8. In Thailand

Am Freitag werden die Gewinner des bedeutendsten Literaturpreises in Thailand, des „SEA Schreibpreises“ (Southeast Asian Writers Write Award), bekanntgegeben. In diesem Jahr wird er in der Kategorie Lyrik vergeben. / Bangkok Post

Er wird seit 1979 jährlich im Oktober in Bangkok an Schriftsteller aus dem ASEAN-Raum vergeben, dazu gehören die Länder Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur,Thailand and Vietnam. / Wikipedia

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7. Vokal-Wiese

Rolle und Funktion des Dichters in der bäuerlich-konservativ geprägten Gesellschaft und gleichzeitig im Kontext der blutigen Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten, zwischen Republikanern und dem Vereinigten Königreich anhängenden Unionisten, sind die Eckpunkte seiner frühen Lyrik. Dazu gelingt es Heaney, in kühnen Analogien Geschichts- und Mythenbewusstsein mit dem durchaus nicht unromantischen Bewusstsein um die traditionelle Landschafts- und Naturbeziehung der Iren zu verknüpfen. Sein Bewusst-Sein um Sprache und Schreiben ist dann auch der konstante Faktor in seiner Lyrik. Die Selbstreferentialität, das auf sich selbst Verweisen der poetischen Sprache, verstärkt sich noch in der Ineinssetzung von Sprache und Welt, Sprache und irischer Landschaft:

Anahorish

Mein «Ort klaren Wassers»,
der erste Berg auf der Welt,
wo Quellen ins blanke Gras spülten und
Kopfsteine dunkelten
Im Flussbett des Wegs.
Anahorish, sanftes Gefälle
Von Mitlaut, Vokal-Wiese.

/ Bruno von Lutz, NZZ

6. Pounds Schule

Der Duktus ist, wie es sich für ein Elementarbuch gehört, einigermassen autoritativ: Ezra Pound als Lehrer lässt keinen Zweifel daran, dass hier ein gewiefter Praktiker die Nachwachsenden in die Anfangsgründe seiner Berufserfahrung einweiht, ins rechte Lesen, das allen Schreibens Anfang ist. Recht lesen heisst anders lesen, als es damals, 1934, bürgerliche Lektüregewohnheiten und Lehrpläne der Universitäten (Pound definiert sie gern als «Anstalten zur Verhinderung des Lernens») vorsahen.

Das Alternativprogramm der «Ezraversity» bietet Grundlagenforschung und eine Neubestimmung des Kanons. Was ist Dichtung? Dichtung ist Verdichtung, sagt Pound mit einem deutschen Wortspiel, das etymologisch falsch, aber sachlich richtig ist. Oder: «Literatur ist Neues, das neu BLEIBT», «news that STAYS news»; man könnte auch sagen, eine Nachricht, die immer aktuell ist – gibt es eine bessere Definition? Wortspielerische Lakonik macht solche Merksätze einprägsam, die den Leser anspringenden Grossbuchstaben, so häufig in diesem Text, sorgen für den nötigen Nachdruck. Die etwas aufdringliche Typografie erinnert im Verein mit den Schlagworten an die Manifeste der Avantgarde, deren Nachhut dieses «ABC» bildet, zu einer Zeit, als die meisten Futuristen längst bei den Faschisten mitliefen.

Aber Pound stellt weder, wie einst Marinetti, brüllende Automobile über die Nike von Samothrake, noch wirbt er für den Abriss der Museen. Als konservativer Revolutionär will er den Wust des Tradierten auf seine Tauglichkeit für das Heute hin sichten; denn er sieht, unbescheidenerweise, die Funktion von Literatur darin, die Menschheit zum Weiterleben zu animieren. / Werner von Koppenfels, NZZ

Ezra Pound: ABC des Lesens. Aus dem Amerikanischen übersetzt und mit einem Nachwort von Eva Hesse. Arche Paradies, Arche-Literatur-Verlag, Zürich/Hamburg 2013. 138 S., Fr. 20.90.

5. Wie das Bildungsfernsehen

… die Lyrik sieht:

Wenn ein Schriftsteller Gefühle wie Leid, Freude und Liebe ausdrücken will, welche literarische Gattung liegt dann näher als die Lyrik? Keine – wie auch die Menge an klassischen Liebesgedichten zeigt.*

(Früher nannte man die Zahl von 70 Jahren für den Abstand zwischen Schulwissen und Wissenschaft. Zwei literaturwissenschaftliche Konzepte von Anfang und Mitte des vorigen Jahrhunderts, das lyrische Subjekt und der allwissende Erzähler, sind fest im Schulwissen etabliert – beim zweiten war der Abstand viel kleiner, ich betone war. Wenn man dem zitierten Bildungsfernsehen traut, hat sich der Abstand vergrößert und liegt jetzt bei 170 Jahren.)

