38. Schwarze Milch der Provinz

Neue Perspektiven auf alte Werke… heute aus Leipzig:

Die euro-scene Leipzig findet vom 05. – 10. November 2013 zum 23. Mal statt. Das Festival zeitgenössischen europäischen Theaters und Tanzes zeigt 12 Gastspiele aus 11 Ländern in 24 Vorstellungen und 8 Spielstätten. Das Spektrum umfasst Tanz- und Sprechtheater, Performances, musikalische Bühnenformen und ein Stück für Kinder. Die Schirmherrschaft übernahm Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig. Die Programmauswahl liegt in den Händen von Festivaldirektorin Ann-Elisabeth Wolff.

Das Festival steht diesmal unter dem Motto »Schwarze Milch«. Diese Metapher fußt auf dem gleichnamigen Theaterstück des lettischen Regisseurs Alvis Hermanis aus Riga, das zu den diesjährigen Festivalgastspielen gehört. Es handelt von dem Verlust ländlicher Identität und den Gefahren der Globalisierung. »Das Motto steht aber auch als Synonym für Niedergang und Zerfall, Werden und Vergehen, für das Wechseln von Perspektiven im Laufe unseres Lebens«, so Festivaldirektorin Ann-Elisabeth Wolff. / mehr

37. Poetry and science

Most pre-scientific cultures used poetry to express ideas about the creation of the earth, and many of them are surprisingly similar. From the chants of the Maori Io tradition to Hesiod’s Theogony, poets have propounded theories and told stories of the creation of something from nothing, stories that still inform the work of modern poets like Billy Marshall-Stoneking, who draws on Aboriginal Australian legends for his poem Tjukurrpa (Creation Times).

In the 19th century, advances in geology began to make more fact-based scientific explanations of the genesis of the earth more achievable, and a key landmark was the 1830-31 publication of Charles Lyell’s Principles of Geology: being an attempt to explain the former changes of the earth’s surface by reference to causes now in operation. Lyell’s driving principle was that „the present is the key to the past“, and this clearly struck a chord with Kenneth Rexroth, who links geology, the formation of the earth, and present human love in his poem Lyell’s Hypothesis Again.

If anything, Hugh MacDiarmid’s magisterial On A Raised Beach makes this link even more explicit right from the opening lines ‚All is lithogenesis – or lochia,/ Carpolite fruit of the forbidden tree‘. The birth of stones and childbirth are balanced one against the other as the source of ‚all‘, and the forbidden tree whose fossil fruit they are recalls one of the most famous genesis tales of all.

Most people will know the story of Eve from the outside, as it were, but in Paradise Lost Milton has her describe her creation from her perspective, starting with her awakening to wonder ‚where/ And what I was, whence thither brought, and how.‘ It’s a typically daring conceit, giving a new twist to a familiar narrative. / Guardian

36. Mit den Fingerspitzen

„Der Schreiber muß sich davon lösen, dem Glanz der ‚einfachen‘ Erkenntnis nachzujagen“, schrieb Thomas Brasch 1971 in sein Tagebuch. Und: „Die Welt, in der wir uns aufhalten, muß vorsichtig mit den Fingerspitzen neu begriffen werden (…).“

UND WENN WIR NICHT AM LEBEN SIND
dann sterben wir noch heute.
Die Liebe stirbt, du lebst, mein Kind
Die Mädchen werden Bräute.

Ach, wenn ihr mich gestorben habt,
lebt ihr mich weiter heute,
gemeinsam wird 1 Land begrabt
und einsam sind die Leute.

Thomas Brasch: Die nennen das Schrei
Hrsg. v. Martina Hanf und Kristin Schulz
Suhrkamp Verlag, Berlin 2013
1029 Seiten, 49,95 Euro
ISBN: 978-3518423455

Insa Wilke bespricht den Band im DLF

35. Poetopie

in der Menschenmenge plötzlich getroffen von einem Paar Augen – in dem einen Blick, kurz und unendlich, halten sich Zwei

Hansjürgen Bulkowski

34. Wortgewebe und Melodien

Einen „Prospekt“ – wie die Prachtstraße von St. Petersburg oder die Schauseite einer Orgel – nennt Ron Winkler den Introitus seiner neuen Gedichtsammlung „Prachtvolle Mitternacht“. Und wenn er nicht die Petersburger Magistrale oder den Orgelprospekt meint, dann denkt er vielleicht an den Lagebericht eines Unternehmens, das den Börsengang plant; an eine Werbeschrift, den Faltprospekt, denkt er wohl weniger. Aber immer darf man bei Winkler vermuten, dass mehrere Bedeutungen sich zu einem Geflecht verknüpfen, aus dem eine eigene und neue Lexik entsteht. (…)

