Kategorie: Deutschland

3. Gedicht-Körper

Nicht umsonst nennt Seel ihren Verlag ein „labor für poesie als lebensform“. Ein Labor, in dem sie nun, erstmals, sich selbst zu Wort meldet. „ich kann diese stelle nicht wiederfinden“: Spricht man Seel auf eine Passage daraus an, gerät sie tatsächlich ins Suchen, als… Continue Reading „3. Gedicht-Körper“

2. Erst den Menschen in die Schönheit einführn…

Hier gibts eine Aufnahme der Lesung von Elke Erb, Christian Filips und Bo Wiget im Rahmen von Prosanova (für alle, die nicht dabei waren, in Hildesheim oder Frankfurt, und sich selbst einen Eindruck machen wollen: es gibt Leute, die können was) Haushaltsfragen

134. Lyrikpreis München 2011

Am 27. Mai 2011 benannte die Abendjury drei Kandidatinnen für das Finale des Lyrikpreises München Marie T. Martin, Köln Sandra Trojan, Leipzig Janin Wölke, Berlin Die Juroren am 27. Mai 2011: Eva-Elisabeth Fischer, Redakteurin SZ Prof. Rolf Grimminger, Germanist Dr. Ludwig Steinherr, Lyriker, Lehrbeauftragter… Continue Reading „134. Lyrikpreis München 2011“

133. Experiment und Existenz

Hier seien „alle wichtigen Stimmen des lyrischen Experiments in der Gegenwartsliteratur“ versammelt, renommierte das Frankfurter Lyrikfestival. Es waren ja tatsächlich sehr schätzenswerte Autoren vertreten, aber „alle“? Das verbuche ich unter „Westdeutsch for you“, Abteilung „Alles über…“: wonach die nächstbeste Zeitschrift 15 Seiten mit großformatigen… Continue Reading „133. Experiment und Existenz“

132. Sein erstes Gedicht. Guntram Vesper zum 70.

Geboren am 28. Mai 1941 in Frohburg in Sachsen, wuchs Vesper in die politischen Verwerfungen der frühen DDR hinein. Einen in krakeliger Schrift geschriebenen Kalendereintrag vom 17. Juni 1953 bezeichnete er später als sein ‚erstes Gedicht‘, ‚Sätze, deren Anfang und Ende ich suchen musste‘:… Continue Reading „132. Sein erstes Gedicht. Guntram Vesper zum 70.“

131. Hölderlins Hauptwort

In Uwe Kolbes Essayband auch ein … Brief an eine Eberswalder Schülergruppe, die sein Gedicht ‚Der Glückliche‘ gelesen hat und fragt, was es mit dem in Vers 10 erwähnten ‚Hauptwort Hölderlins‘ auf sich habe. Der Dichter antwortet: Es ist ‚das kleine Wort ,Aber“. Er… Continue Reading „131. Hölderlins Hauptwort“

126. Neue Lyrik 1962-1965

Goethe schrieb eine Rezension der Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“, in der er zu den über 200 Gedichten des Bandes „das unterhaltende Geschäft [übernahm], sie alle der Reihe nach, so wie es uns der Augenblick eingibt, zu charakterisieren“. Da heißt es „Lieblich konfus und deshalb Phantasie… Continue Reading „126. Neue Lyrik 1962-1965“

123. Dichten für Kinder

Lyrik ist ein Schwerpunkt der Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken, zu der Autoren wie Arne Rautenberg anreisen – Poet, Bildkünstler, Journalist und Lehrbeauftragter an der Kieler Muthesius-Kunsthochschule. Sein Buch „der wind lässt tausend hütchen fliegen“  evoziert ungewöhnliche Bilder, die die Lust am Wort… Continue Reading „123. Dichten für Kinder“

120. Wörterrennen

Was eine Stampede ist, kann man in vielen Westernfilmen sehen: Eine Rinder- oder Büffelherde gerät in Panik und stiebt in wilder Flucht davon. Der munterste Teil des Bandes, listig mit „fuchsia“ (die Füchsin, die Fuchsie) überschrieben, bietet urbane Stampede-Gedichte. Ein fulminantes Wörterrennen hebt da… Continue Reading „120. Wörterrennen“

119. Schwester Scham und Bruder Duden in Frankfurt

„[…] akte. dichtungsverhalten okay – performancegestalten mit leichtem schwanken. schwester scham und bruder duden. vieles krankt. die begriffe „begriff“ und „deckung“ decken sich nicht. „deutung“ begreift sich selbst zuletzt. ist immer ein akt. die husserl ist im haus. akt an sich und drückliche bedeutung.… Continue Reading „119. Schwester Scham und Bruder Duden in Frankfurt“

118. Lyriker Kretschmann

Die CDU fragt, Gregor Koall antwortet. Prompt! Seine Lyrikmail von gestern nacht um 4:43 brachte dies: Lyrikmail Nr. 2436  27.05.2011 Hoffnung in Zukunft    „Wenn wird die echte Weisheit einst geboren?“ Die erste Stunde nach dem letzten Thoren! Karl Friedrich Kretschmann (1738-1809) * der… Continue Reading „118. Lyriker Kretschmann“

117. Der Raubbau

Günther ist einer, der hinschaut, wenn es ihm weh tut. Er sieht die Glückssucher beider Geschlechter. Und wenn sie das Glück gefunden haben, sind es zumeist die Männer, die es nicht lange aushalten. Das Personal in Günthers Gedichten führt ein beschädigtes Leben, beschädigt von… Continue Reading „117. Der Raubbau“

115. Schlochig

Die „Welt“ teilte vorige Woche mit, daß sie mit „Bob“ per Du ist (dem Musiker, der 70 wurde). In dem Bund wolln wir nicht der Dritte sein. Heute läßt sie wissen, daß sie nicht in Frankfurt dabei war, beim Lyrikfestival. Kam erst gestern abend… Continue Reading „115. Schlochig“

113. Lyrische Provinz

Es sei zu befürchten, dass Baden-Württemberg durch den grün-roten Politikstil ‚vom Global Player zur Provinzregion wird‘. Sagen die Politiker einer Partei, die das Ländle nicht mehr regieren darf. Irgendwie muß es mit Lyrik zu tun haben. Haben die einen Lyriker gewählt? Für mich sieht er nicht… Continue Reading „113. Lyrische Provinz“

111. Keine Fehlleistung

Warum aber liest kaum noch jemand Gedichte? Sind sie, weil jeder Werbespruch mittlerweile Poesie und selbst das Wort „Viagra“ eine lyrische Äußerung ist, wie Schrott behauptete, überflüssig geworden? Scobel erklärte das Phänomen zweigleisig: Erstens sei die Sprache der Wissenschaft mächtiger, weil ökonomisch verwertbar. Zweitens… Continue Reading „111. Keine Fehlleistung“