*) Die Differenz zwischen Schule und Praxis ist nicht kleiner als die zwischen Schule und Theorie. In der Lebenswirklichkeit der Schüler (und kaum viel anders als der ihrer Eltern) sieht die Hierarchie anders aus. Wo sucht man den Ausdruck von Gefühlen? 1. Popmusik, 2. Spielfilme, (…) 12. Romane, (…) 97. Klassische Liebeslyrik.

4. Der Körper liest mit

Literatur beeinflusst den Gemütszustand und auch den Körper des Lesers. Die körperlichen Auswirkungen der Lektüre werfen ein neues Licht auf die Mechanismen, die dem Bewusstsein die von den Wörtern geschaffenen Stimuli übermitteln. Die Lektüre von Substantiven, Verben und Adjektiven mit negativem Inhalt (Krieg, Nazismus, foltern, zerstören, infam, tot . . .) und diejenige von Wörtern mit positivem Inhalt (Liebe, Freiheit, lachen, küssen, grossartig . . .) bewirken unterschiedliche Veränderungen der Pupillen, der Pulsfrequenz und der Färbung der Haut. Wörter mit starkem emotionalem Inhalt (die «Tabuwörter») verlangsamen die Lektüre, weil die nervösen Mechanismen ihre Wahrnehmung bremsen. Wenn man den Satz liest: «Der Dichter schrieb die Gedichte mit Tinte» ist die Gehirnaktivität anders als beim ähnlichen, aber sinnlosen Satz: «Der Dichter schrieb mit Butter.» Wenn wir in einem Sportbericht lesen, ein Fussballer habe mit dem rechten Fuss ein Tor erzielt, werden im Gehirn nicht nur die Sprachregionen, sondern auch die für den rechten Fuss zuständigen motorischen Zentren aktiviert, obwohl sich der Fuss nicht bewegt. Wenn wir nach mehrmaliger Lektüre des Fussballberichtes mit dem rechten Fuss einen Ball treten, tun wir es genauer als vorher. Lesen und Zuhören vermitteln den Hirnzentren visuelle oder akustische Signale, die das Bewusstsein als Wörter mit Bedeutung, Sinn, Ton, Rhythmus, Bild und Emotion erreichen. Ein Text ist nur ein Gekritzel, solange er von einem Gehirn nicht gelesen und verstanden wird.

Undurchdringliches Rätsel

Das Selbstbewusstsein erforscht durch die Poesie jene verborgenen und geheimen Winkel der Seele, die es in der Sprache der Prosa nicht beschreiben könnte. Das Rätsel der Poesie ist nicht nur für Ästhetikforscher und Literaturwissenschafter, sondern auch für Naturwissenschafter nahezu undurchdringlich. Warum stimulieren Wörter, die in einer bestimmten Reihenfolge stehen, das limbische System und einen Teil der vorderen Hirnrinde bis zu jenem Punkt, an dem die unaussprechliche Schönheit der poetischen Kunst erfasst wird, während dieselben Wörter nichts anderes als Bedeutungsträger sind, wenn sie in einer anderen Reihenfolge angeordnet sind? Warum wurde die Poesie erschaffen? Ist sie lediglich eine Zier des Lebens, oder hat sie eine existenzielle Bedeutung? Warum bestehen Verse aus kurzen Textzeilen, und warum bedient sich die Poesie oft des Reims?

/ Arnaldo Benini, NZZ

3. Poetopie

ein Stück Himmel über jedem Kopf, unter jedem Fuß ein Stück Erde

/ Hansjürgen Bulkowski

2. Übersetzt

Gedichte des deutschpersischen Dichters Cyrus Atabay wurden von Bijan Elahi (mit Unterstützung des 1996 gestorbenen Dichters) ins Persische übersetzt und erschienen jetzt in Teheran, meldet IBNA.

1. Zum Tod von Seamus Heaney

Sein Ruhm wuchs ständig und mit ihm die Anerkennung in Form von Preisen. Sie gipfelte im Literaturnobelpreis 1995, sie drückte sich aber auch darin aus, dass er in seiner Heimat, dem vielleicht „literarischsten“ europäischen Land, quasi als Nationaldichter verehrt wird.

