9. John Llewellyn Rhys Prize vergeben

The John Llewellyn Rhys Prize rewards the best work of literature (fiction, non-fiction, poetry, drama) by a UK or Commonwealth writer aged 35 or under.

This important prize is awarded in honour of the writer John Llewellyn Rhys, who was killed in action in the Second World War. It was founded 67 years by John Llewellyn Rhys’s young wife, also a writer, who began the award to honour and celebrate his life.

Past winners include Margaret Drabble (1966), William Boyd (1982), Jeanette Winterson (1987), Ray Monk (1990), Matthew Kneale (1992), David Mitchell (1999) and Sarah Hall (2006/07). Last year’s winner was Henry Hitchings for The Secret Life of Words.

This year’s shortlist was a truly international list with writers from Nigeria, India, Canada Australia and the UK vying for the award, which is the second oldest literary award in the UK. The 2009 shortlist comprised two works of non-fiction, a debut poetry collection, a collection of short stories and two novels.

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/ booktrust

Der einzige Gedichtband im Rennen war

The Striped World by Emma Jones (Faber and Faber)

Sieger ist der Roman  After the Fire, a Still Small Voice von Evie Wyld (Australien / Großbritannien).

(Wie oft tatsächlich ein Gedichtband eine Chance hat im Prosahaifischbecken? Schwer zu sagen. 1984 gewann ihn Andrew Motion für den Gedichtband „Dangerous Play“)

8. Kriminal-

zu

161. Kriminalroman als Prosagedicht

schreibt Theo Breuer:

… und der deutsche Erfinder des Kriminalromans als Haiku war Jens Hagen, der 2004 viel zu früh verstorbene Dichter (http://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Hagen). „Haiku Kriminale“ erschien 1997 in der Landpresse. Beispiel:

Der Killer betritt
Den gutgepflegten Rasen.
Da trifft ihn das Licht.

– Und das Kriminalsonett, füge ich hinzu. 1913 erschien beim expressionistischen Hausverlag Kurt Wolff ein Band unter dem Titel „Kriminal-Sonette“ mit 3 Verfassern: Ludwig Rubiner, Friedrich Eisenlohr und Livingstone Hahn (nachgedruckt im Ostberliner Eulenspiegel-Verlag 1985 mit Illustrationen von Horst Hussel). Ein können Sie hier bei Titel nachlesen. (Das Titel-Magazin hat eine Serie „Kriminal-Gedicht“, zB letzten Sonntag: Strange Fruit Von Abel Meeropol (Meeropol war der Adoptivvater der Söhne von Ethel und Julius Rosenberg, die als Atomspione hingerichtet wurden. Strange Fruit ist ein Protest gegen die damals in den USA häufige Lynchjustiz und wurde als Lied berühmt, u.a. gesungen von Billie Holiday).

Die Neue Rheinische Zeitung veröffentlichte zahlreiche der Kriminalhaikus (weit nach unten blättern, Anfang bis Mitte 2009)

Einschlägig aus dem L&Poe-Archiv:

2001 Apr 15. Einen Kriminalroman aus lauter Gedichten

hat die australische Lyrikerin Dorothy Porter mit „Die Affenmaske“ geschrieben. Das klingt ziemlich unmöglich – und funktioniert dennoch ganz wunderbar. Es geht um ein verschwundenes Mädchen und, wie könnte das bei Lyrik anders sein, ums Literaturmilieu. „Ist es eine Mauer / oder ein Graben / oder eine tiefe Wunde, / was wächst zwischen Geliebten? / ich hab zuviel Lyrik gelesen / vielleicht ist es ja viel simpler . . .“

2007 Jan 23. „Polar“

von Albert Ostermaier
hr2
Mi., 24.01.07, 21.30 Uhr
Albert Ostermaiers neuer Gedichtzyklus „Polar“ ist inspiriert vom „film policier“, dem französischen Kriminalfilm. Es handelt sich um poetische Nachschriften, die in einer Art innerer Befragung die jeweiligen Stimmungen und Atmosphären, Augenblicke und Gesten festzuhalten und zu verlängern suchen.

