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Veröffentlicht am 29. Juni 2026 von lyrikzeitung
117 Wörter, 1 Minute Lesedauer.
Emily Artmann
Fuji
nie gesehen
schon gar nicht
erfasst
erhebst du dich
über träume
wirr oder unwirr
du bist die
gerade aufsicht
auf langes stehn
eine wiederholt
aufgegangene sonne
ein wiederholt
scheinender mond
der bedichtet
deine kontur geschärft
von generation
zu generation
Zum Gedenken an die viel zu früh verstorbene Emily Artmann
Aus: manuskripte 252 / 2026, S. 82
EMILY ARTMANN (1975-2026), Diplom an der Filmakademie in Wien. Filmschnitt von zahlreichen Dokumentarfilmen und eigene Filme, u. a. der wackel-atlas – sammeln und jagen mit H. C. Artmann, gemeinsam mit Katharina Copony. Bei Edition Thanhäuser erschienen zwei Gedichtbände, in einem mantel aus fischhaut (2021) und arboretum (2026).

Kategorie: Österreich, DeutschSchlagworte: arboretum, österreichische Lyrik, Edition Thanhäuser, Emily Artmann, Erinnerung, Filmemacherin, Fuji, Gegenwartslyrik, in einem mantel aus fischhaut, Japan, manuskripte, Mount Fuji, Naturlyrik, poetische Verdichtung, Wahrnehmung
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