Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Wenn ich Popp lesen höre, empfinde ich es so, dass er die einzelnen Takes so moduliert, dass man mitmerken kann, wie absurd der Fokus doch ist. »Das angewinkelte Knie auf dem Hochsitz schläft« funktioniert natürlich auch solo, aber mit der Richtungsvorgabe durch die Stimme… Continue Reading „116. Die Poppsche Eule“
Anders als die Zeit in der Kadettenschule, wohin der ehrgeizige Funktionärsvater Horst Brasch seinen ältesten Sohn im Alter von elf geschickt hatte und wo der Drill ihn fast zerbrechen ließ, hat die dreijährige Arbeit als Fräser im Berliner Transformatorenwerk „Karl Liebknecht“ sein Schreiben ähnlich… Continue Reading „115. Brasch fräste“
Der mit vielen Preisen ausgezeichnete schwäbische Dichter Walle Sayer unternimmt in seinem jüngsten Gedichtband „Strohhalm, Stützbalken“ erneut die Vermessung dessen, wozu andere leichthin oder verlogen „Heimat“ sagen. Und er reflektiert in diesem „Fokus“ zugleich die Bedingungen der Perspektive, das ambivalente Wechselspiel von Nähe und… Continue Reading „114. Strohhalm, Stützbalken“
114. Nie ein Mitbewerber seyn. Jeder Anspruch, dem Andre sich entgegenstellen, schadet dem Ansehn: die Mitbewerber streben sogleich uns zu verunglimpfen, um uns zu verdunkeln. Wenige Menschen führen auf eine redliche Art Krieg. Die Nebenbuhler decken die Fehler auf, welche die Nachsicht vergessen hatte. Viele standen in Ansehn, so lange… Continue Reading „113. Weltklugheit“
Gerade wo man dachte, mit der Kultur geht’s nur noch bergab, da entscheidet sich eine mutige Gruppe Chemnitzer, etwas für das Land der Dichter und Denker zu tun: Sie veröffentlichen eine Lyrikzeitung. Mit viel Enthusiasmus und wenig Vorbehalten vor Medium oder Genre machten sie… Continue Reading „111. Besser als heute Morgen“
Der „Lyriksommer“ im Deutschlandradio Kultur vom 14. Juli bis 31. August schöpft aus dieser Vielfalt und präsentiert in den Sendungen der Literatur u.a. Poesie aus Dänemark, dem Iran oder aus den USA. Dabei spielen unterschiedlichste Traditionen und alle nur denkbaren Stile eine Rolle: Michèle… Continue Reading „108. Lyriksommer“
Der Berliner Horlemann Verlag hat zum 1. Juni den Fixpoetry Verlag, Hamburg, übernommen. Dessen Verlagssitz siedelt an die Spree über. Fixpoetry wurde vor rund zwei Jahren von Julietta Fix gegründet, die Verlagswebsite wartet zudem mit einem Gästebuch und Podcasts auf. Bisher erschienen rund 15 Titel im… Continue Reading „107. Fixpoetry zu Horlemann“
In seiner INTERVIEW-REIHE: KÖPFE DER BUCHBRANCHE stellt Leander Wattig Fragen an Leute aus der Buchbranche. Heute dabei Bertram Reinecke, Auszüge: Als „Fachverlag für Horizonterweiterung“ wurde der Verlag „Reinecke & Voß“, den ich seit vier Jahren betreibe, vom Kritiker Dirk Uwe Hansen bezeichnet: Er bringt Texte in… Continue Reading „102. Was mit Büchern“
Ist das dichtende Wort denn Produkt der Weigerung des Menschen gegenüber den Menschen wie der Herrschaft des Menschen über den Menschen? Oder Entsprechung natürlicher Anliegen in einer übersteigerten, weiterdrängenden, übernatürlichen Welt oder Funktion? Oder Gestammel bzw. Gemurmel des Unbegreifbaren bzw. nicht hinlänglich Erhellten? Doch,… Continue Reading „98. Abfall vom falschen Denken“
was du zerreißt, wenn du verreist, verbindet sich dort, wo du bleibst Hansjürgen Bulkowski
Die Kunst erleuchtet die Welt. Aber sie tut es auf zwielichtige Weise. (…) Die Kunst und das Fest treffen sich also im Akt der Verschwendung. Wie es keine organisierte Gesellschaft gibt ohne Fest, gibt es auch keine organisierte Gesellschaft ohne Kunst. Kunst und Fest… Continue Reading „96. Kunst und Fest“
„Kann Spuren von Poesie und Lyrik enthalten“ – So warnt die Redaktion des „Schnipsel“ die Leser gleich auf der Titelseite. Und diese Warnung ist ernstzunehmen. Das kostenlose rund 62 Seiten dicke Literaturmagazin der vier Kieler Germanistik-Studenten Zara Zerbe (24), Cihan Köse (26), Nikolai Ziemer… Continue Reading „95. Schnipsel“
Der Dichter, Essayist, Übersetzer, Verleger und Dozent Alexandru Mușina starb vorgestern in Bukarest kurz vor seinem 59. Geburtstag. Alexandru Mușina – Wikipedia Alexandru Mușina (n. 1 iulie 1954, – d. 19 iunie 2013) XVIII. Ode – „Sol“ Wir haben überlebt. Wie der Dachs, der… Continue Reading „94. Gestorben“
Neueste Kommentare