So gelingen Ron Winkler seidene Wortgewebe und Melodien wie seine „Serenade“: „ich denke daran, wie Streichinstrumente / auf Rosshaar spielen, / ich denke an die Flügel geflügelter Worte, / an die Engelszungen der Teufelskreise, denke / an die Form der Lungen eines langen Gedichts“. Da ist es wieder, das von Walter Höllerer vor vielen Jahren propagierte „Lange Gedicht“. Nun ist es ganz kurz, aber es hat ein eigenes Pneuma. / Herbert Wiesner, Die Welt

Ron Winkler: Prachtvolle Mitternacht. Schöffling & Co., Frankfurt/M. 100 S., 18,95 €.

33. Mütze 5

Gegen Ende dieses prächtigen Sommers erscheint die fünfte Mütze: Sie bringt einen Aufsatz von Guy Davenport zum Maler Balthus und einen Text von Stephan Broser zur Geburt der Psychoanalyse, eine “Ohrenperformance mit LiveQuide” von Brigitte Oleschinski und das Ende des ersten Kapitels von “Absalom, Absalom!” von William Faulkner im amerikanischen Original und der Neuübersetzung von Günter Plessow. Bestellt werden kann sie hier: http://muetze.me/muetze-bestellen.html

32. Wider-Lager

Das Neue Deutschland hat Sympathien für den skeptischen Herrn Enzensberger:

In diesem geistreichen Büchlein bestätigt Enzensberger sein denkerisches Wesen: Dieser Dichter vom Jahrgang 1929 erwies sich im Laufe seiner Lebenskurven als nur bedingt talentiert für ideologische Lagertreue. Er ging zunächst wortführend durch die schöne anarchische Emphase der Achtundsechziger, kam aber in deren eigenen rüden Ideologisierungsschüben zum nüchternen Erwachen: Um sich zu rechtfertigen, endet offenbar jedes neue Denksystem irgendwann in der Selbstzerstörung. Dies beherzigend, lauert dieser Autor unsentimental und pfiffig darauf, wirklich jeder These, die Zeitgeist wird, umgehend eine gegenteilige Argumentation entgegenzusetzen.

Hans Magnus Enzensberger: »Herrn Zetts Betrachtungen, oder Brosamen, die er fallen ließ, aufgelesen von seinen Zuhörern«. Suhrkamp Verlag, Berlin 2013. 229 S., geb., 15 €.

31. Österreichische Literatur

Im selben Jahr, da Nicolai das aufgeklärte Deutschland vom jammervollen Zustand der Literatur in Österreich unterrichtete, schrieb Aloys Blumauer, der bekannteste österreichische Lyriker dieser Zeit: «Wenn die deutsche Literatur, wie sie jetzt ist, noch weiter rücken soll, so muss sie von Wien aus weiter geführt werden.» Darin spricht sich kein geringes Selbstbewusstsein aus, erreichte die deutsche Literatur doch gerade damals ihr Stadium der Weimarer Klassik, in der die auf zahllose Fürstentümer zersplitterte Nation immerhin ihre geistige Einheit auf höchstem Niveau verwirklichte. Blumauer war allerdings kein Klassiker, sondern ein frecher Parodist, der in seinem Versepos «Travestirte Aeneis» die griechische und deutsche Klassik in die Niederungen des Alltäglichen herabzerrte, und dies mit einem leichthändig reimenden Sprachwitz, der erst von Heinrich Heine wieder erreicht wurde. (…)

Als erste österreichische Dichterin firmiert bei Zeyringer eine Adelige aus Niederösterreich, in deren Familie das geheime, verbotene Luthertum eine grosse Rolle spielte. Catharina Regina von Greiffenberg hat in ihrer religiösen Dichtung Jesus betörend sinnlich beschworen und das Spirituelle sexuell aufgeladen. Niemand hat übrigens leidenschaftlicher auf diese Dichterin der Liebe hingewiesen als eine österreichische Liebeslyrikerin von heute, Evelyn Schlag.

