Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Hanno Helbling leistete sich keine interpretatorischen Kapriolen wie Celan das tat und hielt sich bei seiner Bearbeitung von Montales drei Bänden Ossi di seppia (Tintenfischknochen), Le occasioni (Anlässe) und Finisterre/La bufera e altro (Finisterre/Stürme) nah am Text des Originals. Das bietet sich zugegebenermaßen auch eher an als es bei Ungaretti… Continue Reading „46. Die preisgekrönten Dichter“
weigoni verbindet das profane mit metaphysischem, um heimzukommen »in die Ewigkeit der Gegenwart« (´Start up` in ´Dichterloh`) und eine gegenwart zu überwinden, die bloß der hauswart der wirklichkeit ist. »Gesucht wird ein Mythos – zu finden sind viele einzelne Gedichte.« (´VerDichtung`). immerhin kann dichtung… Continue Reading „43. Dichterloh“
Zukunft – was war das noch mal? Eine Zeit, in der es unseren Kindern einmal besser gehen sollte Hansjürgen Bulkowski
Mit dem Namen uräus-Handpresse verbinde ich in erster Linie die Künstlerbuch-Almanache, die Verleger und Drucker Hans-Ulrich Prautzsch in den 1990er Jahren herausgegeben hat. Der bislang letzte Band der Reihe, Brecht gewidmet, wird an anderer Stelle in diesem Buch kurz vorgestellt. Das Gedichtbeispiel, das ich aus dem Brecht-Almanach ausgewählt… Continue Reading „40. Unbehaust“
Asteris Kutulas Bizarre Städte im Fadenkreuz Ein unmelancholischer Rückblick 20 Jahre später Das Projekt Bizarre Städte entsprang einem elementaren Freiheitsbedürfnis: sich nämlich nicht von vergreisten, kleinbürgerlichen und ungebildeten Herren vorschreiben zu lassen, was man zu denken, zu lesen, abzubilden und wie man zu leben… Continue Reading „39. Bizarre Städte“
Das Spannende an der Lyrik sei, dass diese fast keinen Marktwert hätte, hat der Psychoanalytiker und Essayist Adam Phillips kürzlich gesagt. Künstlern kann man „unlautere“ Motive in Form einer erwarteten finanziellen Belohnung unterstellen. Lyriker schreiben Gedichte aus dem einzigen Grund, dass sie es wollen.… Continue Reading „37. Kunst ohne Geld“
In einem Essays hat Olga Martynova einmal den russischen Lyriker Joseph Brodsky zitiert, wie er die Lage eines Schriftstellers in der Diktatur und eines Schriftstellers in einem freien Land verglichen hat: „In beiden Fällen versucht ein Dichter eine ziemlich feste Wand mit seinem Kopf… Continue Reading „35. Olga Martynova“
Julietta Fix schreibt: alle tage fangen an: am besten mit einem gedicht Brigitte Struzyk übernimmt ab 08.03. das Ruder „Gedicht des Tages“ auf Fixpoetry und soviel ist klar, die tage fangen gut an Zu Beginn wählte sie ein Gedicht von Helga Königsdorf mit diesem Kommentar:… Continue Reading „34. Mit einem Gedicht“
Nun legen Wulf Kirsten und Annette Seemann mit „Der gefesselte Wald. Gedichte aus Buchenwald“ eine wahrlich ungewöhnliche Anthologie in französischer und deutscher Sprache vor. Dabei folgen sie der Originalausgabe von André Verdet aus dem Jahr 1945. Als Annette Seemann anlässlich des Todes von Jorge Semprún dessen Gedicht „Uralter Traum“ aus dem Französischen übersetzte, zudem das… Continue Reading „33. Der Schornstein lacht“
hat die Bamberger Onlinezeitung auch sonst zu bieten, zB Vítĕzslav Nezval, Gerhard Falkner, Hans-Ulrich Treichel, Sarah Kirsch, William Carlos Williams (mit einer Erinnerung an den Freiburger Übersetzer, Lyriker und Verleger Rainer Maria Gerhardt) und viel mehr.
Bilderreich orakelt Oskar Ansull: Wer der vor 99 Jahren geborene Autor Arno Schmidt [1914-1979] war, muss gegenwärtig noch nicht in Erinnerung gerufen werden, obwohl ich mir da nicht ganz so sicher bin. Aber, ich gehe mal naiv munter davon aus, dass die Nennung des… Continue Reading „29. Das Nordlicht“
Gertrud Kolmar gehört neben Else Lasker-Schüler und Nelly Sachs zu den herausragenden deutsch-jüdischen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts. In der Berliner Februaraktion 1943 wurde sie nach Auschwitz deportiert und ermordet. Bis zuletzt hat sie in der Nacht an ihren Dichtungen gearbeitet – Kreativität gegen den… Continue Reading „28. Gertrud Kolmar“
Es ist der mittlerweile neunte Lyrikband des Autors und, das wird man sagen dürfen, sein dichtester und schönster, nicht nur der Linolschnitte des Rotterdamer Künstlers Hans Wap wegen, die zusammen mit einer musikalischen Gedichtkomposition zu einem Gedicht Speiers („otter creek“) von Wolfgang Seierl dem… Continue Reading „27. Michael Speier“
Die anlässlich des 100. Geburtstages 2011 erschienene Edition sämtlicher Gedichte sowie die umfassend informierende, bebilderte Lebenschronik gehen ebenso wie der zwei Jahre vorher erschienene Materialienband aus der von Stephanie Jordans geleiteten Ernst-Meister-Arbeitsstelle an der RWTH Aachen hervor, die der vor allem als Celan-Herausgeber bekannte… Continue Reading „26. Ernst Meister“
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