7. Mexikanische Tradition

Der Cervantes-Preis geht dieses Jahr an den mexikanischen Autor José Emilio Pacheco. Paul Ingendaay sprach mit Doris Schäfer-Noske, DLR:.

… man hört von Pacheco, er sei ein ungewöhnlich bescheidener Mensch!

Paul Ingendaay: Ja, das ist eigentlich ein sehr schöner Zug an diesem Autor, dem man mal sagte, er sei doch der berühmteste Dichter seines Landes, in Mexiko eben, und er darauf antwortete, er sei noch nicht mal der berühmteste Dichter seines Stadtviertels, denn dort wohnt auch der Argentinier Juan Gelman, der vor ihm den Cervantes-Preis erhalten hat. Also eine sehr bescheidene Art des Auftretens bei diesem Mann.

Schäfer-Noske: Bekannt geworden ist Pacheco vor allem mit Naturlyrik. Was ist es denn für eine Natur, die er in seinen Gedichten beschreibt?

Ingendaay: Zuerst mal wird man sagen, dass er ein modernistischer Lyriker ist, der auch amerikanische Lyrik ins Spanische übertragen hat, der die Tradition rauf und runter kennt. Sehr lakonisch, sehr klar, sehr intellektuell, introspektiv und ich würde sagen absolut nicht verträumt oder nicht ökoverträumt oder irgendwie sehnsüchtig, wie man sich das vorstellt bei Naturlyrik, sondern eigentlich, er spiegelt den Menschen in der Natur, wie das auch der große Ire … tut, aber eben jetzt auf ganz andere, viel noch mal knappere Weise.

Schäfer-Noske: Aber es ist keine Idylle, die er darstellt?

Ingendaay: Überhaupt nicht, er ist sogar ein Pessimist und er sieht den Menschen eher sehr klein, und das drückt sich in seiner Lyrik aus. Die Ameise ist eines seiner zentralen Bilder, und er glaubt sogar – zumindest kann man das seinen Schriften entnehmen -, dass bei der Evolution des Menschen irgendetwas schiefgegangen ist.

(…)

Schäfer-Noske: Was macht denn den Stil von Pacheco aus?

Ingendaay: Ich glaube, es ist die Abbildung einer Denkbewegung, aber dabei so, also ich sag mal lyrisch, so klar und auch so evokativ, dass man sich fast ins Träumen begeben kann, wenn man ihn liest. Ich lese ihn wirklich sehr, sehr gern. In Mexiko, wir dürfen das nicht vergessen, gibt es viel mehr Lyrikleser als bei uns. Ich habe mal in einer alten Ausgabe, die ich habe, nachgeschaut, da war eine Auflage von 16.000 Stück, das ist ja für so was sensationell, das gäbe es bei uns gar nicht. Von daher, die große lyrische Tradition in Mexiko hat eben nach Octavio Paz auch diesen Dichter hervorgebracht.

6. Ausgezeichnet

Den John Tripp Award for Spoken Poetry 2009 für die beste Lyrikperformance in Wales gewann Dafydd Wyn aus Ammanford. Der jüngste Teilnehmer, der 19jährige Liam Johnson, bekam den zweiten Preis der Jury und zugleich den Publikumspreis. / poetrylibrary.org

5. Jayne-Ann Igel

Peter Geist im Gespräch mit Jayne-Ann Igel

Do 10.12. | 20 Uhr | Prager Spitze | Prager Str. 2a | 01069 Dresden

Die Lyrikerin Jayne-Ann Igel war vor 1989 in der Literatur-, Kunst- und Musikszene in Leipzig, Dresden und Berlin im Untergrund aktiv. Anhand ihrer Texte und im Gespräch mit Peter Geist thematisiert sie diese Jahre und reflektiert ihre Erfahrungen mit der Dresdner Gegenkultur.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Ausstellungsprojektes Ohne Uns! statt.

4. Surrealismus in Schwifting

Der französische Schauspieler und Autor Antonin Artaud war mottogebend für einen filmisch-literarischen Abend im Kunstraum Schwifting. Ein handverlesenes Publikum stellte sich der Beschäftigung mit dem umstrittenen Artaud und seinem Werk.

