Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Sie hatte schon 1928 angefangen, Gedichte in jiddischer Sprache zu veröffentlichen. Im Jahr 1936 erschien ihr Gedichtband „Lieder“ in der Bibliothek des Jiddischen PEN und wenige Wochen vor dem Ausbruch des Krieges ihr zweites Buch „Der Regen singt“. Von Anfang an fand sie ihre… Continue Reading „Poesie Jiddisch und Deutsch: Rajzel Zychlinski“
Ob er – wie Klaus Reichert in seinem Nachwort zu den «Sämtlichen Gedichten» behauptet – tatsächlich nie auf die «Semantisierbarkeit des sprachlichen Materials» verzichtet hat, bleibt somit nach einer neuerlichen Lektüre zu fragen. Gerade in seinen Gedichten, die ihn am wenigsten als Homo ludens… Continue Reading „Artmann selbdritt“
Einblick in das Gespräch zweier Geistesmenschen im Jahre 1935 gibt ein Brief von Max Bense an Gottfried Benn, SZ vom 19.7.03: Im Volk sein — jawohl — aber nicht in der Organisation. Nicht zuletzt lernte ich das, nachdem ich 2 Jahre in der SA… Continue Reading „Geistiges Reich“
Die Perlentaucher-Rubrik „Vorgeblättert“ präsentiert Ralph Dutlis Mandelstambiographie, die im August bei Ammann erscheint: Das bitterböse Kapitel Grenzsituation im zweiten Band der Memoiren Nadeschdas läßt die Ausmaße der Katastrophe ahnen. Noch 1970, als sie das Buch schrieb, schien ihr die ungezügelte Eifersucht die Feder zu… Continue Reading „Mandelstam, Wetterblitz, lügenprall“
Weniger freundlich über Kuhligk & Co. urteilt Tom de Toys alias Lord Lässig in einem furiosen Essay, aus dem ich hier ein Stück herausgebrochen habe: Was wollen die eigentlich damit bezwecken, wem soll es nützen außer ihnen selbst und hat der Planet nicht schon… Continue Reading „Dichterisches Delirium“
In der Wiener „Presse“ vom 19.7.03 bespricht ein online leider Ungenannter sechs Gedichtbände: Da wären allen voran die gesammelten Gedichte der im Jahre 1985 verstorbenen Surrealistin Meret Oppenheim, die sich in den Wolken Marzipan essende Rosen vorzustellen vermochte und die Enttäuschung der Sonne darüber,… Continue Reading „Marzipanessende Rosen“
Über das bekannteste Gedicht Walter Höllerers (der im Mai fast 80jährig verstarb) schreibt Michael Braun im Freitag 29/2003: Es ist die fast emotionslose Nüchternheit dieses Gedichts, der kalte, fast anatomische Blick auf den Körper des toten Soldaten, die auch heute noch verstören. Kein Dichter… Continue Reading „Der lag besonders mühelos am Rand“
„Jewtuschenko – das ist eine ganze Epoche“, hat der Liedermacher Bulat Okudschawa gesagt, und meinte damit jene „Sechziger“, die in Russland eine Zeit und eine Generation gleichermaßen bezeichnen. Jewtuschenko funktionierte für beide wie ein Medium: Er moderierte zwischen Macht und Ohnmacht, Ost und West.… Continue Reading „Jewtuschenko 70“
Auszüge aus unveröffentlichter autobiographischer Prosa von Rudolf Borchardt druckt die SZ vom 18.7.03: Ich war auf jedem Gebiete meines Thuns grundsätzlich Outsider geblieben, um durch keine Beamtung, keine Collegialität, keinen halbgeschäftlichen Sozialzwang mir die Linie des freien Mannes bedingen lassen zu müssen. Ich lebte… Continue Reading „Rudolf Borchardt“
Neunzehn Gedichte des Bandes beginnen mit dem Wörtchen «ich». Und das persönlichste – «Ein Gedicht für mich» – ist vielleicht auch das schönste: «Hasia Hasienka / hab keine Angst / du hast so schöne Lippen / und solche Augen du weisst – / du… Continue Reading „Über die Liebe und den Tod“
Der Amerikaner George Whitman verwirklicht in seiner Buchhandlung Shakespeare & Company in Paris eine soziale Utopie: Umgeben von tausenden Büchern leben bei ihm Schriftsteller und Künstler. … Allen Ginsberg schlief mehrere Monate auf einer von Georges Matratzen, und der Lyriker Lawrence Ferlinghetti kommt auch… Continue Reading „Utopische Buchhandlung“
Es lesen Yoko Tawada (Deutschland/Japan), Wolfgang Hilbig (Deutschland), Pierre Imhasly (Schweiz), Judith Herzberg (Holland), Paul Muldoon (Irland/USA) und Tomas Venclova (Litauen/USA). Unter dem Motto «Arabische Welt» werden zudem die Lyriker Fuad Rifka (Libanon), Iman Mersal (Ägypten/CAN) und Abdellatif Laâbi (Marokko/Paris) auftreten, musikalisch begleitet von… Continue Reading „Prominenz bei den Frauenfelder Lyriktagen“
Als einer der eindringlichsten und frühesten Warner vor dem Nationalsozialismus wurde der überzeugte Pazifist am 28. Februar 1933 verhaftet, vierzehn Monate lang gefoltert und in der Nacht zum 10. Juli 1934 im Konzentrationslager Oranienburg ermordet. Am Todestag des Dichters zelebriert eine seit Jahren stetig… Continue Reading „Fest für Erich Mühsam“
Jetzt ist das «Museum», über vierzig Jahre nach Ersterscheinen, in seiner wohl klassischsten Weise zu haben. Im Schuber, Dünndruck, mit kardinalrotem Leineneinband und rotem Lesebändchen. Der Anhang ist mittlerweile zu einer kleinen Literaturgeschichte der modernen Lyrik angewachsen. Dass das Buch in der Hand liegt… Continue Reading „Museum, neu“
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