Oskar Kanehls frühe Lyrik

Oskar Kanehl
Die Dinge schreien
kartoniert
Paperback.
(Wiecker Bote 21)
€ 4,00

Die hier vorliegende Sammlung vereint erstmals Kanehls frühe Gedichte, die von 1913 bis 1915 verstreut erschienen sind und nicht in einem der zu Lebzeiten publizierten Gedichtbände abgedruckt wurden. Der Titel folgt einer Verlagsankündigung aus den 1920er Jahren: „Die Dinge schreien. Gedichte vor Krieg und Hunger.“ Die Publikation war damals geplant, ist aber nie erschienen. Die Herausgeber möchten dies mit dieser Ausgabe nachholen.

Oskar Kanehl, geboren am 5. Oktober 1888 in Berlin. Ab 1908 Studium der Germanistik und Philosophie ebenda. Veröffentlichung erster Gedichte 1909. 1912 Ablehnung der Promotion in Würzburg wegen „kirchlichen Anstoßes“. Erfolgreiche Promotion in Greifswald 1913. Umzug in das nahegelegene Fischerdorf Wieck und Gründung seiner eigenen Zeitschrift „Wiecker Bote“. Bis 1914 erscheinen zwölf Nummern, darin Beiträge unter anderem von Else Lasker-Schüler, Max Herrmann-Neiße, Richard Dehmel, Albert Ehrenstein. Beginn der dauerhaften Mitarbeit an Pfemferts Zeitschrift „Die Aktion“, dem wichtigsten Forum des politischen Expressionismus.
Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges Einberufung zum Militär. 1918 Rückkehr nach Berlin und Mitglied im „Vollzugsrat der Arbeiter- und Soldatenräte“. Engagement in verschiedenen links-kommunistischen und anarcho-syndikalistischen Organisationen. Ab 1921 Regisseur an den Berliner Rotter-Bühnen. Veröffentlichung von drei Gedichtbänden: „Steh auf, Prolet!“ (1920/22), „Die Schande“ (1922) und „Straße frei“ (1928), jeweils mit Abbildungen von George Grosz. Publizist und Herausgeber, unter anderem von Erich Mühsams Auswahlband „Alarm“ (1925).
Oskar Kanehl stirbt am 28. Mai 1929 nach einem Sturz aus dem Fenster seiner Wohnung. Nach dem Zweiten Weltkrieg Nachdrucke einzelner Gedichte in verschiedenen Anthologien. 1995 Neubegründung des „Wiecker Boten“. Eine Gesamtausgabe seiner Gedichte ist in Vorbereitung.

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