Kategorie: Deutschland

Pascal

Heute kein Dichter, aber ein großer Denker. Blaise Pascal, geboren am 19. Juni 1623 in Clairmont (Auvergne), gestorben am 19. August 1662 in Paris. Er war Mathematiker, Physiker, Erfinder, Philosoph, Moralist und Theologe. Seine Bücher wurden bewundert und gefürchtet und sogar verboten und verbrannt.… Continue Reading „Pascal“

Theodor Däubler

Am 13. Juni 1934 starb der Dichter Theodor Däubler Die Buche Die Buche sagt: Mein Walten bleibt das Laub. Ich bin kein Baum mit sprechenden Gedanken, Mein Ausdruck wird ein Ästeüberranken, Ich bin das Laub, die Krone überm Staub. Dem warmen Aufruf mag ich… Continue Reading „Theodor Däubler“

Poeterey/ ach nein/ ach nein!

Der „hochberühmte“ (Neu-)Cöllnische Dichter und Richter Nicolaus Peucker (um 1620 – 1774) ist heute vergessen. Seine Gedichte waren Gelegenheitsgedichte, im Buch gesammelt wurden sie erst postum. Fritz Martini druckte 1947 in einer Anthologie die ersten 5 Strophen dieses Gedichts und gab ihm die Überschrift… Continue Reading „Poeterey/ ach nein/ ach nein!“

Villon unterm Galgen

Werner Söllner Villon unterm Galgen Solang ich frei war, hielt sie mich gefangen. Nun bin ich gut geschnürt, nun darf ich gehn. Nichts ist zu wenig: sogar dies verstehn zu viele. Wem das Hohelied vergangen, der pfeift es von den Dächern. Notgesänge aus jeder… Continue Reading „Villon unterm Galgen“

Bevestigter Gesang

Friedrich Hölderlin Aus: Die Titanen.                       (…) bevestigter Gesang als von Blumen Neue Bildung aus der Stadt, wo Bis zu Schmerzen aber der Nase steigt Citronengeruch auf, aus der Provence, und es haben diese… Continue Reading „Bevestigter Gesang“

Elsa von Freytag-Loringhoven

Herzlich Und Gott sprach herzlich mir zu Herz – So herzlich sprach er mir zu Herz – Er sprach: »Dir ist erlaubt zu Ferz«! So herzlich sprach er mir zu Herz. Und Gott sprach herzlich mir zu Ferz — So herzlich sprach er mir… Continue Reading „Elsa von Freytag-Loringhoven“

Heiner Müller

Zwei Beine hat mein Vater Das eine ist aus Holz. Er hats vom Krieg. Nun ratet: Auf welches ist er stolz?

Philipp von Zesen

ARS NON HABET OSOREM NISI IGNORANTEM Die Kunst und Wissenschafft wird nimmermehr gehasst von einem der sie weiß und glücklich hatt gefasst: und wie es leichter ist zu tadeln eine sache / so ist es schwerer auch / daß man sie besser mache. (1641)

undress appellation

Fragmenttext von Angelika Janz

Die Dichter wohnen in den Jahrhunderten

Elke Erb Die Dichter wohnen in den Jahrhunderten, Dieser in jenem, jener in diesem, einer lappt über, Der andere mittendrin wie der andere, der auch mittendrin wohnt. Schön und gut. Endler erstreckt sich von 30 bis 90 in seinem. Sonst wohnen auch die Dichter… Continue Reading „Die Dichter wohnen in den Jahrhunderten“

Adolf Endler

„Ficken“; gegen den stacheligsten inneren Widerstand dieser DDR-nostalgischen Notiz vorausgeschickt, gehört diese Vokabel neben einigen anderen („vögeln“, „bumsen“ et cetera) zu den vom Autor bis heute strikt gemiedenen; man wird, so lange man auch sucht, dieses Wort schwerlich in meinen bisherigen Texten finden –… Continue Reading „Adolf Endler“

Weil unsre Augen sie nicht sehn

Das Gedicht des Tages heute als Bildergeschichte. Gestern nachmittag waren wir am Strand bei Gahlkow. Es war klare Sicht rüber nach Rügen. Mit bloßen Augen sah man die Berge von Zicker an der Südostspitze der Insel. Der Südperd vor Thiessow eine markante Nase, aus… Continue Reading „Weil unsre Augen sie nicht sehn“

Kaspar Hauser

Am 26. Mai 1828 tauchte der 16-jährige Kaspar Hauser in Nürnberg auf und sprach den Schuhmachermeister Weickmann an. Sein Fall wurde vielfach literarisch gestaltet. Hier einige Beispiele. Richard Dehmel Lied Kaspar Hausers Nach Verlaine Ich kam so fromm, ein Waisenkind, das nichts als seine… Continue Reading „Kaspar Hauser“

Wuchert die Torheit

Friedrich Bodenstedt (1819-1892) Völkerhaß Durch Zäune trennt man Herden auf der Weide, Nach Grenzen, die durch Herrschermacht sich ändern, Nach Ursprung, Sitten, Sprachen und Gewändern Zieht man der Menschheit bunte Völkerscheide. Doch Gott will nicht, daß Volk und Volk sich meide: Das Meer bis… Continue Reading „Wuchert die Torheit“

„Lebt man denn, wenn andre leben?“

Johann Wolfgang Goethe Keinen Reimer wird man finden, Der sich nicht den besten hielte, Keinen Fiedler, der nicht lieber Eigne Melodien spielte. Und ich konnte sie nicht tadeln; Wenn wir andern Ehre geben, Müssen wir uns selbst entadeln; Lebt man denn, wenn andre leben?… Continue Reading „„Lebt man denn, wenn andre leben?““