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Es geht mir weit mehr um die Schulung des eigenen Denken als um die korrekte Wiedergabe historischer Zusammenhänge. Das ist natürlich immer wieder unredlich. Ein bedenkenswerter Punkt bleibt jedoch jederzeit, dass Intention und Wirkung bisweilen auseinanderklaffen können. Ob nun Stolterfoht mit seinen „fachsprachen“ geben Celans Dichtungskonzeption angeschrieben hat oder nicht, ändert wenig an möglichen Verwandtschaften contre coeur. So können zwei Autor:innen letztlich aus entgegengesetzten Richtungen kommend beim selben landen.
vieles ist verboten
ein kleines geräusch in der straße möchte leben
auf den fenstersimsen stehen geranien
die autos möchten schön sein
liebst du mich noch
Ihr lebt, weil ihr geboren wurdet,
In eurer Zeit, ganz ohne Sinn.
Denn eure Spezies ist am Ende,
und euer Dasein ohnehin.
Als ich mitkriegte, dass ich kein Ge-
dicht mehr hinkriegte, kriegte ich Angst.
Und immer träum ich doch im Tanzen, tanz in Träumen,
Und blüh im Raume – und verwelk in Räumen.
Meine Augen sind ein Sehn und ein Versehn,
Meine Haare sind ein Wehn und ein Verwehn.
bewegt sich einzelnes
ruht alles
alles ruht
einzelnes bewegt sich
und dann denke ich an all das unerledigte
um mir einen plan zu machen
und dann schreibe ich wieder auf
was ich heute unbedingt kaufen muss
es kommt der Tag, die Zeit ohne Angst,
schon ist der Fallwind im Tal,
von den Bäumen fällt die Last,
der Schnee.
Wozu also die Mühe, und sich erlesen, was im Zweifelsfall von Wasserwerfern, Gummigeschossen, Tränengas etc. berichtigt wird.
Verworrene Träume schnellten
Durch meinen Schlaf, vergällten
Mir also diesen Schlaf.
worüber…
muss eine dichterin schreiben damit
es die herzen der leser derart berührt
dass sie sich alle sofort und für immer
umarmen wollen
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