In einem Gespräch mit dem Standard vor vier Jahren reagierte er verhalten auf diese Zuschreibung. Irische Dichter hätten immer die Rolle nationaler Barden einnehmen sollen. Aber heute würden sie auf diese Tradition zu Recht „vorsichtig, oft ironisch, manchmal sogar mit Spott“ reagieren. Kein Dichter könne es sich leisten, zum Sprachrohr einer Parteilinie zu werden.

Sehr wohl kann er aber für ungewöhnliche Poesie das Wort ergreifen. So lobte Heaney einmal unter den verwunderten Blicken der anwesenden Philologen die „verbale Energie“ des Rappers Eminem. / Der Standard

Was hören und sehen wir bei ihm? Eine unendliche Fülle von Materie. Das Hämmern des Amboss, Dreck und Schlamm, das Rauschen des Regens, Erdklumpen, die einem ins Gesicht fliegen, landwirtschaftliches Gerät. Vergehende Jahreszeiten, mieses Wetter, Menschen, die sich bücken müssen. Auch wenn man diesen traditionsbewussten, ebenso zupackenden wie nachdenklichen Poeten gern mit W. B. Yeats verknüpft, dem Leitstern der dichterischen Moderne in Irland, erinnert Heaneys lyrische Archäologie in ihrer konkreten Körperlichkeit fast an die amerikanischen Puritaner, deren dichterischer Bildervorrat sich aus Radmachen, Erntearbeit und Bierbrauen speiste. Daneben allerdings gibt es den zweiten Heaney, einen poeta doctusohne Bildungsdünkel, den Gastprofessor in Harvard und anderswo. Hier ist er demütig, erinnert an die Jahrhunderte vor ihm, und erweist sich als Hüter einer poetischen Tradition von Gerald Manley Hopkins bis Ossip Mandelstam. Seine akklamierte Übersetzung des altenglischen „Beowulf“ wurde zum Bestseller der Seminarräume. / Paul Ingendaay, FAZ

Wir erwarten von jedem Gedicht eine Ahnung dessen, was in der Sprache möglich ist, und spüren sofort, wenn es ihm daran ermangelt. Aber sogar ich ändere meine Gewohnheiten und muss Ihnen gestehen, dass ich in den letzten vier oder fünf Jahren zu einem Googler geworden bin: Ich hätte vor unserem Gespräch Ihren Namen googlen sollen. / Heaney im Gespräch mit der FAZ

Gedicht Die Schlammvision /  Digging

Mehr: Die Welt / taz /  Badische Zeitung / Berliner Zeitung / New York Times / Irish News

117. Hoffnung und Geschichte

Als Nordire verfügte Heaney über eine beispiellose menschliche Autorität während des akuten Nordirlandkonflikts. Dabei beschäftigte er sich in der Sammlung «North» mit den versteckten Winkelzügen der Nordiren, die sich so in einer gespaltenen Gesellschaft von einander abgrenzen. Heaney warnte vor «Zungen, die sich wie Dochte unter Flammen krümmen». Im Epos «The Cure at Troy», das in fliessenden Hexametern gehalten war, prägte Heaney den Satz, der den ganzen nordirischen Friedensprozess beleuchtete, als er von Zeiten schrieb, da sich «Hoffnung und Geschichte reimen». Obwohl er technisch ein britischer Staatsbürger war, sah sich Heaney stets als Ire: «Es sei gesagt, dass mein Pass grün ist. Kein Glas wurde je bei uns aufs Wohl der Königin erhoben», schrieb er. / Martin Alioth, Neue Zürcher Zeitung

116. Wie geht es der Lyrik?

Thomas Wohlfahrt im Gespräch mit Christine Watty im DLR. Auszug:

Deutsche Dichtung finde international kaum statt, sagt der Germanist Thomas Wohlfahrt. Ein nationales Zentrum für Poesie solle die deutsche Lyrik im Ausland wieder bekannt machen. Außerdem könnte es alle schon vorhandenen Gedichten sammeln und zugänglich machen.

(…)

Wie geht es eigentlich der Lyrik hierzulande?