Zum Einstieg spielte Eric Gand einen Ausschnitt aus dem Hörspiel „Schwarze Tasche – finsteres Fleisch“ von Michael Farin ein. Die Musik stammt von Zeitblom und hämmerte sich wie die Worte Artauds erbarmungslos ins Hirn. Rhythmisch dröhnend und sirrend untermalt die Musik die Lyrik. Claudie Lambin aus Schwifting und Schauspieler Ralf Weikinger lasen Gedichte von Artaud. Die meisten Übertragungen aus der Originalsprache ins Deutsche hatten die Französin und Gand geleistet. Auch in seinen Gedichten zeigt sich Artaud als „enfant terrible“, als das er mit seinem Theater der Grausamkeit das Publikum faszinierte und verschreckte. Er spielt mit Bildern von Tod und Obsession, Abstoßendem und Vergehendem, bezeichnet sich selbst als „kleiner himmlischer Dichter“ – bis er zuletzt nur noch seinen Platz als himmlisch, sich selbst als bedauernswert und unbedeutend betrachtet. / Augsburger Allgemeine/ Landsberg

3. Zeichen

Die Frage, ob ein Minarett die Verkörperung aggressiven islamischen Herrschaftsdrangs oder nur das harmlose Symbol einer friedlichen Religion sei, hätte Sultan Mehmed II. vermutlich nicht einmal verstanden. Selbstverständlich ließ der Osmanenherrscher nach der Eroberung Konstantinopels im Jahr 1453 die Hagia Sophia, schon damals ein jahrhundertealtes Zentrum der Christenheit, umgehend in eine Moschee umwandeln. Zu den ersten Befehlen des Sultans nach der Einnahme der Stadt gehörte deshalb die Anordnung, der Hagia Sophia als unübersehbares Zeichen der neuen Herrschaft ein Minarett aus Holz hinzuzufügen. Bald wurde die hölzerne Übergangslösung durch vier Minarette aus Stein ersetzt, die noch heute das Aussehen des weltberühmten Bauwerks prägen. …

Deshalb ist es wohlfeil, Minarette als neutrale oder rein funktionale Bestandteile einer Moschee anzusehen, wie sie womöglich von vielen Muslimen durchaus gesehen werden. Sie können es aber zumindest überall da nicht sein, wo allzu viele sie nicht so sehen wollen – und von ihnen gibt es sowohl unter Muslimen wie unter Christen genug. In der Türkei, wo das Schweizer Referendum schon vor Bekanntwerden des Ergebnisses großer Kritik ausgesetzt war, weiß das nicht zuletzt Ministerpräsident Erdogan bestens, denn er saß im Gefängnis, weil er einmal aus einem Gedicht des türkischen Schriftstellers Ziya Gökalp zitiert hatte, in dem es heißt: „Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“ Im Jahre 1998 wurde er, den die religionsferne alte Elite längst als Gefahr für ihren Machterhalt erkannt hatte, vermeintlich ob dieses Zitats zu zehn Monaten Haft verurteilt. …

Der stellvertretende Vorsitzende der türkischen Religionsbehörde Diyanet, Mehmet Görmez, wurde am Montag in dem der Regierung Erdogan nahen Blatt „Zaman“ mit der Aussage zitiert, Minarette hätten nur eine einzige Bedeutung – sie symbolisierten den islamischen Glauben, dass es nur einen Gott gibt. …

Von Ministerpräsident Erdogan lag zunächst kein Kommentar zu den Ereignissen in der Schweiz vor. Doch nur wer ihm böse Absichten unterstellt, wird in diesen Tagen daran erinnern, dass es in dem erwähnten Gedicht Ziya Gökalps über die Minarette als Bajonette auch eine Strophe gibt, die seltener zitiert wird: „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.“ /  Michael Martens, FAZ 30.11.

