen Lieblingsschlager sind: „Marmor, Stein und Eisen bricht“ von Drafi Deutscher und „Hier ist ein Mensch“ von Peter Alexander. SZ: Was halten Sie denn eingedenk dieser großen Tradition davon, dass der deutsche Beitrag zum gesamteuropäischen Schlagerfestival auf Englisch gesungen wird? Gernhardt:… Continue Reading „Marble, Stone and Steel vomits“
In der „Freitag“-Textgalerie stellt Michael Braun ein Gedicht von Kurt Drawert vor. / Freitag 22/2002
„Dann pisste Gott mir in die schwarzen Venen ! ! ! / ich konnte mich nicht mal nach Christus sehnen, / der selber wie ein Irrenhäusler lachte.“ und urteilt: Doch soll keineswegs der Eindruck entstehen, der Verfasser dieser steilen Gedichte sei unbegabt gewesen, im… Continue Reading „Michael Buselmeier zitiert den Poeten Kinski“
Auch die «Ballade von der Loreley» vertonte Reichel auf typische Art mit festem Rhythmus und warmer Melodie: «Es ist im Ausland das mit Abstand bekannteste deutsche Volkslied.» Als «Bauchmensch» nahm er nur Gedichte in die engere Wahl, die ihn emotional berühren. «Wenn ich sie… Continue Reading „Achim Reichels Balladen & Mythen“
Der erste Preis (7750 Euro) wurde ohne Not geteilt. Denn neben Tellkamp ragte weit aus dem Feld der Mitbewerber der bereits wohlreputierte Lyriker Oswald Egger heraus. Ein ganzes Blumen- und Pflanzenuniversum erschafft Egger neu, indem er eine überaus suggestive Privatsprache kreiert, die immer um… Continue Reading „Meraner Lyrikpreis geteilt“
Neues über die SS- und NS-Vergangenheit des Piper-Verlagsleiters Hans Rössner (der Hannah Arendt und die Mitscherlichs betreute): 1937 attackierte er in einer mit «ausgezeichnet» bewerteten Dissertation die «geistige Verjudung» des George-Kreises, wobei Stefan Georges dichterischer Rang unangetastet bleiben sollte. … [Sprung:] Und als Ingeborg… Continue Reading „Hans Rössner“
In der Frankfurter Anthologie stellt Tilman Spreckelsen ein Gedicht von Hans Sahl vor (FAZ 18.5.02) – In der NZZ schreibt Matthias Wegner zum 100. Geburtstag von Hans Sahl, und in der FR gratuliert Momme Brodersen (18.5.) / s.a. Dresdner Neueste Nachrichten 18.5.02
In der „Süddeutschen erfahren wir, wie die Leipziger Literaturzeitschrift „edit“ auf den ihr zuerteilten Hermann-Hesse -Förderpreis für Literaturzeitschriften reagiert: mit „Hesse-Häme“ – Außerdem bespricht Gustav Seibt den Briefwechsel Benn -. Claes / SZ 15.5.02
Schon wieder eine Bechermeldung, diesmal aus der FAZ-Anthologie, wo Wolfgang Werth dessen Gedicht „Riemenschneider“ feiert. /FAZ 11.5.02
Der Georg-Büchner-Preis für Wolfgang Hilbig : Geht das? fragt Evelyn Finger ( Die Zeit 8.5.02) u. gibt Antwort: Er ist auch im Westen keiner [kein positiver Held] geworden, da soll uns seine Erfolgsgeschichte (vom Malocher zum mehrfachen Literaturpreisträger) nicht täuschen. Der eigentliche Sinn, einen… Continue Reading „Geht das?“
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