Als erster Autor wiederum ist der Greiffenberg der sprachgewaltig donnernde Abraham a Sancta Clara zur Seite gestellt. Dieser Bussprediger und Todesbeschwörer zu Zeiten der Pest, ein jubilierender Verfechter von Kaiser und habsburgischer Herrschaft, hat eine derbe, auflachend-witzige Sprache geschaffen, die zugleich volkstümlich und artifiziell ist (was eine bestimmte Traditionslinie der österreichischen Literatur bis herauf in die Gegenwart zieht). Dazu berichtet Zeyringer von einem Faktum, das, näher betrachtet, geradezu sensationell anmutet: Die Auflage, die Bücher um 1700 in Österreich erreichten, lag bei 1000 bis 1500 Stück, war also ungefähr so hoch wie bei heutigen Neuerscheinungen! Und Abraham a Sancta Clara brachte es mit «Mercks Wien!», einem Buch geharnischter und gewitzter Scheltreden, auf 18000 Stück, was auch für literarische Werke, die heute in Österreich verlegt werden, eine selten erreichte Obergrenze darstellt. / Karl Markus Gauss, NZZ

Klaus Zeyringer / Helmut Gollner: Eine Literaturgeschichte: Österreich seit 1650. Studien-Verlag, Innsbruck 2013. 840 S., Fr. 49.90.

30. Twitter – ägyptisch

So räsoniert der Journalist und Autor Chalid al-Chamissi über den Textnachrichtendienst Twitter mit seiner 140-Zeichen-Beschränkung: «Diese Idee, dass man sich sehr präzis und konkret ausdrückt, widerspricht der ägyptischen Idee des Schreibens diametral.» Er glaubt daher, Ägypten befinde sich mitten in einer kulturellen Revolution. / NZZ

29. Ein serbischer Hermetiker

Vasko Popa und Miodrag Pavlović haben seine eminente Bedeutung erkannt und sich herausgeberisch für ihn eingesetzt, doch wurde Momčilo Nastasijević (1894–1938) nie über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Stellte seine hermetisch-opake Lyrik schon für den serbischen Leser eine Herausforderung dar, galt dies umso mehr für jeden Übersetzer. Robert Hodel ist das Wagnis eingegangen und legt nun eine repräsentative Werkauswahl in deutscher Übertragung vor, ergänzt durch ein umfangreiches Vorwort. (…)

Momčilo Nastasijevićs Hauptwerk, «Fünf lyrische Kreise», ist eine rätselhafte, zwischen Mystik und Avantgarde oszillierende Sammlung, die um Natur, Einsamkeit und Tod kreist und sprachlich-grammatische Gesetze zugunsten eines musikalisch-spirituellen Ausdrucks ausser Kraft setzt. Mit dem Gang da ins Ungängige, / mit dem Umweg ins Wegelose, / und Furten, um nicht zu durchfurten. Die durch religiöse Metaphern, Wortneubildungen und eine regelwidrige Syntax begünstigte Hermetik fasziniert ebenso, wie sie irritiert. (…) Eine eigenständige Stimme ist der sensualistische Metaphysiker Nastasijević allemal, nicht nur im Chor der modernen serbischen Poesie. / Ilma Rakusa, NZZ

Momčilo Nastasijević: Sind Flügel wohl . . . Gedichte und Prosa. Herausgegeben und übertragen von Robert Hodel. Leipziger Literaturverlag, Leipzig 2013. 274 S., € 29.95.

28. David Schalko

Der Standard sprach mit dem Schriftsteller David Schalko:

Standard: Warum schreiben Sie keine Gedichte mehr, so wie 1995 in „Bluterguss und Herzinfarkt“?

Schalko: Mir sind jetzt die großen Erzählbögen wichtiger. Zur Lyrik werde ich im Alter zurückkehren, wenn ich dann zu müde bin für lange Geschichten.

(…)

Standard: Sie haben einst auch H. C. Artmann gekannt?

Schalko: Flüchtig. Er war extrem vielseitig, sprach vierzehn Sprachen, und für ihn war jeder Winkel seines Lebens mit Literatur ausgeleuchtet. Er war durchsetzt von Literatur, einer der wichtigsten deutschsprachigen Literaten. Es ist sehr schade, dass er heute nicht mehr viel gelesen wird.

27. Preis für Böhmer

Ricarda Junge und Paulus Böhmer haben am Donnerstag in Frankfurt den Robert-Gernhardt-Preis erhalten. Die beiden Autoren teilen sich den mit insgesamt 24 000 Euro ausgestatteten Preis. Die 1979 in Wiesbaden geborene Ricarda Junge werde für ihr Romanprojekt «Die letzten warmen Tage», der 1936 in Berlin geborene Paulus Böhmer für sein Lyrikprojekt «Zum Wasser will / alles / Wasser will weg» ausgezeichnet, teilte das hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit.

