Lyrikzeitung & Poetry News

12. Oktober 2011

49. ‘Poetry Africa’ Festival in Durban

Vom 17.-20.Oktober findet in Durban das 15. internationale Poetry Africa-Festival statt. Veranstalter ist das Centre for Creative Arts der Universität KwaZulu-Natal.

Dichter aus 12 Ländern werden erwartet, darunter der aus Durban stammende Dashen Naicker, Myesha Jenkins aus Johannesburg,  Khadijatou (UK), Raul Zurita (Chile), Shailja Patel (Kenia), Patrice Treuthardt (Reunion), Jaap Blonk (Niederlande), Niyi Osundare (Nigeria), Joshua Bennett (USA) sowie die Südafrikaner David wa Maahlamela, Uzinzo, Sandile Dikeni, Phelelani Makhanya Mphutlane wa Bofelo, Gabeba Baderoon und Oswald Mtshali. Neben den Lesungen in Durban hibt es Touren nach Malawi, Simbabwe, Johannesburg und Kapstadt. Im Vorblick auf die im November in Durban tagende 17. UN-Konferenz zum Klimawandel wird die Eröffnungsveranstaltung Umweltfragen und planetaren Herausforderungen gewidmet sein. Danach lesen an jedem Abend 5 Dichter. Scharfe soziale und politische Stellungnahmen werden ebenso erwartet wir innovative und individuelle Herangehensweisen an Lyrik, Straßenperformanz, Rap und Hiphop. / The Witness

2. Dezember 2010

9. lyrikline

Neues auch vom Berliner Ohrenschmaus:

Kurz vor Weihnachten präsentieren wir einen israelischen Weihnachts- und Poesiefilm, basierend auf einem Gedicht von Jan Wagner (Deutschland).

Freuen kann man sich für 2011 schon einmal auf neue Dichter aus dem Maghreb, aus Italien, Israel, Katalonien, Zypern, Belgien, Russland und aus Skandinavien, und natürlich noch auf viele andere mehr.

Neue Autoren

Auf lyrikline.org sind zahlreiche Autoren neu. Mit dabei sind u.a. Gedichte des Booker-Preisträgers Michael Ondaatje (Kanada), der vor allem durch seinen Roman „Der englische Patient“ bekannt wurde. Cole Swensen (USA) und Yang Lian (China/USA) sind weitere nordamerikanische Autoren, die jetzt online zu lesen und zu hören sind. Ebenfalls neu sind die afrikanischen und asiatischen Dichter Nina Kibuanda (DR Kongo) und Babangoni wawa Chisale (Malawi) sowie Alaa Khaled (Ägypten), Zakaria Mohammed (Palästina) und Monzer Masri (Syrien).

Aus Europa sind neu dazugekommen:

Ulrikka S. Gernes (Dänemark), Konstantin Ames (Deutschland), María Eloy-García (Spanien) und die griechischen Dichter Jazra Khaleed, Dimitra Kotoula und Yannis Stiggas.

Neue Gedichte

gibt es von Gerhard Falkner (Deutschland).

Neue Übersetzungen

Außerdem wurden wieder zahlreiche neue Übersetzungen eingestellt:

Ins Arabische: Gerhard Falkner (Deutschland)

Ins Chinesische: Jan Wagner (Deutschland)

Ins Deutsche: Babangoni wawa Chisale (Malawi), María Eloy-García (Spanien), Ulrikka S. Gernes (Dänemark), Alaa Khaled (Ägypten), Jazra Khaleed (Griechenland), Nina Kibuanda (Kongo), Dimitra Kotoula (Griechenland), Zakaria Mohammed (Palästina), Monzer Masri (Syrien), Michael Ondaatje (Kanada), Yannis Stiggas (Griechenland), Cole Swensen (USA), Yang Lian (China/USA)

Ins Englische: Tsead Bruinja (Niederlande), Hélène Gelèns (Niederlande), Ulrikka S. Gernes (Dänemark), Jazra Khaleed (Griechenland)

Ins Französische: Tsead Bruinja (Niederlande)

Ins Hebräische: Monika Rinck (Deutschland), Jan Wagner (Deutschland)

Ins Litauische: Tsead Bruinja (Niederlande)

Ins Spanische: Tsead Bruinja (Niederlande)

Ins Türkische: Arjen Duinker (Niederlande), Joan Margarit (Spanien), Nikolai Madzirov (Mazedonien), Thomas Möhlmann (Niederlande), Ulrike Draesner (Deutschland)

Ins Ungarische: Jan Wagner (Deutschland)

 

25. Oktober 2009

136. Lyrikline-Festwoche

Die Berliner Festwoche der Lyrikline findet auf mehreren Bühnen statt. Der Eintritt ist bis auf die Abschlussveranstaltung frei. Anmeldungen sind aber erwünscht. Infos: www.lyrikline.org

Mo, 26. 10, 19.30 Uhr, Palais der Kulturbrauerei. Passwort: Poesie. Mit Leobogang Mashile (Südafrika) und Monika Rinck (Deutschland). Geschlossene Festveranstaltung mit Horst Köhler.

