Schlagwort: Mark Siemons

Lyrik wäscht sich nicht

Das neue Heft der in Prenzlauer Berg herausgegebenen Zeitschrift „Abwärts!“ nimmt die lockere Scheck-Bemerkung* zum Anlass für einen Generalangriff auf diese Kultur und wählt dafür das Leitmotiv: „Lyrik wäscht sich nicht“. Freunde und Mitarbeiter der Zeitschrift waren gebeten worden, zu der Frage Stellung zu nehmen, wie hygienisch Dichter und Gedichte sein sollen. Das beigefügte Postscriptum… Continue Reading „Lyrik wäscht sich nicht“

48. Wanderarbeiter-Lyrik

In China spricht man wieder vermehrt von Fließbandarbeitern, die Gedichte schreiben – mit einem traurigen Hintergrund. Am 30. September brachte sich bei Foxconn, der Firma, die unter anderem Apple-Geräte zusammensetzt, der 24 Jahre alte Arbeiter Xu Lizhi um, der seit Jahren als Lyriker hervorgetreten… Continue Reading „48. Wanderarbeiter-Lyrik“

58. Junge Dichter

Nicht alle chinesischen Kinder wollen bei Klavier- und Pisa-Wettbewerben auftrumpfen. Es gibt auch solche, die sich lieber in die Gefühle eines ausrangierten Blindenhundes hineinversetzen: „Sein Blick fiel auf einen Spiegel, / Dort sah er einen Hund, / Der genauso aussah wie er selbst, /… Continue Reading „58. Junge Dichter“

Gert Neumann 60

Der erste Text von Gert Neumann , den ich las, war ein Gedicht (in der von Bernd Jentzsch herausgegebenen Anthologie „auswahl 68“). Brücke genug, um den ansonsten fast nur mit Prosa hervorgetretenen Autor hier einzurücken. Zum runden Geburtstag brachte die FAZ (2.7.) eine Gratulation… Continue Reading „Gert Neumann 60“

Huangshan

Die FAZ entdeckt (und apotheosiert) für uns den Dichter-Vorsitzenden Jiang Zemin : Mehr Aufsehen erregten die „Beiläufigen Gedanken beim Besteigen des Huangshan“, die die Parteizeitung „Renmin Ribao“ auf ihrer Titelseite druckte. Es handelt sich um einen einfachen Vierzeiler in klassischem Chinesisch, das durch eine… Continue Reading „Huangshan“