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Veröffentlicht am 7. Juli 2026 von lyrikzeitung
170 Wörter, 1 Minute Lesedauer.
Heute eine Erinnerung an die 1980er Jahre (Abt. Ost). Der Autor Peter Brasch ist der Sohn des Kulturfunktionärs Horst Brasch und der Bruder des berühmten, schon in der Bundesrepublik lebenden Thomas Brasch.
Status quo
Nach Hölderlin und W. Müller
Die junge Haut die verdirbt
im Schimmel der stählernen Sonnen
in Niemandes Land.
das alte Lied das stirbt
im Taumel der blauen Kolonnen
an Niemandes Strand.
Die alte Fahne die klirrt
im Wind an gefrorenen Masten
am neuen Bahnhof irrt
der Mann mit dem Leierkasten
Aus: Peter Brasch, Rückblenden am Morgen. Stücke Gedichte Prosa. (Reihe: Außer der Reihe). Hrsg. Gerhard Wolf. Berlin und Weimar: Aufbau, 1991, S. 132
Biografie auf dem Rückumschlag:
Peter Brasch, geboren 1955 in Cottbus. 1974 Abitur in Karl-Marx-Stadt, bis 1976 Germanistik-Studium in Leipzig, Tätigkeiten u. a. als Packer Buchhändler, Kellner, Transportarbeiter. 1978 Regieassistent beim Rundfunk, 1980 freiberuflicher Autor, Regieversuche in Anklam und am Deutschen Theater, bei Platte und Rundfunk, 1986 bis 1989 Dramaturg und Regisseur beim Rundfunk. Seit 1989 wieder freiberuflich.
Peter Brasch starb 2001 in Berlin.
Kategorie: DDR, Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Außer der Reihe (Aufbau), Aufbau-Verlag, Friedrich Hölderlin, Gegenwartslyrik, Horst Brasch, Peter Brasch, Politische Lyrik, Status quo, Thomas Brasch, Wilhelm Müller
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