Beide Preisträger seien eng mit der Literaturförderung in Hessen verbunden: Paulus Böhmer als Mitbegründer des Hessischen Literaturforums und dessen langjähriger Leiter, Ricarda Junge als zweimalige Preisträgerin des literarischen Schreibwettbewerbs «Junges Literaturforum Hessen-Thüringen» und als Mitarbeiterin im Literaturforum. / Frankfurter Neue Presse

26. Kleine Attacke auf die Literaturkritik

Sein Grundsatz als Kritiker war:

„Ich bin eigentlich von mir aus ein Gegner der negativen Kritik, also der Verriß-Kritik, weil ich finde, es ist Selbstbefriedigung, und führt auch sachlich zu nichts“.

(…)

Sein Rat, heut ein Vermächtnis (er würde dieses Wort aber nicht mögen), in „Kleine Attacke auf die Literaturkritik 1979 von einem, der das Metier selbst ausübt„:

Nicht nach neuen Klassikern suchen. Wer sich als Klassiker anbietet, ist schon verdächtig. Wer Klassiker anzupreisen versucht, ist noch verdächtiger. Irritation und Destruktion dem Gefestigten vorziehn, aber diesen Grundsatz auch umstoßen und vielleicht gerade einen Stillen im Lande bevorzugen.

/ Jörg Neugebauer, Signaturen

Helmut Heißenbüttel: Zur Lockerung der Perspektive. 5 x 13 Literaturkritiken. Hg. von Klaus Ramm unter Mitarbeit von Armin Stein. Göttingen (Wallstein Verlag) 2013. 360 S., 32,- Euro.

25. Besser ein Gedicht

Kurz vor dem Zusammenbruch von Lehman Brothers hat Finanzvorstand Eric Callan eine Bilanz-Pressekonferenz abgehalten. Darin verwendete er 14mal das Wort „großartig“, 24mal das Wort „stark“ und achtmal das Wort „unglaublich“. Wenig später löste der Zusammenbruch des Geldhauses die schwerste Wirtschaftskrise aller Zeiten aus. Uns wäre es lieber gewesen, Eric Callan hätte einfach ein Gedicht vorgelesen.

schreibt der Versicherungsbote. Zum Beispiel das „Wirtschaftspornogedicht“ aus Mikael Vogels Gedichtband ‚Massenhaft Tiere‘, erschienen im Verlagshaus J. Frank, Berlin 2011. Zwar

Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet, kann es wohl nichts fragwürdigeres geben als ein Gedicht. Der Leserkreis von Lyrik ist begrenzt, Gedichtbände selten auf den Bestseller-Listen vertreten, hohe Renditen damit nicht zu erzielen. Zudem gehen Lyriker äußerst verschwenderisch mit ihren Ressourcen um. Links und Rechts vom Blattrand so viel Platz zu lassen, indem man einen Text in Versform setzt – wozu soll das gut sein?

Und doch kann die Wirtschaft etwas von der Lyrik lernen, da sind wir uns sicher. (…)

Wirtschaftssprache ist manipulativ, ist ideologisch, nicht selten selbstherrlich. Und hat ihre Wirkung fast völlig eingebüßt. Bei Sätzen auf Ramschniveau hilft weder ein Haircut noch ein Rettungsschirm.

Im Idealfall kann Lyrik etwas entgegensetzen. Sie kann Begriffe in neue Zusammenhänge betten. Sie kann Floskeln in ihrer Floskelhaftigkeit enttarnen und überraschende Bedeutungen und Einsichten eröffnen. Deshalb hat sich Versicherungsbote entschlossen, Gedichte zu veröffentlichen, die sich im weitesten Sinne mit dem Thema „Wirtschaft“ auseinandersetzen. Oder sich das Wirtschaftssprech zum Material machen.

/ Autor: Mirko Wenig

24. 2013 Ruth Lilly Poetry Fellowship Winners Announced

$75,000 in prizes awarded to five young poets

CHICAGO —The Poetry Foundation and Poetry magazine are pleased to announce the five recipients of 2013 Ruth Lilly Fellowships: Harmony Holiday, Matthew Nienow, Hannah Sanghee Park, Natalie Shapero and Phillip B. Williams. Among the largest awards offered to aspiring poets in the United States, the $15,000 scholarship prize is intended to encourage the further study and writing of poetry and is open to all U.S. poets between 21 and 31 years of age.

“Since Harriet Monroe’s founding of Poetry in 1912, to Ruth Lilly’s endowment of these fellowships in 1989, to our constant search for fresh new voices today, Poetry has always sought work that enlivens our sense of what poetry is worth and what it can do,” said Don Share, editor of Poetry magazine, in announcing the 2013 winners. “This year’s group of fellows—which includes poets whose passions range from community service to woodworking to scholarship—is especially inspiring because their extraordinary talents are so deeply informed by the way in which they have composed their lives.”

