61. Grazer Geist

Die manuskripte sind nun schon seit fünfzig Jahren ein immerwährendes Mirakel aus Graz. So großzügig, wie die Seiten aufgemacht sind, die sich als Kladde zum Stöbern und Hängenbleiben präsentieren, wirkt auch das Feld, das darin über das konkrete Umfeld der österreichischen Sprachkritik und Sprachreflexion hinaus eröffnet wird – seit 1960 und offenkundig über 2010 hinaus. Die ‚Marginalie‘ des Herausgebers Alfred Kolleritsch, die den zum Jubiläum erschienenen Doppelband eröffnet, ist von weiser Lakonie und lässt das Lebenswerk für sich selbst sprechen. Lyrik, Essay, Theater – in den aus allen Nähten platzenden Jubiläumsbänden sind insgesamt 145 Autoren versammelt, die Grazer Geist verkörpern, auch wenn sie oft ganz woanders leben (bevorzugt im so ganz anderen Berlin). Sie definieren das Programm der Zeitschrift, das es ausformuliert gar nicht gibt. / HELMUT BÖTTIGER, Süddeutsche Zeitung

Auch schön (eher in Graz als Berlin denkbar):

Es gibt die Klassiker wie Urs Allemann, Günter Brus, Barbara Frischmuth, Elfriede Jelinek, Friederike Mayröcker, Michael Scharang, Peter Turrini…

manuskripte. Zeitschrift für Literatur 189/190. Graz 2010. 2 Bände, 675 Seiten, 24,90 Euro.

 

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