Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Wie eine Mappe mit zehn Druckgraphiken von Markus Retzlaff aus Meißen und zehn im Zinkhochdruck gefertigten Gedichten von Thomas Eichler in den Regalen der Gauckbehörde landete, erzählt die Sächsische Zeitung am 10.2.04.
Nein, nicht das zwanzigste (mörderische). Erstaunliches nämlich berichtet Andreas Dorschel, SZ 9.2.04: Ein unscheinbar daherkommender Band enthält einiges vom Eindringlichsten, das in jüngster Zeit in deutscher Sprache zu lesen war: Gedichte Francisco de Quevedos (1580 bis 1645), ausgewählt und aus dem Spanischen übersetzt von… Continue Reading „27. Gefährliches aus dem schwarzen Jahrhundert“
Über die laut Verleger (Haffmans bei Zweitausendundeins) „definitive deutsche Oscar-Wilde-Werkausgabe für dieses Jahrhundert“ (Zürcher Ausgabe in 5 Bänden) informiert News.ch am 9.2.04
Einige Seiten aus dem Notizbuch „Pfingstrose“ vom Juni und Juli 1952 (Größe 16 cm x 10cm), auf denen sich später publizierte Texte und Entwürfe dazu befinden, werden in dieser Ausgabe der SZ Wochenende zum ersten Mal gezeigt. Noch auf Wunsch Thomas Bernhards wurde es… Continue Reading „25. Vorbereitung auf Bernhard“
Was der Süddeutschen Bernhard, ist der NZZ heute Kant (200. Todestag am 12.2.04, 280. Geburtstag am 22.4.04). Unter mehreren Kantiana Aphorismen und Fragmente von Franz Josef Czernin „Für und wider Kant“, wie dies: Die Poesie, diese unbelehrbare Geisterseherin, träumt den Sinn als Gegenstand; als… Continue Reading „24. Immanuel Kant“
Einen weiteren – anders als Tzara, Ionescu, Brancusi & Co. vergessenen – rumänischen Avantgardisten stellt Harald Hartung in der FAZ vom 3.2.04 vor. Der Autor versäumt nicht, uns die „Zeitverhaftetheit“ von Blechers Surrealismus aufs Auge zu drücken. Dagegen lobt er seine erotischen Szenen. Zeitverhaftet… Continue Reading „23. Zeitverhafteter, aber jetzt wiederentdeckter rumänischer Avantgardist“
In der NZZ vom 2.2.04 schreibt Roman Bucheli über Lutz Seiler und das Peter-Huchel-Haus in Wilhelmshorst und vergleicht dabei das Werk des alten und des neuen Hausherrn: So forschen sie denn beide nach den verlorenen Dingen und Gerüchen, nach den erloschenen Klängen und Gesichtern… Continue Reading „22. bei den toten, im haus“
Lohsa. Unauffällig, ja fast abseits steht es am Marktplatz. Das Denkmal für Pfarrer Handrij Zejler (1804- 1872) würdigt den „Ahnvater der sorbischen Poesie“. So verehrte ihn einst der tschechische Schriftsteller und Volkskundler Adolf Cerny. Denn fast ein Jahrhundert prägte Zejler die Literatur der Sorben.… Continue Reading „21. Pfarrer, Dichter, Sorbe: Handrij Zejler“
Tomaž Šalamun (Beitrag 7, 2/04) war weg – hier ist er wieder, tags drauf. NZZ 5.2.04
Über eine Bürgerfunk-Sendung „Lyrik am Abend“ des Zimmertheaters in Meschede berichtet die Westfalenpost vom 7.2.04, und die Ostsee-Zeitung vom 2.2.04*) über einen Poetry Slam in Wismar (Mecklenburg).
„Est Europa nunc unita“ – nach österreichischen Vorschlag soll so die Europahymne auf die Melodie „Freude, schöner Götterfunken“ heißen. Lateinischer text mit Übersetzung und Informationen in Die Presse, Wien, 7.2.04 (Im Leserbrief dazu die schwedische Anti-EU-Hymne)
[Der niederländische Stimmkünstler und Lautdichter Jaap] Blonk exponiert die Motive der «Ursonate» zunächst im Stechschritt, dann sanft wie ein Lamm; er keucht, stampft, springt heftig auf und nieder, so dass in der Kunstsammlung schliesslich die Alarmanlage losgeht. Der 1953 in Woerden, einer Kleinstadt westlich… Continue Reading „13. Unnötig, gehorsam zu sein“
Der Auftakt des Buchs [vom finnischen Nationaldichter Johan Ludvig Runeberg], das Gedicht «Unser Land», ist Finnlands Hymne. Mit diesen Versen schuf der konservative Runeberg, gemäss einer neueren These des Historikers Matti Klinge, einen Gegenpol zur «Marseillaise», die 1848 Europas Revolutionäre beflügelte. Im April jenes… Continue Reading „12. Denkwürdige Wirkung einer Hymne“
Mit Panthern, Bären und Giraffen hätten die Menschen friedlich auf der Wiese gelegen. Was hier beschworen wird, ist mitnichten eine Szene aus dem Garten Eden, vielmehr eine Erinnerung vom Tag nach dem Bombardement, das in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945… Continue Reading „10. Lose Blätter“
Wie die Zügellosigkeit der Elsa von Freytag-Loringhoven Berlins Boheme inspirierte, beschreibt Hendrik Werner, Berliner Morgenpost 5.2.04 – Pommersche Dichtung anno 1886: Der Hang zur Zote ist mir eingeboren Von meinem Papa hab ich ihn geerbt Sein Witz ist roh – ich bin dazu erkoren… Continue Reading „8. Pommersche Muse, pommerscher Dada“
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