2. Esoterik und Moderne

Und als die Naturwissenschaft die Esoterik preisgab, als sie sich zumindest an der Oberfläche von der Gespensterkunde löste, zog der Okkultismus mit umso größerer Entschlossenheit in die Kunst ein. Sicherlich, August Strindberg mag ein halb verrückter Einzelgänger gewesen sein, als er im Jahr 1897 in einem schäbigen Pariser Hotelzimmer versuchte, Gold herzustellen. Aber was ist mit William James, dem Bruder des Schriftstellers Henry James und Begründer der amerikanischen Psychologie? Auch er wollte mit den Toten sprechen. Warum widmete sich Arthur Conan Doyle in seinen späteren Jahren ganz dem Spiritismus und stand einer ganzen Reihe okkulter Vereinigungen vor? Was veranlasste Robert Musil, im „Mann ohne Eigenschaften“ von einem „anderen Zustand“ zu schwärmen, und was bewegte Franz Kafka, als er Rudolf Steiners Vorlesungen in Prag für „sehr anregend“ hielt? Warum hielten die „Meister“ des frühen Bauhauses Séancen ab, als sie auf den Gedanken kamen, der „neue Mensch“ müsse in absolut reinen Formen wohnen? Maurice Maeterlinck meinte, in Arnold Schönbergs reinen Klängen „gegenstandlose Vibrationen“ zu finden, Georg Trakl beschäftigte sich mit den „drei Stufen der Erotik“, und Wassily Kandinsky strebte nach einer „neuen Ausdrucksform“, nach einer alles überstrahlenden Wahrheit, nach dem innersten Wesen der Dinge. In der ästhetischen Avantgarde jener Zeit sind nur wenige Künstler nicht, mehr oder weniger, von esoterischen Überzeugungen affiziert, und die radikalsten sind es ganz besonders. / THOMAS STEINFELD, SZ 24.11.

1. Deutsch-Nepalisch

Dienstag, 1. Dezember 2009, 19:30 Uhr, Eintritt: 5,- Euro
Wem gehört die Stadt?
Ein deutsch-nepalischer Lyrikabend mit Benyu Sharma, Bhupal Rai, Krishna Dharabasi, Viplob Pratik, Denis Abrahams, Tom Bresemann und Luise Boege
In deutscher, englischer und nepalischer Sprache

80 Dichter/-innen aus Nepal haben sich auf Anregung der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) poetisch mit dem Gedicht Wem gehört die Stadt? von Hans-Ulrich Treichel auseinandergesetzt. Vier von ihnen stellen ihre Texte gemeinsam mit deutschen Autoren/-innen, die ebenfalls Stadtgedichte präsentieren, erstmals dem deutschen Publikum vor.

Die Veranstaltung wird gefördert von der Nepali-deutschen Gesellschaft.


Lettrétage
Methfesselstr. 23-25
10965 Berlin

165. Meine Anthologie 9: Asklepiadeisch

Urs Allemann

Asklepiadeisch die zweite

Reisst wenn mitten entzwei einen eine seis sich
sie seis nackt auf das Brett dich in den Kübel dass
fern dem Bauch und es gliedert
was der Kopf auseinanderdrückt

bis es ob er es sprengt wenn er zersprungen und
aus dem Schädel das Herz sich in den Mund das Hirn
auftut und es herauskriecht
dass des Abends den Hammer du

drauf und wieder nicht weisst ob dich getötet was
wenns im Eimer erwacht an dir heruntertropft
als dies stete sich Höhlen
oder wieder der Kieselstein

nämlich nirgends ein Wort das dich wenn ihr zerdrückt
und der Zangengeburt müd aber raus aus dem
Bagger schweisste dass nie mehr
einer eine zu foltern sich –

Aus: Zwischen den Zeilen 15/ 2000, S. 5. – Auch in Urs Allemann: Holder die Polder. Oden, Elegien, Andere. Basel, Weil, Wien: Urs Engeler Editor 2001, S. 28 (Textidentisch, ich hab nachgesehen*)

Meine Anthologie: Erotisch

Numerierte Einträge meiner Anthologie sind die nachgetragenen der alten Ausgabe, die ich peu à peu chronologisch hier einrücke – unnumerierte** dagegen die neuen.