Thomas Wohlfahrt: Das ist sicherlich die richtige Frage. Der Bedarf ist da. Der Lyrik in diesem Lande geht es gut, was die Produktion betrifft. Ich glaube Lyrik aus der Bundesrepublik Deutschland – das meint die deutsche, aber natürlich auch die anderssprachige, die hier entsteht – gehört zu den spannendsten in der Welt, weil sie auch eine große Poesiegeschichte hinter sich hat oder darauf zurückgreifen kann, was immer wichtig ist. (…)

Diese beiden anderen literarischen Künste haben ihre Orte, Lyrik hat sie nicht. Andere Länder haben es uns vorgemacht, wie gut es ist, wenn man solche Zentren hat. Das ist ja nicht, um etwas zusammenzupressen, sondern als Transmissionsriemen muss man das bitte verstehen. Da übernimmt man gesamtstaatliche Aufgaben. Das ist ja ganz wichtig in diesem Land, das ja föderal strukturiert ist.

Watty: Die Lyrik hat also diesen Ort nicht, sagen Sie, und sie hat natürlich auch immer noch diesen Nischenbeigeschmack. An dieser Stelle wäre es vielleicht ganz gut, wenn Sie uns noch mal beweisen, wie aktuell und wie nah dran die Lyrik auch sein kann, um vielleicht auch Menschen zu überzeugen, für die das immer nur dieses Tüpfelchen auf dem I, das, was ganz oben steht, ist.

Wohlfahrt: Die Dichterin Monika Rinck hat ein Gedicht geschrieben, das heißt schlicht und ergreifend „Zinsverbot“, spielt an auf das, was ja verboten war bis ins 16. Jahrhundert, überhaupt Zins zu nehmen. Das war unschicklich, gehörte sich nicht, das war dem Juden als dem vorbehalten, der damit Wucher machte. Das hatte natürlich wieder mit jüdischen Diskriminierungen zu tun, und so weiter, und so fort – also, das „Zinsverbot“ von Monika Rinck geht folgendermaßen, und da wird es vielleicht deutlich, was Lyrik alles kann:

Zinsverbot

Da hat doch schon wieder jemand die Milch in der Kuh verkauft.
Die Zukunft steht prinzipiell offen. Moment, das ist mein Euter!
Ihr sollt die Milch nicht im Euter verkaufen. Futures, Terminhandel:
auch das nicht. Und ihr sollt nicht mit unreifen Früchten handeln.
Ihr sollt warten, bis die Reize eine angemessene Größe haben,
groß genug, um damit für Tiernahrung oder Mietwägen zu werben.
Ja, das dauert. Stichwort: Volatilität! Auch sollt ihr die Wolle nicht
auf dem Rücken der Tiere verkaufen. Nicht einmal das. Und Zins
sollt ihr nicht nehmen! Wie? Zins nicht! Ihr habt schon verstanden.
Wenn man euch versehentlich Gelder als Zinsguthaben übereignet,
werdet ihr die präzise atomisieren, zugunsten insolventer Besteller.
Das wäre es, in etwa. Mehr braucht ihr dazu gar nicht zu wissen.
Und es wird euch wohlergehen auf Erden. Ja, ich meine es ernst.

(…)

Was fehlt, ist natürlich der Bereich des internationalen Auftritts. Der deutsche Dichter oder Dichtungen aus diesem Land findet international kaum statt. Das bricht richtig weg, nach Brecht, Benn, Celan das kann man nachweisen. Zum Beispiel gilt Hermann Hesse in aller Welt als der große deutsche Lyriker nach Goethe. Spielt bei uns in dieser Form weniger eine Rolle, ne?

Ein Zentrum hat dafür zu sorgen, dass dieser Austausch organisiert wird, indem man Übersetzungsförderung macht. Wenn ich sage, deutsche Dichtung sollte wieder in der Welt wahrgenommen werden, heißt das auch, ich muss den Gegenverkehr auch zulassen und den auch organisieren. Es geht eigentlich darum, sich auch das Gedächtnis wieder zu organisieren. Wir haben sicherlich Sammelstellen in Marbach, Weimar und wo auch immer, aber die deutschsprachige Lyrik der Gegenwart ist nirgendwo konsequent gesammelt. Das heißt, wir denken an eine Mediathek. Das meint das Buch, natürlich.

Aber Lyrik, das hat mit ihrem Charakter zu tun, existiert eben auch in allen möglichen anderen formalen oder medialen Situationen. Da gibt es das Tape, das große Rundfunkarchiv, das geht bis zum Film, der ganze Bereich der visuellen Poesie. Neuerdings die digitale Poesie, alles da flüchtig, nirgendwo versammelt, der ganze Reichtum sollte erst mal gehoben werden und zusammengeführt werden. Und dazu, dass es so etwas gibt, wie ein, sagen wir mal, digitales Findbuch, das erstmals zusammenführt, was wo wo auch immer alles schon da ist, und verweist, wo man das finden kann.

