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Veröffentlicht am 11. November 2009 von lyrikzeitung
… ist nicht nur Martinstag* und Enzensbergers Geburtstag (und nebenbei der von Heinrich IV., Paracelsus, Dostojewski, Paul Signac, René Clair, Kurt Vonnegut, Carlos Fuentes, Andreas Reimann (Glückwunsch!), Demi Moore, Ally McBeal, Leonardo DiCaprio and the lot), sondern in Großbritannien Armistice Day – Gedenktag zum Waffenstillstand von 1918. Der wird bis heute begangen (praktischerweise hat man 1939 die zwei Schweigeminuten auf den nächstliegenden Sonntag verschoben), so auch in der Lyrik. Heute veröffentlicht das First World War Poetry Digital Archive der Universität Oxford eine digitale Sammlung der Manuskripte des Dichters Siegfried Loraine Sassoon (1886–1967).
Das Archiv enthält auch Sammlungen von Wilfred Owen, Isaac Rosenberg, Robert Graves, Vera Brittain und Edward Thomas.
Bericht im Guardian vom 11.11.
Sassoon war eine komplexe Persönlichkeit: britischer Patriot mit teutonischem Namen, tollkühner und dekorierter Soldat und Deserteur, Jude und Katholik (jeweils nicht unbedingt gleichzeitig, abgesehen von Ersterem), war poet und anti war poet. „They“ heißt ein berühmtes Gedicht – hier ist nicht der Feind gemeint, sondern „they“, die Kirche, die den Krieg beweihräuchert, und „they“, die Jungs aus den Schützengräben. Wäre es nicht an der Zeit, es auch in den deutschen Kanon aufzunehmen?
*) vgl. 28. Gedicht
Kategorie: Deutsch, Deutschland, Englisch, GroßbritannienSchlagworte: 1. Weltkrieg, Andreas Reimann, Armistice Day, Carlos Fuentes, Edward Thomas, Isaac Rosenberg, Kurt Vonnegut, Oxford, Paul Signac, René Clair, Robert Graves, Siegfried Sassoon, Vera Brittain, Wilfred Owen
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