Di, 27. 10., 18.30 Uhr, Griechische Kulturstiftung. Griechenland: Der Knall der Zeit. – 20 Uhr, Nordische Botschaften, Felleshus. Nord Nordost: Ein nordisch-baltischer Abend. Anmeldung unter info@nordischebotschaften.org.

Mi, 28.10., 18 Uhr, Kroatische Botschaft. Kroatien: Im Spiegel der Wörter. Anmeldung: 030/219 15514. – 20 Uhr, Botschaft des Königreichs der Niederlande. Flandern/Niederlande: Poesie unterm Meeresspiegel. Eintritt frei. Anmeldung: bln-pcz@minbuza.nl

Do, 29. 10., 18 Uhr, Slowakisches Institut. Slowakei: Elektromagnetische Liebe. – 20 Uhr, Literaturwerkstatt. Katalonien/Québec: Lyrik mit Eigensinn.

Fr, 30. 10., 17 Uhr, Botschaft der Republik Mazedonien. Makedonien: An den Grenzen der Lyrik. – 18.30 Uhr, Botschaft der Republik Slowenien. Die Magie slowenischer Dichtung. – 20 Uhr, Instituto Cervantes. Argentinien/Italien. Transeurope Hotel & Argentinian Visions. – 22 Uhr, Literaturwerkstatt. Die lange Nacht der jungen rumänischen Lyrik.

Sa, 31. 10, 20 Uhr, Tape Club. World Wide Poetry. Eintritt 4/3€.

LIVE STREAM of the final anniversary event!!!

Follow the closing ceremony on Oct 31 at 8pm CET via live video stream on our lyrikline.org blog

With the poets: Nicole Brossard (Québec), Babangoni wawa Chisale (Malawi), Elke Erb (Germany), Claudia Keelan (USA), Nikola Madzirov (Macedonia), Thomas Möhlmann (Netherlands), Remi Raji (Nigeria), Daniel Samoilovich (Argentina), Lutz Seiler (Germany)

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30. Juni 2009

97. Afrika auf dem 10. Berliner Poesiefestival

Einsortiert unter: Deutschland, Malawi, Sambia — Schlagworte: , , , , — lyrikzeitung @ 01:51

Gern sagt man, es sei wichtig, dass Universitätsabsolventen aus Entwicklungsländern nach dem Studium in ihre Heimat zurückkehren. Jack Mapanje, 1944 geboren, erlebte, was im Anschluss geschehen kann: nach seinem Anglistik-Studium in England wurde er Leiter der englischen Abteilung an der Universität von Malawi, bis er seinen poetischen Erstling “Of Cameleons and Gods” veröffentlichte und sich um die Verbesserung des Verlagswesens bemühte. Er hatte gerade eine ansehnliche schwedische Förderung dafür erhalten, als man das Projekt erledigte, indem man ihn ins Gefängnis schickte. Nur auf internationalen Protest kam er nach drei Jahren und sieben Monaten frei.

Nachdem er im Gefängnis zwei Gedichtbände geschrieben hatte, die sich mit seiner Situation auseinandersetzen. Inzwischen arbeitet Mapanje an der Universität von Newcastle. Eines der besten Gedichte, die er am Sonntag beim 10. Internationalen Berliner Poesiefestival im Rahmen des Schwerpunkts zum südlichen Afrika vorstellte, widmet sich spöttisch einem Minister und “Giftfrosch”, der plötzlich auch einmal verhaftet wurde, was ihn für Dichter zum erstenmal sympathisch machte. Sie fühlten sich beinahe solidarisch.

Neben dem 1980 geborenen Ghankanani Moffat Moyo aus Sambia wirkte Mapanje wie ein Veteran, doch war er, im Vergleich mit anderen Kollegen, die in der Veranstaltung “Entlang des Sambesi” auftraten, derjenige, der sich am meisten um die Wörter gekümmert hatte, aus denen seine Gedichte bestehen. Vor allem bei Moffat Moyo ahnte man, dass sich auch im südlichen Afrika ein Wandel in der literarischen Szene bemerkbar macht. Die politische Unterdrückung verliert etwas an Deutlichkeit, worauf ein Teil der Literatur mit Tendenzen zu hoffnungsvoller Unterhaltung antwortet. Aber man sollte Moffat Moyo, der – Hommage ans Klischee – bei seiner Performance im Baströckchen auftrat, nicht unterschätzen. Im nachmittäglichen Poesiegespräch erzählte er von seiner e-Literaturzeitschrift “Echoes of tomorrow”, mit der er 10 000 Leser erreiche. / HANS-PETER KUNISCH, SZ 30.6.

Mehr: Alte Kämpfer, junge Rapper: Das Berliner Poesiefestival präsentiert Dichter aus dem Süden Afrikas. Tagesspiegel 30.6.

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