Kategorie: Deutsch

vierzig kilometer nacht

Für seinen im Suhrkamp-Verlag erschienenen Gedichtband „vierzig kilometer nacht“ erhält Lutz Seiler den mit 15 500 Euro dotierten Bremer Literaturpreis 2004 der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung. Der in Gera (Thüringen) geborene und bei Berlin lebende Seiler halte in einem sehr eigenen Ton und in Bildern von großer… Continue Reading „vierzig kilometer nacht“

Dutschke was here

In Rolf Schneiders Berliner Anthologie am 23.11.03: Karin Kiwus, Dutschke was here. Das Gedicht beginnt so: Wie die Geschichte so weitergeht wenn der Volkszorn arbeitslos durch die Straßen streunt wie ein Hund der keinen Baum findet an der Haltestelle vor der zuschnappenden Tür eben… Continue Reading „Dutschke was here“

F.W. Bernstein

Im titel-Magazin 47 bespricht Klaus Hübner: F.W. Bernstein: Die Gedichte. Antje Kunstmann 2003. Gebunden. 600 Seiten. 19,90 Euro. ISBN 3-88897-340-6 (mit Lesepröbchen) / 17.11.03

Fußballgedichte

Als 14. Band der von Wassiliki Knithaki und Adrian Kasnitz herausgegebenen Lyrikreihe „Parasitenpresse“ erschien die von Stan Lafleur und Adrian Kasnitz herausgegebene Anthologie „Bier & Schläge. Fußball-Gedichte“. Darin enthaltene Texte sind: 1 Achim Wagner: mersey 2 Klaus Hansen: die bilanz des wochenends 3 Guy… Continue Reading „Fußballgedichte“

Günter Kunert

Rolf Schneiders Berliner Anthologie: Günter Kunert, Berlin, Berliner Morgenpost 16.11.03

Exerzitien der Wahrnehmung

Die romantisierende Verschmelzungssehnsucht des lyrischen Subjekts hat hier keine Chance mehr. Es geht in diesem wie auch in den folgenden fünf Zyklen um die Auslotung von Wahrnehmungsverhältnissen, um die Erkundung der Möglichkeiten von poetischer Erkenntnis. Bereits sein vielgelobter Erstling Lichter in Menlo Park (2000)… Continue Reading „Exerzitien der Wahrnehmung“

Wörtertreiben

Die geheime Sehnsucht der (meisten) Germanisten: selber schreiben, hat sich jetzt auch Karl Otto Conrady erfüllt, berichtet die Kölnische Rundschau am 12.11.03 Karl Otto Conrady: „Wörtertreiben“ Landpresse-Verlag ISBN 3-935221-19-3, 18 Euro

Dylan 2: The loon.

In dem viel gescholtenen Büchlein, in dem Wolf Biermann Bob Dylans Poem Eleven outlined epitaphs übersetzt hat, erzählt der wegen seiner demonstrativen Eitelkeit geschmähte Biermann die Geschichte, wie ihm die schöne Deborah die Sache mit dem Loon erklärt. Der Loon, eine bessere Ente, ist… Continue Reading „Dylan 2: The loon.“

Dada-Baroness

Sie schrieb kryptische, erotisch aufgeladene Gedichte, die in der Literaturzeitschrift «Little Review» damals für mehr Aufsehen sorgten als die zeitgleich publizierte Prosa aus dem «Ulysses». / Jürgen Bräunlein, NZZ 8.11.03 Irene Gammel: Baroness Elsa. Gender, dada, and everyday modernity. A cultural biography. Massachusetts Institute… Continue Reading „Dada-Baroness“

„Der Neubau“

Für die Frankfurter Anthologie interpretiert Wulf Segebrecht ein (relativ frühes) Gedicht von Günter Grass – „Der Neubau“ / FAZ 8.11.03

Klopoesie

kommentiert und druckt die taz am 8.11.03

6 Millionen Haikudichter (die deutschen nicht gerechnet)

In der BLZ vom 2.11.03 spricht Verena Mayer mit einem (online ungenannten) Vertreter der Deutschen Haikugesellschaft über den jüngsten Haikuwettbewerb (LP vom Oktober). Die ausgezeichneten Haiku sind unter http://www.haiku.de zu finden oder in Haiku mit Köpfchen. Anthologie zum 1. Deutschen Internet-Wettbewerb. Hamburger Haiku Verlag,… Continue Reading „6 Millionen Haikudichter (die deutschen nicht gerechnet)“

Der Beat hört nicht auf zu hämmern

Unter dem Titel „Der Beat hört nicht auf zu hämmern“ lesen die Dichter Peter Rühmkorf und Günter Grass am 26. November im Greifswalder Dom aus ihren Werken, teilt das Koeppenhaus mit. / OZ 29.10.03

Zum Tode des Lyrikers Heinz Piontek

Heinz Piontek beginnt seinen autobiografischen Roman „Dichterleben“ mit dem Satz „Der Winter begann wie ein Vergnügen“. Da ahnt der Leser, dass dieses Dichterleben sich schnell dem „Winter unsers Missvergnügens“ nähert. Nun sind alle seine Jahre, geträumt und wahr, versunken. Heinz Piontek ist am Sonntag… Continue Reading „Zum Tode des Lyrikers Heinz Piontek“

Celan ohne Kommentar

Der Verzicht der Herausgeber auf Kommentare, die erst nach Abschluß der gesamten Textedition in gesonderten Bänden erscheinen sollen, wirkt vor dem Anschwellen der biographisch-positivistischen Celan-Exegese wohltuend und korrespondiert mit Celans poetologischer Absicht, biographische Spuren und konkrete Bezüge aus seinem Werk zu tilgen und ein… Continue Reading „Celan ohne Kommentar“