23. Exportgeschäft

„Exportgeschäft

Wir exportieren!
Wir exportieren!
Wir machen Export in Offizieren!
Wir machen Export!
Wir machen Export!
Das Kriegsspiel ist ein gesunder Sport!

Wir lehren Mord! Wir speien Mord!
Wir haben in Mördern großen Export!

Was tun wir denn Böses?
Wir vertreten doch nur
die deutsche Kultur.“

Hätte er dieses Gedicht im Alter von 18 Jahren nicht geschrieben und wäre es nicht von der sozialdemokratischen Chemnitzer „Volksstimme“ abgedruckt worden, sinnierte Stefan Heym einmal, wäre er höchstwahrscheinlich als Wölkchen über Auschwitz geendet. So aber wird der junge Helmut Flieg vom Gymnasium geworfen, und seine unfreiwillige Weltenbummelei beginnt. / Matthias Eckoldt, DLF

  • „Ich aber ging über die Grenze – Frühe Gedichte von Stefan Heym“, Herausgegeben von Inge Heym, C. Bertelsmann, 128 Seiten, 14,99 Euro
  • „Ich habe mich immer eingemischt – Erinnerungen an Stefan Heym“, Herausgegeben von Therese Hörnigk, Verlag für Berlin-Brandenburg, 180 Seiten, 18,95 Euro

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