13. poesiefestival berlin

Eröffnet wird das poesiefestival am 4. Juni mit dem Kolloquium »Mittelmeer und Europa – die andere Geschichte der Literatur«. Es fragt, wie sich der Flüchtling in der Dichtung jener Region spiegelt und wie er heute zivilrechtlich behandelt wird. An der verlesenen »Europäischen Verfassung in Versen« haben gut 50 Dichter mitgeschrieben. Der Abend gehört »Weltklang – Nacht der Poesie« in der Akademie der Künste, wo das Festival bereits im dritten Durchgang sein Domizil hat. Stars der Szene tragen in Originalsprache ihre Gedichte vor, so die Deutschen Elke Erb und Michael Krüger, der Russe Dmitry Golynko, Nina Kibuanda aus dem Kongo, Yang Lian aus China, Michael Ondaatje aus Kanada, Anat Pick aus Israel, Cole Swensen aus den USA, Raúl Zurita aus Chile. In einer eigens publizierten Anthologie kann man dem Weltklang jener Gedichte in deutscher Übersetzung folgen. Auch Berliner Autoren haben ihr Podium: In sechs Bezirken lesen sie an öffentlichen Orten.

Tägliche »Poesiegespräche« forschen bis zum 12. Juni dem Stand der Dichtung in den Anrainerstaaten und darüber hinaus nach. Ondaatje, bei uns mehr für seinen Roman »Der englische Patient« bekannt, obwohl Autor von 13 Gedichtbänden, ist dabei; Abbas Beydoun aus dem Libanon, Alaa Khaled aus Ägypten berichten über die Hafenstädte Beirut und Alexandria sowie – mit Kollegen aus Palästina und Syrien – über Poesie als Ort der Freiheit. / Volkmar Draeger, ND 3.6.

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