Harmony Holiday was born in Waterloo, Iowa and educated at the University of California at Berkeley and Columbia University. Her debut collection of poems, Negro League Baseball (Fence, 2011), won the Fence Books Motherwell Prize. Go Find your Father/A Famous Blues, a “dos-a-dos” book featuring poetry, letters and essays, is due out from Ricochet Editions in fall 2013. Holiday lives in New York City.

Matthew Nienow was born in Los Angeles in 1983 and spent most of his youth in Seattle. He holds an MFA from the University of Washington and a degree in Traditional Small Craft from the Northwest School of Wooden Boatbuilding. His work has appeared in Beloit Poetry JournalNew England ReviewPoetryand two editions of the Best New Poets anthology (2007 and 2012). He has received awards and fellowships from the National Endowment for the Arts, the Bread Loaf Writers’ Conference, the Elizabeth George Foundation and Artist Trust, among others. He lives with his wife and two sons in Port Townsend, Washington where he builds boats and custom wooden paddle boards.

Hannah Sanghee Park was born in Tacoma, Washington in 1986. She earned a BA from the University of Washington and an MFA from the Iowa Writers‘ Workshop. Her chapbook, Ode Days Ode, was published by the Catenary Press in 2011. She is the recipient of fellowships and awards from the Fulbright Program, 4Culture, the Iowa Arts Council/National Endowment for the Arts and the MacDowell Colony. Her work is forthcoming in Best New Poets 2013 and Poetry Northwest. Park lives in Los Angeles and is currently studying at the USC School of Cinematic Arts.

Natalie Shapero was born in Chester, Pennsylvania in 1982. She received a BA from the Johns Hopkins University, an MFA from the Ohio State University and a JD from the University of Chicago Law School. She is the author of the poetry collection No Object(Saturnalia, 2013) and her writing has appeared in The Believer,The New RepublicPoetryThe Progressive and elsewhere. Shapero is a 2012-2014 Kenyon Review fellow at Kenyon College in Gambier, Ohio.

Phillip B. Williams was born 1986 in Chicago. He is the author of the chapbooks Bruised Gospels (Arts in Bloom Inc., 2011) andBurn (YesYes Books, 2013). Williams is a Cave Canem graduate and the poetry editor of the online journal Vinyl Poetry. His poetry has appeared or is forthcoming in Blackbird, CallalooKenyon Review OnlinePainted Bride QuarterlyThe Southern Review,West Branch and others. Williams is currently a Chancellor’s Graduate fellow at Washington University in St. Louis, Missouri and is working on his MFA in creative writing.

These five emerging voices will be featured in Poetry magazine’s November issue and on poetryfoundation.org.

The Ruth Lilly Poetry Fellowship program is organized and administered by the Poetry Foundation in Chicago, publisher ofPoetry magazine.

Note: In 2014, the Ruth Lilly Poetry Fellowships will become the Ruth Lilly and Dorothy Sargent Rosenberg Fellowships and the current $15,000 Ruth Lilly Poetry Fellowship prize amount will nearly double. This increase is the result of a generous gift from the Dorothy Sargent Rosenberg Memorial Fund.

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About the Ruth Lilly Poetry Fellowship Program
Established in 1989 by Ruth Lilly to encourage the further writing and study of poetry, the Ruth Lilly Poetry Fellowship program has dramatically expanded since its inception. Until 1995, university writing programs nationwide each nominated one student poet for a single fellowship; from 1996 until 2007, two fellowships were awarded. In 2008 the competition was opened to all U.S. poets between 21 and 31 years of age, and the number of fellowships increased to five, totaling $75,000.

About Poetry Magazine
Founded in Chicago by Harriet Monroe in 1912, Poetry is the oldest monthly devoted to verse in the English-speaking world. Monroe’s “Open Door” policy, set forth in Volume 1 of the magazine, remains the most succinct statement of Poetry’s mission: to print the best poetry written today, in whatever style, genre, or approach. The magazine established its reputation early by publishing the first important poems of T.S. Eliot, Ezra Pound, Marianne Moore, Wallace Stevens, H.D., William Carlos Williams, Carl Sandburg, and other now-classic authors. In succeeding decades it has presented—often for the first time—works by virtually every major contemporary poet.

About the Poetry Foundation
The Poetry Foundation, publisher of Poetry magazine, is an independent literary organization committed to a vigorous presence for poetry in our culture. It exists to discover and celebrate the best poetry and to place it before the largest possible audience. The Poetry Foundation seeks to be a leader in shaping a receptive climate for poetry by developing new audiences, creating new avenues for delivery, and encouraging new kinds of poetry through innovative literary prizes and programs. For more information, please visit poetryfoundation.org.

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