Und viele Archive, die sammeln, die wissen gar nicht, was sie auch unter lyrischen Aspekten schon haben. Also das mal zusammenzutragen und der Welt zur Verfügung zu stellen, würde, glaube ich, sehr viel bedeuten und sehr viel bewegen für die Dichterinnen und Dichter in diesem Land, und für die ganze Dichterszene.

115. Seamus Heaney gestorben

Der irische Dichter Seamus Heaney, der 1995 den Literaturnobelpreis erhielt, starb heute in Dublin nach kurzer Krankheit, wie seine Familie mitteilt. Er war 74 Jahre alt. / New York Times

114. Fouad EL-Auwad liest

Fouad EL-Auwad (Syrien und Aachen) liest aus seinen Büchern „Das elfte Gebot und Baum des Regens“

Dienstag, 3.9., 20:00 Uhr

Veranstaltung der Reihe „Literarische Alphabete“.

Die Gedichte des 1965 in Damaskus geborene Lyrikers Fouad EL-Auwad sind von einem beeindruckenden inneren Reichtum getragen, schreibt sein Kollege Fouad Rifka. Fouad EL-Auwads Poesie überschreitet das Profane und wendet sich den existentiellen Fragen zu. Mit Patrick Beck spricht der Autor über den Weg des Gedichts zu Herz und Auge und sicher auch über die aktuelle Lage in seinem Land.

Stadtmuseum Dresden
Wilsdruffer Straße 2, 01067 Dresden

113. Leser

Es gibt sie noch, die Lyrikleser. Wie schon Schiller wußte, sind sie meist weiblich. Hier der jüngste Beweis:

Klaus-Peter Wolf, renommierter Krimi-Autor (u.a. mit seinen letzten „Ostfriesen“-Krimis 2013 in den Bestenlisten des STERN, SPIEGEL etc.) erwies der zeitgenössischen deutschsprachigen Lyrik seine Reverenz, in dem in dem Thriller „Neongrüne Angst“ (S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main) eine seiner weiblichen Figuren Lyriker von Matthias Kehle und Jürgen Völkert-Marten lesen lässt.

112. Lyrik leuchtet

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Prosa
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3:1 für die Lyrik:

Poetry

Dank an alle aufmerksamen Leser!

111. lyrikline neu

Der Lyrik-Navi: Relaunch lyrikline

Gedichte von mehr als 850 Dichtern in 58 Sprachen gelesen und übersetzt in 55 Sprachen bietet die Website lyrikline schon heute. Seit 1999 ist lyrikline online, damals eine Pioniertat, heute das Weltarchiv der Dichtung mit Partnern in über 40 Ländern. Jetzt wurde sie komplett neu konzipiert und überarbeitet. Am 1.9.2013 geht die neue lyrikline online – mit bislang ungekannten Möglichkeiten, die Welt der internationalen Dichtkunst zu erforschen. Thematische wie formale Kategorien, eine dynamische Suche und etliche Querverweise eröffnen gänzlich neue Zugänge und ermöglichen ein schnelles Auffinden einzelner Gedichte.

Fortan navigieren die Besucher mit neuem Kompass durch die poetischen Welten, und für registrierte Nutzer besteht zudem die Möglichkeit, eine Art Logbuch zu führen, d.h. sich Gedichte zu merken und eigene Listen anzulegen.

Zum Relaunch am 1.9.2013 wird die neue Webseite und ihre neuen Funktionsweisen vorgestellt, live in der c-base Berlin und per livestream überall auf der Welt. Die Präsentation wird begleitet von Videoschaltungen mit internationalen Partnern und Dichtern, Grußbotschaften und Lesungen.

Der Relaunch der Webseite wurde ermöglicht durch eine Förderung der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

Die Veranstaltung findet statt mit freundlicher Unterstützung durch: c-base, Institut Ramon Llull, Königlich Norwegische Botschaft, Rámus Förlag, Malmö, Schwedische Botschaft Berlin.

So. 1.9.2013, 19.00 Uhr UTC+2
Relaunch lyrikline
Mit Simen Hagerup (Dichter, Norwegen), Els Moors (Dichterin, Belgien), Steffen Popp (Dichter, Berlin), Pedro Sena-Lino (Portugal), Helena Sinervo (Dichterin, Finnland), Jan Wagner (Dichter Berlin)
Ort: c-base – ›Raumstation unter Berlin Mitte‹, Rungestraße 20, 10179 Berlin
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich