Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Seine Pianistenkarriere hat Alfred Brendel (79) im Jahr 2008 aufgegeben, als lesender Dichter macht er weiter. Am Sonntag ist der Ausnahmekünstler im Schloss Ulrichshusen (Müritzkreis) zu erleben, wo er bei den Festspielen Mecklenburg- Vorpommern eigene Gedichte liest. / Ostsee-Zeitung
Man wird das Buch aber auch deswegen mit großem Gewinn lesen, weil sich ‚über das Leben dieses einfachen Liedchens‘, in dem der Ohrenzeuge John Steinbeck den einzigen Beitrag Nazi-Deutschlands zur Kultur der zivilisierten Welt erkennen wollte, eine verdammt ‚gute Geschichte‘ erzählen lässt, wie die… Continue Reading „8. Lied von der Liebe und vom Tod“
Texte sind visuelle und akustische Gebilde, die sich zerlegen und neu zusammenfügen lassen. Ein Meister der konkreten Poesie ist Franz Mon. Sein umfassendes Werk präsentiert das Haus Konstruktiv in Zürich. … Bereits diese Frühwerke verweisen auf Mons später wiederkehrendes zentrales Thema: die Reduktion der… Continue Reading „6. Buchstabengebirge, Lautmalereien“
Es entsteht der Eindruck eines Zugleich und Nicht, von Simultanität und Leere, „Frenetischer Stille“. Da ist viel lyrische Diffusion (vielleicht ja und vielleicht nein und wahrscheinlich beides), aber in einer Machart, dass die ausbleibende Befriedigung nach den Kosten (Kollateralschäden) der Befriedigung fragt. Das heißt:… Continue Reading „5. „Kollateralschäden der Befriedigung““
Mit Monika Rinck erhält seit langem wieder einmal eine Lyrikerin den Georg-K.-Glaser-Preis. … Ihr Lyrik-Zyklus trägt den schrägen Titel „Honigprotokolle“ … und beginnt so: „Hört ihr das, so höhnen Honigprotokolle, in Bernstein und Amber: / Fürstlich (oder fürchterlich?) paart sich im Dickicht das Wiesel… Continue Reading „2. Georg-K.-Glaser-Preis für Monika Rinck“
Ostberlin in den 1980er Jahren: Im Bezirk Prenzlauer Berg trifft sich die alternative Künstlerszene der Hauptstadt der DDR. Literaten, Musiker, Theaterleute und Bildende Künstler finden sich in subkulturellen Nischen zusammen und suchen nach neuen, experimentellen Ausdrucksformen. Zu den dichtenden Protagonisten der jüngeren Generation zählt… Continue Reading „1. Leonhard Lorek“
Aus dem undurchdringlichen Hell-Dunkel der Poesie treten ein paar Linien von eindeutigem, kräftigem Umriß hervor: brüderliche Existenz im Kreise der Schöpfung; der Versuch, uns aufzurichten gegen den lastenden Himmel; der Streit seit je zwischen Leidenschaften und Unschuld; Abscheu vor der Norm an des Menschen… Continue Reading „154. Meine Anthologie 50: Lothar Klünner, Aus dem undurchdringlichen Hell-Dunkel der Poesie…“
Matthias Zarbock „Wiedervereinigung der Texte II: Nietzsche und Bukowski“ Wir Künstler! – Wenn wir ein Weib lieben, so haben wir leicht einen Haß auf dickarschige Schwestern, und alle diese kleinarschigen Leute in Shorts, gerne denken wir überhaupt daran vorbei, aber wenn einmal unsere Seele… Continue Reading „153. Meine Anthologie 49: Matthias Zarbock, Wiedervereinigung der Texte II: Nietzsche und Bukowski“
Frühling Müdes schräges Licht schickt die Sonne durch die Luft, warm ist es und kühl. Mädchen tragen dünnen Stoff, mit Nippeln steif vor Kälte. Mehr
Das Bild des armen Poeten ist nicht nur in der Malerei ein Standardmotiv – sondern auch im echten Leben! Es ist klar: Die Dichter (bzw. Philosophen, Literaten) und das Geld führen seit Jahrhunderten eine ebenso lieb- wie hasserfüllte Auseinandersetzung, die andauert. Schätzt du das Geld auch… Continue Reading „149. MONEY IS A KIND OF POETRY“
Tags darauf versammelten sich dann Autoren und Kritiker zu dem seit 1967 stattfindenden Forum, bei dem ausgewählte Autoren Unveröffentlichtes lesen, über das anschließend die Kollegen und Kritiker diskutieren. … Bruno Epple las seine „Gedichte zum Auflesen“, das heißt seine in den hiesigen Wörterwiesen aufgelesenen… Continue Reading „148. Literaturfest in Wangen“
Wer wird diese Gedichte mögen? Alle, die im Leben nicht immer so genau wissen, worauf es eigentlich ankommt. Alle, die es nicht schätzen, wenn man schwere Anliegen „plötzlich ganz leicht macht“– mit Sicherheit nicht die, die – wie es der Klappentext munter daher plappert… Continue Reading „147. 88 Gedichte“
Joachim Wittstock ist aus Rumänien angereist. Der in Hermannstadt geborene Rumäniendeutsche Autor, Stipendiat des Jahrganges 1993, widmet seine Geschichte „Windmühle“ Achim von Arnim und dessen Gedicht „Öffne nicht die goldnen Tore“. … Und so bleibt Wiepersdorf ein Ort der Begegnungen. Beim Sommerfest am 11.… Continue Reading „146. Sommerfest in Wiepersdorf“
In „Celans Kreidestern“ gibt eine bislang nahezu Unbekannte Einblick in das Leben des Dichters. Sie weist auf Spuren der Verbindung in seinem Werk hin, auf gemeinsam Erlebtes, eigene Wortschöpfungen oder Privatsprache, die Celan in seine Lyrik aufgenommen hat. So eröffnet Eisenreich neue Blickwinkel auf… Continue Reading „145. Verjuden“
Mit seinem „Lexikon-Roman“ schrieb Andreas Okopenko zukunftsweisende Literaturgeschichte, mit seiner Lyrik ging er stets eigene, eigenwillige Wege: Gestern, Sonntag, Vormittag ist der bedeutende österreichische Dichter und Staatspreisträger 80-jährig gestorben. … „Ich bin nicht nur meinen Anfängen, sondern auch meinem Wesen nach Lyriker“, betonte Okopenko… Continue Reading „142. Andreas Okopenko gestorben“
Neueste Kommentare