Kategorie: Europa

4. Preisverleihung

Am 30.11. wurden der Traklpreis an Elke Erb und der Trakl-Förderpreis an Christian Lorenz Müller verliehen. Die Laudatio auf Elke Erb hier. Über Müller heißt es: Den Georg-Trakl-Förderungs-Preis 2012, der mit 3.000 Euro dotiert ist, erhält der 1972 im bayrischen Rosenheim geborene und in Salzburg… Continue Reading „4. Preisverleihung“

3. Mittel

Die Kunstausübung erfordert eine reine, durchaus klare Erkenntnis der Mittel, ohne welches keine Harmonie möglich ist. (1807) Philipp Otto Runge: Die Begier nach der Möglichkeit neuer Bilder. Briefwechsel und Schriften zur bildenden Kunst. Leipzig: Reclam 1978, S. 232.

2. Nacht

Die Nacht ist der Untergrund, der Maquis, in dem sich die Resistance befindet. Wenn man seit Schulende einen Beruf am Tag hat, weiß man nicht viel über die Leute, die am „hellichten Tag“ schlafen. Jochen Gerz: Die Schwierigkeit des Zentaurs beim vom Pferd steigen… Continue Reading „2. Nacht“

1. Müll

Verse wachsen, mit den Worten Anna Achmatowas, auf dem Müll; die Wurzeln der Prosa sind auch nicht ehrenwerter. Joseph Brodsky: Der sterbliche Dichter. Über Literatur, Liebschafen und Langeweile. Aus dem Amerikanischen von Sylvia List. Frankfurt/ Main: Fischer 2000 (1. Hanser 1998, am. Ausg. New… Continue Reading „1. Müll“

171. Aus Rumänien

Wie vielfältig die rumäniendeutsche Literatur, früher im Wechselbad zwischen Tauwetter und Eiszeiten, heute in den verschiedensten Stimmen zu erkennen, noch immer ist, zeigten sodann die Lesungen von drei Autoren der mittleren Generation, Horst Samson (geboren 1954), Franz Hodjak (1944) und Hellmut Seiler (1953). Samson,… Continue Reading „171. Aus Rumänien“

170. Slam-Meister

Ein Münchner im Dichter-Himmel Mit 13 Jahren hat Pierre Jarawan sein erstes Gedicht geschrieben. Und jetzt? Ist der 27-jährige Münchner Deutschsprachiger Meister im Poetry Slam 2012. tz-Interview mit Poetry Slamer Jarawan: Lehrer lieben natürlich Poetry Slam, weil die Schüler dadurch eine ganz neue Beziehung… Continue Reading „170. Slam-Meister“

169. Aufklärung

Bitte klären Sie uns auf, Herr Ingendaay: Wer ist José Manuel Caballero Bonald, der Cervantes-Preisträger des Jahres 2012? Und womit hat er das spanische Literaturerbe so preiswürdig bereichert? Paul Ingendaay: Guten Tag, Frau Hondl. – Wenn Sie ihn erlebten, wenn Sie ihn auch mal im… Continue Reading „169. Aufklärung“

168. Abwesenheit in Halle

Liebe Freunde der Kunst, hiermit laden wir Sie herzlich zum 8. Langen Abend der Galerien in Halle ein. Begleiten Sie das blaue Wunder auf dem Galerierundgang oder philosophieren Sie mit Bertram Reinecke am Kiosk über das Thema „Abwesenheit“. Ab 17 Uhr – und immer zur… Continue Reading „168. Abwesenheit in Halle“

165. Kaum übersetzt

Ein schon etwas älterer Artikel zum Thema, in dem auch der vorige Cervantespreisträger vorkommt: In Lateinamerika wurde und wird exzellente Lyrik geschrieben. Übersetzungen ins Deutsche gibt es heute allerdings kaum noch. Die grossen Literaturverlage und ihre Qualitätsreihen – etwa die Bibliothek Suhrkamp oder die Edition… Continue Reading „165. Kaum übersetzt“

164. Cervantes-Preis an (bei uns) Unbekannten

Der spanische Schriftsteller José Manuel Caballero Bonald erhält den diesjährigen Cervantes-Preis, die bedeutendste literarische Auszeichnung der spanischsprachigen Welt,  gab Spaniens Kulturminister Jose Ignacio Wert am Donnerstag bekannt. Der aus Jerez de la Frontera stammende Andalusier, geboren 1926 (…), hatte vor 60 Jahren seinen ersten… Continue Reading „164. Cervantes-Preis an (bei uns) Unbekannten“

163. Erfolgsautor

»High Windows«, 1974 bei Faber and Faber erschienen, wurde ein Bestseller. Die erste Auflage war innerhalb von drei Wochen ausverkauft und musste mehrmals nachgedruckt werden. In Zahlen stellt sich das Phänomen folgendermaßen dar: Juni 1974 – 6.142 Exemplare; September 1974 – 6.632; Januar 1975… Continue Reading „163. Erfolgsautor“

162. Geschenk

Samstag, den 15. Dezember, 12-18 Uhr Lyrik-Bibliothek – Amalienstrasse 83a hinter der Universität   Lyrik als Geschenk Große Verschenk-Aktion im Lyrik Kabinett mit Dank an den Verlag im Wald (Rüdiger Fischer) Rüdiger Fischer, geb. 1943 in Trier, war bis 2004 Lehrer für Fremdsprachen an… Continue Reading „162. Geschenk“

161. In Staufen

Das Haus Erich Fried in Staufen ist nach jenem Lyriker benannt, den die Nachwelt als großen Humanisten erinnert und dessen schönstes Gedicht, „Was es ist“, jeder kennt, für den Lyrik kein Fremdwort ist.  / Badische Zeitung

160. Versuch

Für wen schreibt der Autor: Nur für sich? Dann hört der Spaß schnell auf. Ein Massengeschmack existiert auch in der Demokratie. Der unpopuläre Autor ist ein Widerspruch in sich, und eine prekäre Existenz. Ich will ein Gedicht auf Jean-Claude Juncker versuchen, den Vorsitzenden der… Continue Reading „160. Versuch“

159. Übersetzung

Derjenige, diejenige, die bloß sagen kann: ich bin Flüchtling, ist Flüchtling. Das nichts begründet den Flüchtling wohl; weniger als fünf Worte begründen ihn. Das nichts ist eine gute Begründung. Welche Begründung aber verlangt die Genfer Flüchtlingskonvention vom Flüchtling? Die Konvention, in ihrer deutschen Fassung,… Continue Reading „159. Übersetzung“