*) ich soll nicht auf Leitern steigen, sagt mein Arzt, aber für Allemann muß ich doch, weil er so weit oben ist
**) 2 N 1 M: so ists mir recht (denn ich sage auch número uno und nicht Nummero usw)

164. American Life in Poetry: Column 245

BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE

I love the way the following poem by Susie Patlove opens, with the little rooster trying to “be what he feels he must be.”  This poet lives in Massachusetts, in a community called Windy Hill, which must be a very good place for chickens, too.

Poor Patriarch

The rooster pushes his head
high among the hens, trying to be
what he feels he must be, here
in the confines of domesticity.
Before the tall legs of my presence,
he bristles and shakes his ruby comb.
Little man, I want to say
the hens know who they are.
I want to ease his mistaken burden,
want him to crow with the plain
ecstasy of morning light as it
finds its winter way above the woods.
Poor outnumbered fellow,
how did he come to believe
that on his plumed shoulders
lay the safety of an entire flock?
I run my hand down the rippled
brindle of his back, urge him to relax,
drink in the female pleasures
that surround him, of egg laying,
of settling warm-breasted in the nest
of this brief and feathered time.

American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2007 by Susie Patlove from Quickening, Slate Roof Press, 2007. Reprinted by permission of Susie Patlove and the publisher. Introduction copyright © 2009 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.

163. Cervantes-Preis

Der mexikanische Schriftsteller José Emilio Pacheco, 70, erhielt am Montag den Cervantes-Preis, der als der bedeutendste Literaturpreis der spanischsprachigen Welt gilt. Die Jury nannte Pacheco einen „außergewöhnlichen Dichter des alltäglichen Lebens mit Tiefe und der Fähigkeit, seine eigene Welt zu erbauen“. Pacheco gilt als wichtigster mexikanischer Dichter des 20. Jahrhunderts, er schuf aber auch Romane und Kurzgeschichten und ist Kritiker und Übersetzer.

Zu seinen Gedichtbänden zählen Los Elementos de la Noche (Die Elemente der Nacht, 1963), El Reposo del Fuego (Der Schlaf des Feuers, 1966) und No Me Preguntes Como Pasa el Tiempo (Frag mich nicht wie die Zeit vergeht, 1969).

Der Cervantes-Preis ist mit 125,000 Euro (187,500 Dollar) dotiert und wird jährlich vom spanischen Kulturministerium vergeben. / monstersandcritics

Mehr: CBC News /

„Einer der großen Dichter spanischer Sprache“ (José Manuel Caballero Bonald) – „ein großer Dichter vom Schlage  Octavio Paz'“ (César Antonio Molina)

In Chile bedeutet das auch, daß es wieder nicht Nicanor Parra wurde

Nachrichten auf Spanisch: Milenio / El país /El mundo / Erklärung des mexikanischen Präsidenten /

Bücher in Übersetzung:

Der Tod in der Ferne
Residenz,Salzburg, 1992
Übersetzung: Leopold Federmair, Maria Alejandra Rogel Alberdi

Kämpfe in der Wüste
Residenz, Salzburg, 1995
Übersetzung: Leopold Federmair, Maria Alejandra Rogel Alberdi

Nachtzirkus
Ammann, Zürich, 2002
Übersetzung: Juana und Tobias Burghardt

Rückkehr zu Sisyphos: Gedichte 1959-2000. Ausgewählt und übersetzt von Leopold Federmair und Alejandra Rogel Alberdi. Edition Selene, Wien 2003. 168 S., Fr. 27.90.

Die Jury

El jurado ha estado presidido por José Antonio Pascual, representante de la Real Academia Española y formado por: Jaime Labastida, representante de la Academia Mexicana de la Lengua; Luis García Montero, propuesto por la Conferencia de Rectores de las Universidades Españolas; María Agueda Méndez, por la Unión de Universidades de América Latina; Soledad Puértolas, por la directora del Instituto Cervantes; Almudena Grandes, por la ministra de Cultura; Pedro García Cuartango, por la Federación de Asociaciones de Periodistas de España; Ana Villarreal, por la Federación Latinoamericana de Periodistas; David Gíes, por la Asociación Internacional de Hispanistas; y Juan Gelman, autor galardonado en la edición 2007. Como secretario ha ejercido Rogelio Blanco, director general del Libro, Archivos y Bibliotecas y como secretaria de actas, Mónica Fernández, subdirectora general de Promoción del Libro, la Lectura y las Letras Españolas.

