Kategorie: Europa

Lesen und Schreiben

Angelika Janz schreibt bei KuNo über Lesungen und andere Aktionsformen, Zitat: Im kalten Februar 1979 begab ich mich frühmorgens, ausgerüstet mit einer Tüte Kreide, in die Essener Innenstadt und beschrieb auf Knien– die Texte langsam mitsprechend- die Fußgängerzone ab der Bahnhofsrolltreppe bis weit hinter… Continue Reading „Lesen und Schreiben“

Leerer Koffer

Eine Freundin von mir, eine russische Dichterin, später ermordet von unreinen Mächten (die es in Russland immer gibt), traf einmal in Bayern ein, und als sie vor mir ihren Koffer öffnete, waren, trostlos hin und her schlackernd, zwei, drei Bücher und ein paar Schuhe… Continue Reading „Leerer Koffer“

Herr J. kommentiert

die Verleihung des Buchmessepreises an einen Lyriker:   HerrJ… gestern 12:48 Uhr da kommt was auf uns zu wie grausam, nun sind all die langweiligen Dichter bestätigt und es geht so weiter. Nichtssagendes plätschert umher und hinterläßt nichts, aber seis drum, immerhin mal ein Dichter Liebe… Continue Reading „Herr J. kommentiert“

Christoph Meckels „Ausgabe letzter Hand“

(…) Er war und ist einer der großen Dichter der deutschen Nachkriegsliteratur. So jedenfalls nennt ihn, den Berliner, der sich immer wieder in sein Dorf Rémuzat im Département Drôme im Südosten Frankreichs zurückgezogen hat, der Herausgeber einer jetzt erschienenen opulenten Gesamtausgabe der Meckelschen Gedichte.… Continue Reading „Christoph Meckels „Ausgabe letzter Hand““

Messestatistik

 3000 Mitwirkende bei „Leipzig liest“ in 3200 Veranstaltungen an 410  Orten 2.263 Aussteller 2014 waren 237.000 Besucher da, davon 175.000 auf dem Messegelände Gastland Israel hat 8 Millionen Einwohner, Deutschland über 80 Millionen. In Israel gab es 2013 7863 Erstauflagen, in Deutschland mehr als… Continue Reading „Messestatistik“

„Ausgeufertes Rezensionstagebuch“

Ann Cotten rezensiert bei lyrikkritik.de die Bände der Poeticon-Reihe von J.Frank.  L&Poe präsentiert weitgehend dekontextualisierte süße und bittere Mandeln aus dem langen, funkelnden und üblich-scharfen Text. GROSZBUCHSTABEN Ein ausgeufertes Rezensionstagebuch über die Reihe „Poeticon“ im J. Frank Verlag. Wie arrogante Sprüche auf Jutesäckchen: Großes… Continue Reading „„Ausgeufertes Rezensionstagebuch““

Presseecho

Eigentlich ist Lyrik für unsere Gegenwart die Literaturform schlechthin. Doch die Gedichtbände fristen immer noch ein Nischendasein. Kann die Leipziger Buchmesse, für deren Literaturpreis erstmals ein Lyriker nominiert ist, daran etwas ändern? 12.03.2015, von FELICITAS VON LOVENBERG, FAZ Das Hamburger Abendblatt interviewte Jan Wagner („Mit dem… Continue Reading „Presseecho“

Sieg für das Gedicht

Man müsste jetzt eigentlich von einer Überraschung sprechen: Der Lyriker Jan Wagner gewinnt den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik für seinen Gedichtband „Regentonnenvariationen“ . Ein Novum in der inzwischen elfjährigen Geschichte dieses Preises. Doch eine gewisse Verblüffung hatte es vorher schon… Continue Reading „Sieg für das Gedicht“

Preis der Leipziger Buchmesse für Lyrikband

Die Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse 2015: Jan Wagner, Philipp Ther und Mirjam Pressler – Die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse unter der Leitung von Hubert Winkels hat entschieden: Jan Wagner, Philipp Ther und Mirjam Pressler lauten die Preisträger 2015 in den… Continue Reading „Preis der Leipziger Buchmesse für Lyrikband“

Die Nachteile des Erfolgs

(…) „Da hat es innerhalb der Lyrikszene schon ein bisschen Diskussion drüber gegeben“, fasst Seel die Reaktionen auf Wagners Nominierung betont nüchtern zusammen. Kern der Diskussion: Wenn Lyrik ausnahmsweise einmal wahrgenommen werde, wieso dann ausgerechnet ein so konventioneller Autor wie Jan Wagner? Inwiefern Wagner… Continue Reading „Die Nachteile des Erfolgs“

Karl Krolow: Alltägliche Gedichte (1968)

Karl Krolow wurde heute vor hundert Jahren, am 11. März 1915, geboren. An seine „ästhetische Botschaft“, die er uns in seinen Alltäglichen Gedichten hinterließ, erinnert Alexandru Bulucz auf Faustkultur. Zitat: Die erste Zeile der Alltäglichen Gedichte lautet: „Zeit: etwas“. Die Einsicht, dass die Zeit nicht nichts ist,… Continue Reading „Karl Krolow: Alltägliche Gedichte (1968)“

Lust auf Lyrik

Denis Scheck im Gespräch mit dem MDR: Sie sagten uns mal, hin und wieder seien Sie die schablonenhafte Sprache der Medien so leid, dass Sie eine unbändige Lust auf Lyrik überkomme: So wie Bären sich nach dem Aufwachen aus dem Winterschlaf auf Bärlauch stürzten,… Continue Reading „Lust auf Lyrik“

Mit Lyrik eine Botschaft formulieren

UNESCO-Welttag der Poesie feiert Kulturgut Sprache Zum Welttag der Poesie am 21. März erinnert die Deutsche UNESCO-Kommission an die Bedeutung und Vielfalt des Kulturguts Sprache. Der von der UNESCO ins Leben gerufene Tag soll Verlage und Medien ermutigen, poetische Werke besonders von jungen Dichtern… Continue Reading „Mit Lyrik eine Botschaft formulieren“

Neu bei Engeler

Elke Erb: Sonnenklar. Die neue Sammlung von Texten umfasst zum einen die Jahre 2013 und 2014, andererseits „geholte“ Texte von 1968 bis 2012 sowie Reiseaufzeichnungen: „Durchgehendes Bildmotiv die Zweibeiner-Mädchen, Mantelrand unterm Hintern. Noch 12 Minuten Fahrt. Bln-Adlershof, nun schon „unsere Menschen draußen im Lande“ (Funktionärsfloskel). Unendlicher Schrebergarten,… Continue Reading „Neu bei Engeler“

Jean Krier

Als Luxemburger ist er von Geburt (1949) an zweisprachig. So fließen in seine auf Deutsch geschriebenen Gedichte immer wieder kleine, im Dienste des Rhythmus und des Esprit des Verses stehende französische Satzfetzen ein. Zu Kriers Lyrik gehört seine doppelte Muttersprache. In ihr kann er alle Schmerzen… Continue Reading „Jean Krier“