Kategorie: Rußland

121. Meine Anthologie 45: Adolf Endler, Besuch aus Moskau 1955

Besuch aus Moskau 1955 Fadejew! – Paustowski! – Korneitschuk! Issakowski! – Bashan! – Schtipatschtow*! Ketlinskaja! – Kassyl! – Katajew! >>Ach, lebt die Achmatowa noch?« Bek! – Lebedew-Kumatsch! – Sjomuschkin! Scholochow! – Polewoi! – Lugowskoi! Surkow! – Schaginjan! – Libedinski! »Und lebt die Achmatowa noch?«… Continue Reading „121. Meine Anthologie 45: Adolf Endler, Besuch aus Moskau 1955“

116. Meine Anthologie 44: Anna Achmatowa, Epigramm

Epigramm Und Beatrice – schuf sie wie Dante Verse? Berühmte Laura je der Liebe Glut? Nun lehrte ich die Frauen sprechen… Wie bringt man sie zum Schweigen, großer Gott? 1958 Anna Achmatowa, Poem ohne Held. Hg. Fritz Mierau. Göttingen: Steidl 1992. S. 129 (Nachdichtung… Continue Reading „116. Meine Anthologie 44: Anna Achmatowa, Epigramm“

114. Venclova Brodsky Miłosz

Der Litauer Venclova war eine Schlüsselfigur des literarischen Untergrundes der sowjetischen Repressionsjahre. Im Vortrag versucht er, dem Erwachen seiner Dichtergeneration nach dem niedergewalzten Ungarnaufstand 1956 durch präzise Gedichtanalysen beizukommen. Seine spontanen Einschübe aber führen vor Augen, dass Venclovas Zeitrechnung seither nicht weitergerückt ist. Venclova… Continue Reading „114. Venclova Brodsky Miłosz“

71. Angela Rohr

Nur als Fußnote geistert sie durch Literaturgeschichten des Expressionismus. Im Jahr 2004 stieß die Berliner Literaturwissenschaftlerin Gesine Bey auf einen bis dahin unbekannten Brief Bertolt Brechts, geschrieben am 29. Mai 1941 an den russischen Schriftsteller Konstantin Fedin. Brecht empfahl darin die Ärztin und Autorin… Continue Reading „71. Angela Rohr“

49. Sprachwechsel

Global Literature ist eine Literatur in Bewegung, eine Literatur ohne festen Wohnsitz, eine Literatur der Unbehaustheit, sehr oft überdies eine Literatur der Nicht-Muttersprachlichkeit, die von Sprachwechslern geschrieben wird. Türken, Serben, Bosnier, Bulgaren, Ungarn, Tschechen, Russen wandern in die deutsche Sprache ein und mutieren zu… Continue Reading „49. Sprachwechsel“

40. Ensemble Alternance: Zwischen Lyrik und Musik

Dienstag, 08 Juni 2010 Einlass 19:00, Beginn 20:00 Uhr sendesaal bremen Das Konzert ergründet die Beziehungen zwischen Lyrik und zeitgenössischer Musik, die sich in der zweiten Hälfte des 20ten Jahrhunderts eigenartig gelockert haben. Eine mögliche Erklärung für diese Abkehr ist sicher die ästhetische Entwicklung… Continue Reading „40. Ensemble Alternance: Zwischen Lyrik und Musik“

14. Wosnessenski II

Frank O’Hara (Deutsch von Marcus Roloff) Den Originaltext können Sie hier in der Google Books-Suche lesen

13. poesiefestival berlin

Eröffnet wird das poesiefestival am 4. Juni mit dem Kolloquium »Mittelmeer und Europa – die andere Geschichte der Literatur«. Es fragt, wie sich der Flüchtling in der Dichtung jener Region spiegelt und wie er heute zivilrechtlich behandelt wird. An der verlesenen »Europäischen Verfassung in… Continue Reading „13. poesiefestival berlin“

11. Wosnessenski I

Ein Geist, der bei Wosnessenski, wie jedem wahren russischen, sowjetischen Dichter von Liebe zum Land erhitzt und zugleich von den stalinistischen Praktiken zerfrostet wurde. Das ewige Wechselklima. Die Tapferkeit des Aushaltens. Die Sinnwidrigkeit der Kulturpolitik, aber im Dichter die trotzige Energie des obsiegenden Hintersinns.… Continue Reading „11. Wosnessenski I“

5. Andrej Wosnessenski gestorben

Der russische Dichter Andrej Wosnessenski starb heute im Alter von 77 Jahren in Moskau. Er war einer der bekanntesten russischen Dichter, einer aus einer Gruppe mutiger Schriftsteller, die die russische Literatur nach Stalins Tod aus dogmatischer Ängstlichkeit und Dienstbarkeit befreien halfen. Seine Lyrik drückte… Continue Reading „5. Andrej Wosnessenski gestorben“

150. Brodsky und das Englische

Als Joseph Brodsky im Jahr 1977 seine erste englische Schreibmaschine kaufte – ein Exemplar der Marke ‚Lettera‘ – geschah dies, weil er, wie er sagte, W. H. Auden ’näherkommen‘ wollte. Denn Brodskys Verhältnis zur englischen Sprache war einfach und kompliziert zugleich. Einfach, weil er… Continue Reading „150. Brodsky und das Englische“

149. Charms lesen

Ganze zwei Gedichte hatte Juwatschow, der sich (er hatte viele Pseudonyme) als Dichter meistens Charms nannte, zu Lebzeiten veröffentlicht. 1905 geboren, Mitte der Zwanziger zum verrückten Star der russischen Literatur aufgestiegen, verboten, verfolgt, verhaftet, verhungert 1942 in der Gefängnispsychiatrie des belagerten Leningrad. Nach und… Continue Reading „149. Charms lesen“

146. Beton

Ich bin nicht unbedingt ein Freund von Eva Strittmatters Gedichten; aber gar nicht wenige Verse hängen mir im Kopf. Der trochäische Rotdorn meiner Kinderjahre fällt mir jedes Frühjahr ein, und ein Pasternakgedicht beginnt: „Einer ist hinausgegangen./ Und der Winter fiel auf ihn./ Mit ihm… Continue Reading „146. Beton“

145. Neue Inhalte, zu Ende gedacht

Mit dem sozialistischen Realismus hatte Pasternaks Art zu schreiben nichts zu tun. Er war auf anderes aus: „Erkenntnisse, Erkenntnisse – die möchte ich in der Kunst sehen, nicht Richtungen, die ich schon erprobt habe und die ich kenne. Und nicht den Kampf zwischen den… Continue Reading „145. Neue Inhalte, zu Ende gedacht“

141. Anderer Band, andere Frau

In #133 berichtete ich über die neue französische Ausgabe der Moskauer Hefte Ossip Mandelstams. Dort ist als letztes Gedicht ein Liebesgedicht vom Februar 1934 enthalten, das in Ralph Dutlis Ammann-Ausgabe „Moskauer Hefte. Gedichte“ fehlt. Es gibt einen Grund dafür, den Ralph Dutli dankenswerterweise aufklärt.… Continue Reading „141. Anderer Band, andere Frau“