Vgl. L&Poe

2001    Jun    #    Auf dem Internationalen Literaturfestival Berlin
2004    Nov    #69.    Esther Andradi

162. Lyrikabend in Antananarivo

Dieser Freitagabend im Kulturzentrum Albert Camus* war besonders spirituell und kommunizierend. Zu sanfter Musik auf Valiha [Bambuszither], Flöte, Geige und Gitarre, gespielt von zwei Kindern des [1978 verstorbenen] Dichters Dox, gesellten sich leichte Choreographien der Gruppe Zanatohatra.  Und die Poesie scheint aus ihrem Grab aufzuerstehen…
Am Ende der 2000er Jahre hallt das Werk von Dox und Esther Nirina immer noch in uns nach. Sie bleiben eine Mahnung, die malegassische Poesie zu bewahren, deren Noblesse getrübt ist durch die Kälte einer Öffentlichkeit, die unsensibel geworden ist für spirituelle Gegenstände jenseits der Kirche.

Glücklicherwiese ist die Rettung da… An dieser Dichterlesung konnten die jungen Dichter von Faribolana Sandratra** mit ihren erfrischenden Texten die Fackel bewahren. Der Stil ändert sich, aber die Flamme bleibt die gleiche. / Hernan Rivelo, L’Express de Madagascar 30.11.
*) Wie fast alle Zeitungen der Welt stehen auch malegassische im WWW für alle Welt sichtbar, vergessen aber hinzuzufügen, um welche Stadt es sich gerade handelt. (Denn  ihre Stammleser, die das Blatt aus dem Hausbriefkasten ziehen, wissen es natürlich). Nehmen wir an, es handelt sich um die Hauptstadt Antananarivo.
**) eine malegassische Dichtergruppe

Hier: Feldforschung in einer Vereinigung von malegassischen Schriftstellern und Dichtern in Antananarivo (Universität Bayreuth)

(Auch eine interessante Vorstellung: Ethnologische Feldforschung bei jungen Dichtern in Bayreuth. Wenn jemand so etwas macht, oder sich Kenntnis verschafft etc.: Nachricht genügt!)

161. Kriminalroman als Prosagedicht

Sie sind der Erfinder des Kriminalromans als Prosagedicht, glaube ich. Warum diese extrem verdichtete, rhythmisierte Sprache für ein solches Sujet?

Als Teenager habe ich sehr viele Gedichte geschrieben, und ich empfinde Lyrik noch immer als natürlichere Ausdrucksweise. Ich denke, in mancher Hinsicht ist Lyrik eine wahrhaftigere Abbildung unseres Lebens.

/ Der britische Autor David Peace im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau 30.11.

160. Ausstellung

Als Dr. Peter Böthig 1988 die DDR verließ, hatte er einen Rucksack und zwei Koffer dabei. In einem Koffer befanden sich Texte, Bilder und Poesie des DDR-Untergrunds.

Auf die Frage eines Grenzers, was er denn in den Koffern habe, antwortete der heutige Leiter des Rheinsberger Kurt Tucholsky Literaturmuseums: „Ach, nur Bastelkram!“ Der Grenzer glaubte es, Böthig reiste aus und mit ihm einige der faszinierendsten Hinterlassenschaften Ostberliner Künstler.

Einige dieser Bücher, Gedichte und Bilder können Besucher nun im Rheinsberger Literaturmuseum bestaunen, wo am Sonnabend die Ausstellung „Poesie des Untergrunds – Die Ostberliner Literaten- und Künstlerszene 1979 bis 1989“ eröffnet wurde. / Märkische Zeitung / Ruppiner Anzeiger 30.11.